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Gerhard Polt: "Circus Maximus" - der größte Zirkus, die Welt - im Donauwörther Tanzhaus

Gerhard Polt im Donauwörther Tanzhaus
 
Zugabe! - Na klar, das Publikum war begeistert ...
Gerhard Polt live in Donauwörth: Circus Maximus
Ganz Original: Szenische Lesung der Herbstzeitlese im Tanzhaus begeistert Publikum

Immer wieder gelingt es, dem Bibliotheksteam unter Leitung von Evelyn Leippert-Kutzner, renommierte und prominente Autoren, Künstler und Persönlichkeiten nach Donauwörth einzuladen, die für ein "volles Haus" sorgen: So auch Gerhard Polt, der nicht nur mit den Biermöslblosn immer wieder vor zahlreichem Publikum spielt, erzählt, singt und inszeniert.

Mit "Oskar Maria Graf", "Crème bavoroise - obatzt is" oder "Bayern open", allesamt Lesungen, faszinierte er nicht nur seinen stattlichen Fanclub, sondern alle, die sein authentisches Spiel, sein Erzählen und Gestalten in den Bann gezogen hat.

Die "Herbstzeitlese im November", kooperativ gestaltet durch Stadtbibliothek Donauwörth, die VHS und das Buchhaus Greno, präsentierte auch heuer wieder eine attraktive Veranstaltungsreihe, Lesungen, Ausstellungen und Präsentationen, die uns die Welt des Buches, kulturelles Leben ganz live, Literatur und Kunst, nahebringen, Events, die jedes Mal neu wirkliche Highlights im November darstellen.

So auch diesmal im Tanzhaus mit Gerhard Polt: Das war nicht einfach ein Vorlesen oder Erzählen - Polt schlüpfte immer wieder in Typen, Charaktere und Persönlichkeiten hinein, leuchtet gleichsam durch seine szenische Präsentation deren Eigentümlichkeiten, Ecken und Kanten, Anschauungen und Ideen, nicht selten skurril, manchmal grotesk, fast immer voll spritzigem Humor, ansteckendem Esprit deren Eigenwelten von innen her aus.

Ob exzessiver "Auto-Freak", Spezl, der ein Genie bei einer namhaften Versicherungsagentur kennt ("dem hat's vor gar nix graust!"), Mutter, die ihrem Sohnemann etwas wie ein "Monopoly-Spiel" schenkt ("es darf bloß net pädagogisch wertvoll sei!") oder eine weltreisende, ältere Dame, die ein "Adventure" ganz speziell kulinarischer Art erlebt ("... und dann kamen wir zu den Maneatern") - Polt erheitert, stimmt nachdenklich, immer originell, immer humorvoll, nicht selten voller Ironie, gesteigert zu explosiven Sarkasmen - allerdings ohne wirklich aggressiv-bissig zu werden, nun ja, zumindest wirkte seine szenische Lesung auch dann irgendwie liebenswert ansteckend, wenn es zur Sache ging, etwa mit Blick auf die Krise im Finanzwesen, Korruption und manches mehr ... .

Also nur "oberflächliche Unterhaltung"? Nein, gewiss nicht: Seine künstlerische Arbeit stimmt nachdenklich - und zwar gerade dann, wenn er in Menschen schlüpft, die sich bei ihrer Weltanschauung und/oder Lebensführung so gar nichts denken.

Insgesamt ein kurzweiliger, mitreißender und facettenreicher Abend, voller Humor, der auch durch ziemlich düstere Abgründe unseres modernen Lebens federleicht hindurchführte, ein kleines kommunikatives Abenteuer durch Mimik, Gestik, verbale und nonverbale Artikulationen, das einen ganzen Festsaal voller begeisterter Zuhörer und Zuschauer mit Esprit und jenem ganz besonderen "Polt-Feeling" ansteckte.-

Foto A1: Ganz Original: Gerhard Polt zur "Herbstzeitlese im November" im Tanzhaus Donauwörth mit "Circus Maximus". Humoristische Faszination pur.

Foto A2: Na klar: Da wurde Zugabe gefordert und gewährt. Gerhard Polt mit seiner szenischen Lesung faszinierte.
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1 Kommentar
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Erika Walther aus Augsburg | 19.11.2010 | 17:05  
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