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Lebenshilfe Donau-Ries wird von polnischer Delegation besucht

Empfang im Rathaus in Asbach-Bäumenheim hinten v.l.n.r.: Paul Kling,, Manfred Fleischer , Erich Geike, Eugenia Jahura , Hanna Majchrzak-Malik und Janusz Jahura. Vorne v.l.n.r.: Bürgermeister Otto Uhl, Marek Konwinski und Stanislaw Bronz
Eine Delegation aus Kalisz in Polen stattete der Lebenshilfe Donau-Ries einen Besuch ab. Mitglieder und Mitarbeiter der Behindertenorganisation „Milosierdziet“ nutzten den Erfahrungsaustausch um Anregungen für die eigene Arbeit in Polen zu gewinnen. Seit dem Jahr 2003 besteht eine offizielle Partnerschaft der Behindertenorganisation in Polen mit den Lebenshilfe-Werkstätten im Landkreis Donau-Ries und Dillingen. Die Werkstätten in Polen arbeiten schwerpunktmäßig in künstlerischer und therapeutischer Ausrichtung. Der Wunsch der Verantwortlichen ist jedoch, dass sich die Tätigkeiten der Menschen mit Behinderung hin zu produktiver Arbeit, je nach individuellen Möglichkeiten, weiterentwickelt. „Es ist jedoch in Polen immer noch sehr schwierig, Betriebe zu gewinnen, die Arbeiten an Behinderteneinrichtungen vergeben oder auch ausgelagerte Arbeitsplätze in den Industrieunternehmen anbieten“, so Stanislaw Bronz, Präsident der Stiftung.
Einige Ansätze aus der Konzeption der Lebenshilfe-Werkstätten wurden von der Stiftung in Polen übernommen und konnten auch umgesetzt werden.
Vor Ort in Asbach-Bäumenheim machten sich die Besucher ein Bild vom Baufortschritt des Wohnheimes für Menschen mit schweren Behinderungen. Werkstattleiter Johann Stöckl führte die Gäste anschließend die erst kürzlich bezogene Werkstätte in der Anton-Jaumann-Straße und erntete großes Lob für die behindertenfreundliche Gesamtkonzeption von Arbeit und Betreuung.

Höhepunkt des Besuches in Asbach-Bäumenheim war zweifelsohne der Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Uhl zu Ehren der polnischen Delegation. Bürgermeister Uhl hob in seiner Ansprache die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Lebenshilfe Donau-Ries hervor und lobte die gute Akzeptanz und Teilhabe der Menschen mit Behinderung in das Gemeindeleben.

Für die Stiftung „Milosierdziet“ bedankte sich Präsident Bronz für den Empfang und gab Einblicke in die Arbeit der polnischen Behindertenorganisation.

„Leider“, so Präsident Bronz, „fehlt uns in vielen Sozialbereichen in Polen die Rückendeckung und Unterstützung durch die Politik.“

Paul Kling, 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Donau-Ries, bedankte sich beim Bürgermeister für den Empfang und sicherte weiterhin die partnerschaftliche Unterstützung durch die Lebenshilfe Donau-Ries zu.

Besuche in Behinderteneinrichtungen in Nördlingen, Wertingen und Dillingen standen noch auf dem weiteren Besuchsprogramm der polnischen Delegation.
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