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Atomenergie: ÖDP für sofortiges Abschalten

Demo in Günzburg am 9.3.2013
Unter den rund 3.000 AtomkraftgegnerInnen, die am Samstag in Günzburg gegen die Nutzung der Atomenergie und für das sofortige Abschalten der Blöcke B + C in Gundremmingen demonstrierten, waren auch VertreterInnen der ÖDP aus dem Landkreis Donau-Ries. Sie forderten, Gundremmingen nicht bis 2017 bzw. 2021 laufen zu lassen, sondern sofort abzuschalten und still zu legen.
Die Atomkraftwerke in Gundremmingen seien, so der Kreisvorsitzende Johannes Thum, besonders gefährlich. Dort liefen Deutschlands letzte Siedewasserreaktoren mit nur einem Hauptkreislauf, ähnlich den Katastrophenblöcken des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima. Zudem läge das Abklingbecken mit den verstrahlten Spaltelementen zwar im Reaktorgebäude, dort jedoch außerhalb des Sicherheitsbehälters. Dazu werde in Gundremmingen das größte atomare Zwischenlager Deutschlands aufgebaut.
Obwohl das Atomkraftwerk in Gundremmingen besondere Risiken aufweise, planen die Kraftwerksbetreiber seit 1999 die Ausweitung der Atomstromproduktion. Das Genehmigungsverfahren ruhte von 2004 bis September 2006 und soll 2013 zum Abschluss gebracht werden. Die beantragte Leistungserhöhung soll durch eine veränderte Betriebsweise erreicht werden. Dies würde, nicht nur den Atommüll, sondern vor allem das Betriebsrisiko in unverantwortlicher Weise erhöhen und ganze Landstriche, auch den Landkreis Donau-Ries und Umgebung, gefährden. Dies sei nicht hinnehmbar, weshalb die ÖDP gemeinsam mit Verbänden und den übrigen atomkritischen Parteien in Schwaben fordere, abzuschalten statt auszuweiten. Im Schwabenenergierat, dem auch die ÖDP angehöre, habe man eine Petition an den Bayerischen Landtag auf den Weg gebracht mit der Forderung „Keine Ausweitung der Atomstromproduktion in Gundremmingen“. Man werde die nächsten Wochen nutzen, um viele Unterschriften für die Petition zu sammeln. Die Petitionsliste kann unter www.oedp-donau-ries.de heruntergeladen oder telefonisch beim Kreisverband angefordert werden.
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