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Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“ am 11./12. September im Landkreis Donau-Ries

  Auch der Landkreis Donau-Ries beteiligt sich am 11. und 12. September wieder am europaweiten „Tag des offenen Denkmals“, der in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ steht. Für alle, die sich selbst ein Bild von vergangenen, aber auch von intakten und wieder nutzbar gemachten Denkmälern in ihrer nächsten Umgebung machen wollen, stehen am zweiten September-Wochenende in Reimlingen, Hainsfarth und am Bockberg recht unterschiedliche historische Kultur-Stätten bereit.

Auf der zentralen Eröffnungsveranstaltung des Landkreises in Reimlingen bietet sich für die Bürger die Gelegenheit, das Areal mit dem nunmehr fast vollständig instand gesetzten ehemaligen Deutschordensschlosses und seinen Nebengebäuden als gewandelten Ort der Gemeinschaft, der Bildung und der Kultur in der Ortsmitte kennen zu lernen.

Landrat Stefan Rößle wird den Denkmal-Tag im Landkreis Donau-Ries im Schlossgebäude, dem heutigen Rathaus am Sonntag um 13 Uhr feierlich eröffnen. Gegen 13.30 Uhr berichtet Architekt Stefan Heppner über die Umnutzung des historischen Gebäudes in einem Vortrag in Wort und Bild “Zwischen Erwerb, Nutzungsfindung und Baudurchführung“.
Im Anschluss an den Vortrag gegen 14 Uhr führen Mitglieder des Fördervereins Schloss Reimlingen durch Schloss, Marstall und die Kavaliersgebäude des ehemaligen Schlossareals und lassen den Besucher den geglückten Wandel vom Aschenputtel zur Prinzessin erneut erleben. Weitere Führungen finden um 15 und 16 Uhr statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Instand gesetzte Altsubstanz und neue Gestaltungsformen in historischer Umgebung können die Besucher am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in Hainsfarth unmittelbar an Wörnitz und der Grenze nach Oettingen in Augenschein nehmen.
Dort wurde in den letzten Jahren – für viele unbemerkt – die für Oettingen geschichtsträchtige St.-Anna-Kapelle vom drohenden Verfall gerettet und ihre Zukunft mit hohem Einsatz des Förderkreises St.-Anna-Kapelle für uns alle gesichert. Im angrenzenden Friedhof wurden gar gänzlich neue Wege beschritten, umfängt dort doch ein „erLEBENspfad“ mit seiner Gestaltung jeden Besucher ganz individuell mit christlichen Glaubensinhalten und lädt zu Gesprächen über Freiheit und Grenzen, Ängste und Hoffnungen, Leben und Tod ein. Kreisheimatpfleger Dettweiler führt um 15 Uhr zum Thema „Reisen neu auf alten Wegen“.

Kulturellen Spuren aus deutlich älteren Epochen können die Besucher bereits am Samstag um 14 Uhr bei einer Führung mit Kreisheimatpfleger Bäcker am Bockberg bei Harburg begegnen, wo sich Verkehrs-, Siedlungs- und Kulturgeschehen ganzer Jahrhunderte bündeln. Hoch oben am „Bock“, mit dem Blick dem weit übersehbaren Lauf der Wörnitz von Nord nach Süd folgend bieten sich den Teilnehmern spannende Ein- und Ausblicke in oft nur oberflächlich vertraute Landschaften – und ihre teils unter der Erde verborgenen, teils aber auch offen sichtbaren Kulturschichten aus frühen Verkehrsachsen und Siedlungsplätzen.

Neben den Aktionen an diesen drei vom Landkreis koordinierten Veranstaltungen finden auch in vielen weiteren Gemeinden kostenfreie Führungen und Hausöffnungen zum Denkmaltag statt. Informationen hierzu, insbesondere auch zu den geplanten Veranstaltungen in Fünfstetten, Nußbühl und Nördlingen, finden sich im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Am Aktionstag der Denkmalpflege werden in ganz Europa jedes Jahr aufs Neue Tausende von Bau- und Bodendenkmälern, die sonst oft nicht frei zugänglich oder gar nicht auffindbar sind, ins verdiente Licht der Öffentlichkeit gerückt.
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