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Schweineseuche bei zwei Wildschweinen im Landkreis nachgewiesen

Bei routinemäßigen Untersuchungen wurden bei zwei Wildschweine aus dem westlichen Landkreis Antikörper gegen diese Krankheit festgestellt.

Diese Krankheit ist für den Menschen völlig ungefährlich. Haustiere wie Rinder, Schafe und Ziegen sowie Hunde und Katzen können aber erkranken.

Nachdem in Hausschweinebeständen die Aujeszkysche Krankheit (AK) nach intensiver und langjähriger Bekämpfung ausgerottet wurde, gilt Bayern seit 2004 als frei von dieser Tierseuche.
Im Rahmen eines Überwachungsplanes werden Hausschweine und auch erlegte Wildschweine regelmäßig auf die Aujeszkysche Krankheit (AK) untersucht.

Die AK verläuft bei neugeborenen Ferkeln tödlich, je älter die Tiere werden desto milder wird der Verlauf, bei ausgewachsenen Schweinen kommt es zu Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten.

Außer Haus- und Wildschweinen sind auch alle Wiederkäuer und Fleischfresser für die Krankheit empfänglich, wobei bei diesen Tieren die Krankheit immer tödlich verläuft. Erkranken diese Tiere, haben sie erhöhte Temperatur und schnellen Puls, die Futteraufnahme ist verringert. Die Tiere leiden unter starker Unruhe, unstillbarem Juckreiz, Speicheln und Zuckungen der Kopfmuskeln. Der Tod tritt innerhalb 48 Stunden ein.

Es gibt keine Möglichkeit der Behandlung und auch keine Impfung.
Da rohes Schweinefleisch und direkter Kontakt die Hauptansteckungswege sind, werden Hunde- und Katzenhalter aufgefordert jede Möglichkeit des Kontaktes zwischen Hund oder Katze und Wildschweinen zu vermeiden und keinesfalls rohes Schweinefleisch zu verfüttern.

Da die Krankheit bei Hausschweinen großen Schaden anrichtet, ist sie als anzeigepflichtige Tierseuche eingestuft und wird staatlich bekämpft. Um die Einschleppung der AK in Hausschweinebestände zu vermeiden sind Hygienemaßnahmen einzuhalten. Hausschweinehalter werden daher auf Ihre Verpflichtung hingewiesen Futter so zu lagern, dass Wildtiere keinen Zugang dazu haben. Des Weiteren wird auf die Notwendigkeit der Einfriedung bei größeren Betrieben hingewiesen.
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