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Verabschiedung der Sommer-Abschlussschüler an der Ludwig-Bölkow-Schule

Alle Klassenbesten der Abschlussklassen mit Festredner Peter Knoll (Mitte hinten)
Am Freitag Nachmittag wurden an der Ludwig-Bölkow-Schule, Staatliche Berufsschule Donauwörth 320 Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Erstausbildung verabschiedet. Den musikalischen Auftakt übernahm in gewohnt souveräner Weise Gerhard Götz, der auch anschließend die Programmpunkte „swingend“ auflockerte.
Schulleiter Winfried Schiffelholz begrüßte neben den Absolventinnen und Lehrkräften als Ehrengäste die Dekane Othmar M. Kästle und Johannes Heidecker, den stellvertretenden Bürgermeister Jörg Fischer, den Kreishandwerksmeister Karl Kratochvil, den neuen Obermeister der Schreiner-Innung Donau-Ries Peter Schwab und besonders den Festredner Peter Knoll, Personalleiter der Fa. AGCO, Asbach-Bäumenheim.

In seinen Begrüßungsworten beglückwünschte Winfried Schiffelholz die Schüler zu ihrem bestandenen Abschluss und wies auch darauf hin, dass wohl einige von ihren Arbeitgebern übernommen würden, einige noch eine neue Stelle suchen, für manche ein Ortswechsel und die Trennung von „Hotel Mama“ anstehe und einige sich beruflich vielleicht ganz anders orientierten. Er wünschte für die Entscheidung gute und wohlmeinende Ratgeber und beruflich wie auch privat alles Gute für die Zukunft.
Auch stellvertretender Bürgermeister Jörg Fischer aus Donauwörth gratulierte den Jugendlichen zu ihrer ersten abgeschlossenen Berufsausbildung und hob besonders die 27 Schülern aus Hauptschulen hervor, die aufgrund ihres guten Berufsschulzeugnisses den „Mittleren Bildungsabschuss“ an der Berufsschule verliehen bekamen.
Kreishandwerksmeister Karl Kratochvil beglückwünschte die Jung-Gesellen in seinem Grußwort , forderte für die Zukunft aber auch ständiges Weiterlernen ein.

In der Festansprache erinnerte sich Peter Knoll an seine Berufsschulzeit hier - damals noch im provisorischen Lehrsaaltrakt, den jetzigen Werkstätten.
An die Absolventen gewandt beschrieb er deren Situation als eine „Zwischen-Station“ ihres Berufslebens. Nun gelte es den Anschluss-Zug nicht zu verpassen.
Ähnlich wie in einem Bahnhof müssten Sie sich immer wieder „orientieren“: „Bin ich mit meinem Wissen auf dem Markt gefragt? Ist diese Arbeitsaufgaben die Passende für mich? Füllt mich mein Beruf - die Tätigkeit aus? Könnte ich mehr – wenn ich nur dürfte?“
Peter Knoll führte weiter aus, dass die Jugendlichen unabhängig davon, welche Ausbildung sie nun heute abgeschlossen hätten, offen bleiben sollten für die Veränderungen im Berufsleben.
„Gute Vorgesetzte schätzen es, wenn ihre Mitarbeiter aktiv sind, Beiträge leisten, Vorschläge geben und Veränderungen anstreben“, so der Festredner.
Auch ein Studium aufzusatteln sollte in Betracht gezogen werden.
Und wenn der falsche Anschlusszug erwischt worden wäre, sollten sie nicht zögern, „umzusteigen“. Es gäbe dazu, spätestens - wenn die vielbesprochene Wirtschafts- und Finanzkrise vorbei sei - viele Möglichkeiten.
„Nur etwas aus IHREN Möglichkeiten machen – das müssen Sie schon selbst. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich – einen erlernten Beruf noch dazu bis zur Rente, beim selben Arbeitgeber auszuüben“, erläuterte der Redner.
Er endete mit dem Wunsch, dass die Abschlussschüler eine anregende, anspruchsvolle und gut bezahlte Stelle nach ihrer Ausbildung finden und antreten könnten, wünschte Ihnen beruflich und privat alles Gute für die Zukunft und sie sollten den Blick über den Tellerrand hinaus gerichtet halten.

In einer Powerpoint-Präsentation berichteten Schüler der Anlagenmechanikerklasse 10 mit ihrem Klassleiter Wilhelm Mühleidner über zwei Projekte, die sie im Rahmen ihres Fachunterrichts durchgeführt hatten.
vEinmal wurde eine alte, verrostete Parkbank wieder renoviert und erstrahlt in neuem Glanz. Die unansehnlichen Metall-Seitenteile wurden entrostet, gereinigt, mit Rostschutz versehen und neu lackiert. Die zugehörige neue Holzauflage fertigten Schüler aus dem BGJ Holztechnik unter Anleitung von Praxislehrer Hubert Müller. Das fertige „Prachtstück“ verschönert jetzt die Aula als Sitzgelegenheit für unsere Schüler.
vIm zweiten Projekt wurde ein alter Schleifstein aus seinem alten verfaulenden Holzgerüst entnommen, ein neues stabiles aus Metall hergestellt und der Schleifstein eingepasst. Das Schaustück war im Foyer der Aula ausgestellt und konnte von den Absolventen und Gästen getestet werden.
Durch beide Projekte konnten die Anlagenmechaniker auch den Mitschülern/innen aus anderen Abteilungen unserer Berufsschule einen Einblick in das weite Spektrum ihrer Arbeit bieten.

Im anschließenden Programmpunkt wurden die besten Schüler vom stellvertretendem Schulleiter Gerhard Meyer mit Buchgeschenken und Urkunden ausgezeichnet. Als jeweils Klassenbeste wurden folgende Schüler ausgezeichnet (in Klammern: Ausbildungsberuf, Ausbildungsfirma/ort):

Angela Zoller (Bürokauffrau, Woha, Donauwörth)
Günther Röthinger (Kaufmann Groß- und Einzelhandel, Hama, Monheim)
Beate Rauwolf (Industriekauffrau, JELD-VEN, Oettingen)
Johannes Linder (Fleischer, Birkenhof, Donauwörth)
Karolin Meitinger (Fleischereifachverkäuferin, Steinle, Aislingen)
Jennifer Kolb (Köchin, „Zur Wallfahrt“, Wemding)
Mathias Buelens (Tischler, Hoser, Aislingen), Josef Scheller (Tischler, Burgheimer, Burgheim), Daniel Sequens (Tischler, Wiedemann, Höchstädt)
Markus Ulrich (Tischler, Burgheimer, Burgheim)
Von den vorzeitig zur Prüfung Angetretenen:
Katrin Müller (Personaldienstleistungskauffrau, DIG Dienstleistungen, Augsburg)
Katharina Schad (Personaldienstleistungskauffrau, Manpower, Augsburg)
Bernd Kohler und Michael Rau ( Bankkaufleute, Kreis- und Stadtsparkasse Dillingen)
Stefan Schwarz (Industriemechaniker, Eurocopter, Donauwörth)
Alexander Loacher(Industriemechaniker, SPN, Nördlingen)
Jochen Sauer und Marco Friedl (Fluggerätmechaniker, Eurocopter, Donauwörth)
Michael Steger (Anlagenmechaniker, Graule, Nördlingen)

Am Ende der Veranstaltung spendeten die Dekane Othmar M. Kästle und Johannes Heidecker den kirchlichen Segen für die Absolventen und alle Anwesenden und wünschte Ihnen für die weitere Zukunft alles Gute. Abschließend sangen alle Anwesenden gemeinsam die Bayernhymne.
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