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Schicksal zeichnet die Wege des Lebens! (Die Eltern)

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Meine Mutter: geboren 1930 in Skopje
Bevor ich mit meiner fünfzig Jahre Deutschland Geschichte fortfahre möchte ich euch zur Vorgeschichte meine Eltern  und ihre Lebensstationen aufzeigen. Meine Eltern kamen 1956 als mein älterer Bruder 1 Jahr alt war aus Makedonien in die Türkei. Nach dem Zusammenbruch des osmanischen Reiches  im Balkan gab es immer wieder Rückführungen und Umsiedlungen der türkisch stämmigen. Da sie die Repressalien wie Enteignung, Änderung der Familiennamen  und vieles andere Schikanen nicht mit machen wollten beschlossen sie das Land ohne ,,Hab und Gut" zu verlassen.
Sie waren ein Jahr in der Türkei als ich in einem Vorort von Istanbul in Fener (deutsch Laterne), das Licht der Welt erblickte. Zwei Jahre nach mir folgte mein kleiner Bruder 1958.
Zu dieser Zeit arbeitete mein Vater bei der türkischen Eisenbahngesellschaft (TCDD) in Istanbul. Nach drei söhnen folgte 1962 noch ein Mädchen. Vor dieser Zeit nützte mein Vater die Chance des Anwerbeabkommens von 1961 und bewarb sich für Deutschland. So dass er seine Tochter gar nicht mehr sehen konnte. 
Er versprach uns nach zwei Jahren zurück zu kommen, daraus wurden vier Jahre. Im Jahre 1965 verstarb meine kleine Schwester mit nur drei Jahren und mein Vater konnte nicht kommen, denn die Reise mit Zug dauerte vier Tage.
Als er in die Türkei zurück kam hatte er von seinem gesparten Geld einige Strick-Maschinen gekauft und mit einem Partner sich in Istanbul auf dem Textil-Sektor Selbstständig gemacht.
Wie es der Schicksal will ging dieses Unternehmen Pleite und mussten Konkurs anmelden.
Zuerst versuchte er es mit kleineren Selbstständigen Arbeiten das nichts viel einbrachte.
Es gab nur eins so schnell wie möglich wieder nach Almanya, in das gelobte Land. Das war aber kein leichtes Spiel. 
Er verkaufte die Strick-Maschinen und dachte nur noch an eines....
Wie es das Schicksal will, kam ein Ingenieur aus Donauwörth von der Firma Waggon- und Maschinenbau GmbH Donauwörth (WMD) nach Istanbul um Arbeiter anzuwerben. Da mein Vater einigermaßen Deutsch sprach und schon in Donauwörth war hatte er gute Chancen.
Nach zwei Jahren Arbeit wollte er nicht ohne Familie in Deutschland bleiben, so entschloss er sich vor lauter Sehnsucht uns 1969 nach Deutschland zu holen.  

Fortsetzung in kürze: ,,Die ersten Tage in Deutschland" 
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 15.08.2019 | 08:40  
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Jürgen Daum aus Duisburg | 15.08.2019 | 11:12  
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 15.08.2019 | 19:20  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 17.08.2019 | 16:01  
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Roswitha Bute aus Soltau | 21.08.2019 | 08:02  
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