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Aufruf zur Mahnwache und Lichterkette in Donauwörth gegen Atombürgschaft

Wann? 14.11.2011 17:30 Uhr bis 14.11.2011 18:30 Uhr

Wo? Münster "Zu Unserer Lieben Frau", Münsterplatz 1, 86609 Donauwörth DEauf Karte anzeigen
Donauwörth: Münster "Zu Unserer Lieben Frau" | Bürgerinnen und Bürger halten am Montag den 14. November zwischen 17.30 Uhr und 18.30 Uhr eine Mahnwache am Liebfrauenmünster/Münsterplatz in Donauwörth ab. Sie protestieren gegen eine Hermesbürgschaft für das brasilianische Atomkraftwerk Angra 3 über 1,3 Milliarden Euro. „Es ist der Gipfel der Verlogenheit, wenn einerseits in Deutschland großmundig der Atomausstieg angekündigt wird und gleichzeitig über Hermesbürgschaften in Brasilien der Neubau eines AKW gefördert werden soll, nach dem Motto Export um jeden Preis“ empört sich Barbara Klimesch. „Die endgültige Bürgschaft ist aber noch nicht vergeben, da die Finanzverträge noch nicht unter Dach und Fach sind. Deshalb protestieren wir und Menschen in über 40 anderen Städten bundesweit, um die Bürgschaft noch zu verhindern.“ Zu dieser Mahnwache rufen folgende Parteien und Gruppierungen auf: Ökologisch-Demokratische Partei ödp Donau-Ries, 50plus aktiv, Projekt 333plusX und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Donauwörth. Kerzen, Fahnen, Plakate und Transparente sind für die Mahnwache erwünscht.

Das Atomkraftwerk Angra 3 soll etwa 150 km südlich von Rio de Janeiro gebaut werden. Vorbild ist das bayerische AKW Grafenrheinfeld, das in den 70er Jahren gebaut wurde und 2014 stillgelegt wird, ein Jahr bevor Angra 3 überhaupt ans Netz gehen könnte. Mit der Hermesbürgschaft sollen Lieferungen des französischen Atomkonzerns Areva für Angra 3 abgesichert werden, die am Standort Erlangen produziert werden. Hermesbürgschaften werden für deutsche Exporte in so genannte “schwierige Märkte" (wie Entwicklungs- und Schwellenländern) erteilt, um sie gegen das Risiko abzusichern, dass der Käufer nicht zahlen kann. Hinter dieser Versicherung steht der Bundeshaushalt.

Der Bau von Angra 3 ist seit Jahren auch in Brasilien umstritten, da der geplante Standort regelmäßig von Erdrutschen heimgesucht wird, die im Ernstfall Notstromversorgung und Evakuierung gefährden. Die Katastrophenpläne sind völlig unzureichend und die Atomaufsicht funktioniert nicht.

„Wir protestieren hier, um der Regierungsfraktion klar zu machen, dass wir uns nicht zu Atom-Bürgern machen lassen wollen und schon gar nicht für ein Oldtimer AKW in Brasilien. Der Atomausstieg muss auch für Exportbürgschaften gelten “, erklärt Johannes Thum.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.11.2011 | 18:59  
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