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Landräte einig in Sorge um Gesundheitswesen | Günzburg | Gesundheit

Viele Hausärzte sehen die hausärztliche Versorgung des ländlichen Raumes durch steigende Bürokratie, höhere Kosten und immer niedrigere Einkommen gefährdet. Die Landräte der sechs Landkreise Donau-Ries, Dillingen, Günzburg,
Heidenheim, Ostalbkreis und Alb-Donau-Kreis griffen daher das Thema anlässlich ihres kürzlich in Leipheim stattgefundenen traditionellen Landräte-Treffens auf und teilen die Sorge, dass das bewährte Haus- und Fachärztesystem keine Zukunft haben wird, wenn nich noch entsprechende politische Weichenstellungen erfolgen.

Die Landräte Stefan Rößle, Leo Schrell, Hubert Hafner aus Bayern und ihre badenwürttembergischen Kollegen Heinz Seiffert, Hermann Mader und Klaus Pavel haben sich gegen den geplanten Gesundheitsfond ausgesprochen und fordern außerdem eine Aufhebung der Budgetierung bei den Krankenhäusern. Insgesamt resultiert die Sorge der Landräte aus dem Bewusstsein, dass eine gut funktionierende haus- und fachärztliche Versorgung und das Vorhandensein von leistungsfähigen Kliniken entscheidene Standortfaktoren für die Städte und Gemeinden sind. Die Landräte appellieren deshalb auch an die verantwortlichen Bundes- und Landespolitiker, die Brisanz dieser Themen für den ländlichen Raum nicht zu verkennen. Gleichzeitig erhoffen die Landräte auch das Eintreten ihrer örtlichen örtlichen Abgeordneten für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung.
Die Landräte haben ihr gemeinsames Anliegen auch schriftlch der Gesund-heitsministerin in Bayern, Christa Stewens, in Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz und der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt mitgeteilt.
Bei ihrem Treffen befassten sich die sechs Landräte aber auch mit weiteren aktuellen grenzüberschreitenden Themen. Einigkeit bestand darin, dass der Jugendschutz bei Veranstaltungen deutlich verbessert werden muss. In Fragen der Rechtsverhältnisse im Donaumoos konnte eine Übereinstimmung zwischen den beiden betroffenen Landratsämtern Alb-Donau und Günzburg erreicht werden. Weitere Beratungsthemen waren in Leipheim der nationale Integrationsplan sowie die Überwachung von genehmigungspflichtigen Anlagen nach dem Immissionschutzrecht.
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