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Durchwegs positive Bilanz beim „Rollentausch“ bei der Lebenshilfe

Frau Fischer (2.v.l) beim Herrichten des Abendessens mit den Bewohnern und der Hausleiterin Monika Mirtschink
 
Johann Miller bei der Arbeit in der Frühförderung. Mit auf dem Bild Liane Ulrich (Leiterin der Frühförderung) und Sabine Hönle (Verwaltungsmitarbeiterin der Frühförderung)
„Sehr interessant“, so die einhellige Meinung der Beteiligten, waren die Einsätze im Rahmen der Aktion Rollentausch bei der Lebenshilfe Donau-Ries.
Als externen Mitarbeiter, der einen halben Tag lang in einer Einrichtung mitarbeitete, konnte der Sachgebietsleiter Johann Miller vom Bezirk Schwaben gleich zu Beginn der Aktion in der Frühförderung Eindrücke sammeln. In Zusammenarbeit mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen der Frühförderung bearbeitete er die Anträge für die Kostenzusagen, die er sonst als Mitarbeiter des Bezirks auf den Schreibtisch bekommt. „Interessant, wenn man auf der anderen Seite sitzt und sieht, wie viel Arbeit notwendig ist, bis so ein Antrag fertig ist“. So konnten dann auch einige Verwaltungsvereinfachungen besprochen und abgestimmt werden.

Anschließend ging es in eine Therapiegruppe, bei der Herr Miller die Therapie- und Fördermöglichkeiten in der Praxis kennen lernte und beim Mitmachen selbst auch ins Schwitzen kam. Das lautstarke „Tschüss“ der Kinder ließ erkennen, dass diese sichtlich Spaß mit „ihrem neuen Therapeuten“ hatten.
Gleich richtig mit „Handanlegen“ musste Gerhard Ostermeyer, der für den Berufsbildungsbereich in der Werkstätte zuständig ist, bei seinem Einsatz in der Hermann-Keßler Schule in Möttingen. Er war mit der Fachunterrichtsgruppe Werken im Wald, um einen Baum für den Maibaum der Schule zu fällen. Aber auch in anderen Gruppen wurde Herr Ostermeyer eingesetzt und sah viele Arbeiten der Berufsschulstufe als sehr passgenau für die zukünftigen Angebote im Bereich Arbeit abgestimmt. Beeindruckt war er von den Fördermöglichkeiten und der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung – Übergang Förderschule-Beruf“ in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst.

Frau Waltraut Fischer, Hauswirtschafterin der Hermann-Keßler-Schule wurde im Wohnheim Spitalhof herzlich willkommen geheißen, da etliche frühere Schüler mittlerweile im Wohnheim ihre neue Heimat gefunden haben. „Voller Stolz zeigten mir die Bewohner ihre Zimmer und alle gemeinsam genutzten Räume“ freute sie sich. Sie stellte fest, dass Dinge, die im Hauswirtschaftsunterricht gelehrt wurden auch wichtig für das zukünftige Wohnen im Wohnheim sind und deshalb eine Zusammenarbeit weiterhin sehr wichtig ist.

Dies konnte auch Frau Sigrid Eigner, Hausleiterin im Wohnheim Berger Straße, feststellen, die eine Arbeitsgruppe, in der Werkstätte besuchte. „Etliche Betreute müssen ganz schön flott arbeiten – aber die Menschen freuen sich, dass sie eine Aufgabe haben, die sie fordert und in der Werkstätte arbeiten dürfen“. Für Frau Eigner war es sehr interessant, einen Einblick in die Arbeitswelt ihrer Betreuten aus dem Wohnheim zu bekommen und einmal einen halben Tag mit ihnen zu arbeiten.

Dieser Rollentausch, bei dem überwiegend Lebenshilfe-Mitarbeiter einen anderen Bereich kennen lernten konnten, bewerteten die Organisatoren als durchwegs positiv. „Vielleicht sollten wir dies öfters machen, um das gegenseitige Verständnis unter den Einrichtungen dadurch zu fördern“, so Manfred Steger von der Organisation.
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