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Gesucht: Leihomas und Leihopas

Landrat Stefan Rößle (links) und der Familienbeauftragte Günter Katheder-Göllner präsentieren Plakat und Flyer zum Leihoma-Projekt
Werbeoffensive gestartet - Viele Partner ziehen am gleichen Strang
Leihomas sind heiß begehrt, die Nachfrage steigt. Dort, wo sie im Einsatz sind ist die Freude groß: Bei den Kindern, den Eltern und auch bei den Leihomas. Grund genug für den Landkreis Donau-Ries nun eine Werbeoffensive für dieses begehrte Angebot zu starten.
„Wir sind froh über die zahlreichen Partner, die uns bei diesem Vorhaben unterstützen“, erzählt Landrat Stefan Rößle. Er steht hinter diesem Projekt, denn für ihn ist es ein kleiner, aber sehr wichtiger Baustein für ein bedarfsgerechtes und familienfreundliches System der Kinderbetreuung im Landkreis Donau-Ries. Eine Arbeitsgruppe im Bündnis für Familie hat in den vergangenen Monaten Ideen entwickelt, um potentielle Leihomas und Leihopas auf dieses Projekt aufmerksam zu machen.
Vorgestellt wurden vom Landkreischef Rößle nun ein Plakat und ein Flyer, mit denen zukünftig im ganzen Landkreis für dieses Projekt geworben werden soll. „Wir sind sicher, dass in unserem Landkreis noch viel ehrenamtliches Potential schlummert“ meint dazu der Familienbeauftragte und Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner. Zusammen mit den fünf Leihoma-Stützpunkten will er dieses Potential wecken. „Wer gerne Zeit mit Kindern verbringt und eine neue Aufgabe sucht, für den kann der Einsatz als Leihoma genau das Richtige sein“, so Katheder-Göllner weiter. Auf keinen Fall wolle man engagierte Menschen aus anderen Projekten und Initiativen abwerben.
Persönlicher Kontakt wichtig
Eines können und sollen die neuen Werbemittel aber nicht ersetzen: „Am besten lässt sich dieses Anliegen immer noch im persönlichen Kontakt vermitteln“, so Waltraud Eberhardt, die sich seit langem im Leihomaprojekt engagiert.

Deswegen wollen die Beteiligten auch weiterhin Wege suchen, um potentielle Leihomas direkt anzusprechen. Gelegenheiten nutzen und dorthin gehen, wo wir Interessierte treffen! lautet das Prinzip der fünf Stützpunkte. Sie sei aber froh, so Eberhardt weiter, dass sie jetzt den Leuten bei diesen Gelegenheiten gleich Infomaterial in die Hand drücken kann. Und vielleicht werde bei dem ein oder anderen mit dem Plakat Interesse geweckt und er greife spontan zum Telefonhörer.
Ergänzt werden Flyer und Plakat noch durch einen kleinen Leitfaden. Wer sich konkret für ein Engagement als Leihoma und Leihopa interessiert, kann darin alles Wissenswerte von A bis Z nachlesen. Ob es um die „Aufgaben einer Leihoma“ geht oder um „Versicherungsfragen“, in kurzen, verständlichen Kapiteln erhält man Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Leihoma/-opa“.
Leihoma werden? Ganz einfach!
Warum gibt es im Landkreis (noch) nicht mehr Leihomas und Leihopas? Aus zwei Gründen, vermutet der Familienbeauftragte Katheder-Göllner. „Manche stellen es sich wahnsinnig schwierig vor, Leihoma zu werden; manche haben Angst davor, sich langfristig für etwas zu verpflichten.“ Beide Bedenken seien aber gar nicht nötig.
Natürlich sei Kontinuität wichtig. Aber Leihoma zu sein ist ein freiwilliges, ehrenamtliches Engagement. Leihomas entscheiden deshalb auch selbst, in welcher Form, wie oft und wie lange sie sich engagieren wollen. Und Leihoma zu werden, das sei nun wirklich ganz einfach. Fünf Schritte seien es bis dahin, die auch auf dem Flyer beschrieben werden:
1. Melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail bei einem unserer Stützpunkte oder besuchen Sie uns einfach vor Ort!
2. Informieren Sie sich bei uns über die Rahmenbedingungen und lassen Sie sich von den Erfahrungen unserer aktiven Leihomas berichten.
3. Äußern Sie Ihre Wünsche. Sagen Sie, wie viel Zeit Sie einbringen möchten. Klären Sie mit uns, welche Hilfe und Unterstützung sie noch benötigen, um als Leihoma vermittelt zu werden.
4. Starten Sie in einen neuen Abschnitt Ihres Lebens, mit einer neuen Aufgabe, neuen Freunden, dem Lachen der Kinder und dem Gefühl, etwas wirklich Wichtiges zu tun. Sie sind jetzt Leihoma bzw. Leihopa!
5. Bleiben Sie mit uns in Kontakt. Lernen Sie bei unseren regelmäßigen Infotreffen andere Leihomas und Leihopas kennen.
„Wenn auch nur zwanzig Interessierte den ersten Schritt tun und die Hälfte von ihnen irgendwann als Leihoma oder Leihopa startet, dann hat sich unsere Werbeoffensive schon gelohnt“ steckt Landrat Rößle die Ziele ab. Ein ehrgeiziges oder ein realistisches Ziel? Egal – im Interesse der Familien, die sich sehnsüchtig eine Leihoma wünschen, ist zu hoffen, das Landkreis, Bündnis für Familie und die Leihoma-Stützpunkte viele neue Leihomas und Leihopas gewinnen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin donauwörther | Erschienen am 04.03.2010
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