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Gemeinde-psychiatrischer Verbund wählt neuen Vorstand: Konstituierende Sitzung legt Kurs für nächste Zeit fest

von links: neu gewählter 2. Vors. Heiner Kopriwa (AWO), Corinna Duerdodt (Bezirk Schwaben), neu gewählter 1. Vors. Martin Gaertner (Caritas), Maximilian Monzer (Leiter Kompetenzzentrum, Bezirk Schwaben)
  Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV) im Donau-Ries des Bezirkes Schwaben als Rechtsnachfolger der PSAG – Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft – ist das beschlussfassende Gremium zur Planung der psychiatrischen Versorgung im Donau-Ries. Lt. Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert sollen hier alle neu zu planenden Einrichtungen und Dienste sowie bestehende vor der Beratung im Bezirk im Expertenkreis besprochen und Empfehlungen abgegeben werden. Damit sollen den regionalen Strukturen Rechnung getragen und besonders Experten vor Ort in die Planungen einbezogen werden. Durch den im vergangenen Jahr neu unterzeichneten Vertrag (wir berichteten) haben sich alle beteiligten Träger per Unterschrift zu einer Kooperation und engen Zusammenarbeit verpflichtet. „Nachdem dies aber im Donau-Ries ohnehin unter den Trägern Usus war und die Zusammenarbeit kollegial und sehr gut funktioniert, haben wir damit nur zu Papier gebracht, was bereits unserem täglichen Arbeitsstil entsprach.“ so der alte und neu gewählte Vorsitzende des GPV Donau-Ries, Martin Gaertner. Auf seiner konstituierenden Sitzung legte nun die Vollversammlung die Arbeit der kommenden Zeit fest. So wolle man sich an der Sozialkonferenz des Bezirkes zusammen mit den Landkreisen Dillingen und Günzburg als „Region Nordschwaben“ beteiligen. Zu diesem Thema gab es auch einige skeptische Kritiken ob der Größe dieser Region. Faktisch sei nur ein zugelassene/r Vertreter/in für drei große Landkreise zu wenig, um hier von einer effektiven Vertretung sprechen zu können. Der Bezirk wolle jedoch, so Maximilian Monzer, Leiter des Kompetenzzentrums des Bezirkes Schwaben, dass das Arbeitsgremium auch arbeitsfähig bleiben müsse und deshalb nicht zu groß sein dürfe. In diesem Zusammenhang bat man trotzdem die Bezirksräte, dieses Thema nochmals in den Bezirkstag mitzunehmen. Des Weiteren wurde angeregt, dass sich die Vorstände der GPV in ganz Schwaben unabhängig vom Bezirk treffen sollten, um gemeinsame Strategien in der Versorgung und auch übergreifende Probleme besprechen zu können. Einig waren sich alle, dass die Versorgung im Landkreis ausbaufähig sei und deshalb in den kommenden Sitzungen wieder einmal die Bedarfsplanung und –überprüfung mehr in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt werden soll. Weiterhin wolle man eng mit den beiden Bezirksräten Martin und Stadler zusammenarbeiten, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Region gezeigt hätten.

Martin Gaertner, Caritasverband und Heiner Kopriwa, AWO zum neuen Vorstand des GPV gewählt

In geheimer Wahl wurden die beiden neuen Vorsitzenden gewählt: Einstimmig wurde Caritas-Geschäftsführer Martin Gaertner als erste Vorsitzender und Heiner Kopriwa zum zweiten Vorsitzenden des Gemeindepsychiatrischen Verbundes im Donau-Ries gewählt. Maximilian Monzer und Corinna Duerdodt vom Bezirk Schwaben gratulierten als Wahlvorstände den beiden Vorständen, bedankten sich für die bisher gute Zusammenarbeit und wünschten ihnen alles Gute für die künftige Arbeit. Beide nahmen die Wahl für 2 Jahre an und freuten sich auf die Herausforderung auch das neue Gremium als Nachfolge der PSAG zu führen. Für den Rückhalt in der GPV Versammlung bedankten sich Gaertner, was aus seiner Sicht nicht selbstverständlich sei. Kopriwa und Gaertner bedankten sich besonders bei Erich Geike, Geschäftsführer der Lebenshilfe, Roland Vogel, Geschäftsführer der Diakonie und Erwin Rudolph, Geschäftsführer des BRK für die Unterstützung in der GPV Arbeit.
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