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Juhu, London! Freuten sich 25 Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth.

Auszubildende der Berufsschulklassen der Großhandels-, Büro- und Bankkaufleute beim Gruppenfoto mit den begleitenden Lehrkräften Nadine Bach und Kathrin Ferber in London am Strand der Themse vor der „Tower-Bridge“
Sechs Monate hatten sie sich auf den Aufenthalt in Großbritannien gefreut und vorbereitet. Nun war es endlich soweit und die Auszubildenden zu Kaufleuten im Groß- und Außenhandel, Bürokaufleuten und Bankkaufleuten wurden am „European College of Business and Management (ECBM)“ in London herzlich begrüßt.

Sie absolvieren dort einen dreiwöchigen berufsbegleitenden Kursus, der auf ihre bisherigen Ausbildungsinhalte aufbaut. Zum einen erlernen und üben sie berufsrelevante Techniken wie Präsentationstechniken und kundenorientierte Gesprächsführung ein. Zusätzlich können sie ihre Computerkenntnisse ausbauen und durch selbständige Erarbeitung interkultureller Themen eben interkulturelle Kompetenz erlangen, die in der heutigen Berufswelt wichtig ist und immer wichtiger wird. Aber nicht nur die theoretische Beschäftigung mit anderen Kulturen stellt für die Auszubildenden eine Herausforderung dar; sie lernen sich in einer europäischen Metropole zurechtzufinden, in der Menschen vieler Nationalitäten wohnen und arbeiten. Auch die Gastfamilien, bei denen die Schülerinnen und Schüler untergebracht sind, sind teilweise nicht nur von englischer Herkunft, sondern auch irisch, indisch oder pakistanisch.

Eine völlig neue Erfahrung wird für viele das Reisen mit der „tube“ sein, der Untergrundbahn Londons, die die Älteste der Welt ist und über ein weit verzweigtes Netz verfügt. Sie wird regelmäßig gewartet und modernisiert, was von den Reisenden immer wieder Flexibilität und Geduld abverlangt. Von den Gastfamilien, die sich alle im gleichen Vorort Londons befinden, bis zum College im Stadtzentrum benötigen die Auszubildenden ca. eine Stunde, teils zu Fuß und teils mit der „tube“. Am College absolvieren sie ganztägig ihre Kurse. Den Abend haben die Jugendlichen zur freien Verfügung.

Neben den üblichen Attraktionen Londons, die in der Freizeit besichtigt werden, ist ein Kulturprogramm anderer Art geplant, das eher die wirtschaftlichen Aspekte der Millionenstadt im Focus hat: die City of London (das historische und wirtschaftliche Zentrum), das Bank of England Museum, die Docklands und die Metallbörse Londons sind hier Ausflugsziele.

Unterstützung erfahren die Jugendlichen nicht nur von den begleitenden Lehrkräften der Ludwig-Bölkow-Schule vor Ort, sondern auch von Dozenten des ECBM und den Gastfamilien. Dass diese berufsbegleitende Maßnahme auch zur Verbesserung und Ausweitung der Englischkenntnisse der Auszubildenden führt, ist ein weiteres Plus, denn Englisch hat sich zu einer Lingua Franca, einer allgemeinen Verkehrssprache, im kaufmännischen Bereich entwickelt.

Möglich wurde dieser Aufenthalt durch Fördermittel aus dem Leonardo-Bildungsprogramm der EU und einem Eigenanteil der Schüler in Höhe von 1.000 Euro. Das Programm schließt mit diversen Zertifikatsprüfungen ab. Unter anderem haben die Auszubildenden die Möglichkeit, eine Zertifizierung zum Kaufmann/ zur Kauffrau International zu erlangen. Das ECBM ist durch die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer dazu ermächtigt, diese Zertifizierung anzubieten und abzunehmen. Die Auszubildenden dürfen nach bestandener Prüfung und nach Erhalt des Kaufmannsgehilfenbriefes diesen Zusatz führen.
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