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Anti-Sucht Woche in Realschule Heilig Kreuz

Mit mehreren Veranstaltungen in der letzten Woche, organisiert von der Suchtbeauftragten Ursula Schliebe, machte die Knabenrealschule Heilig Kreuz auf Ursachen, Gefahren und Folgen von verschiedenen Formen der Suchterkrankungen aufmerksam und versuchte Hilfestellung zu geben.
Zuerst mit dem Theaterstück „Sprich mit mir!“, in dem die beiden Schauspielerinnen Andrea Feuchtenberger und Sonja Marten aus dem Ensemble des Weimarer-Kulturexpress, auch in der anschließenden Diskussion mit den Schülern der 7. bis 9. Klassen, die Gefahren der suchtartigen Nutzung der neuen Medien deutlich machten.

Sie verstanden es auf schülernahe Weise darzustellen, wie Online-Sucht beispielsweise durch Einsamkeit entstehen kann und welche einschneidenden Persönlichkeitsveränderungen damit einhergehen können: Die abenteuerliche Scheinwelt der Online-Umgebung wird zum alles bestimmenden Lebensinhalt, der selbst elementare Bedürfnisse bis zur vollkommenen Verwahrlosung verdrängen kann. So war dieses Theater für die Schüler nicht nur eine Abwechslung zum Unterricht, sondern brachte den ein oder anderen zum Nachdenken über seinen Umgang mit Computer, Smartphone und Internet.

Danach fand ein Elternabend der siebten Jahrgangsstufe mit dem Thema „Suchtfreie Erziehung“ statt. Als Dozent hielt Stefan Graßl, Präventionsfachkraft am Landratsamt Donau-Ries einen interessanten und mit vielen Beispielen gespickten Vortrag. Dabei ging er auf Themen wie legale und illegale Suchtmittel, Konsumverhalten von Jugendlichen, Suchtentstehung sowie Signale einer Suchtproblematik ein. Wichtig sei es, dass Eltern auf mögliche Signale einer Suchterkrankung bei ihren Kindern aufmerksam werden und Veränderungen wahrnehmen. Um einer möglichen Suchterkrankung bei Jugendlichen vorzubeugen erläuterte er, welche Lebenskompetenzen Eltern ihren Kindern vermitteln sollen. Dies sei nicht immer leicht und erfordere ein sehr hohes Maß an Verantwortung und Erziehungsarbeit. Stefan Graßl wies die Eltern auf die Hilfsmöglichkeiten im Landkreis, wie z. B. verschiedene Beratungsstellen hin und erläuterte die mitgebrachten Flyer und Infobroschüren. Anschließend gab es für die Eltern die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander zu diskutieren. Um einen Einblick in die Präventionsarbeit an Schulen zu bekommen, durften die Eltern auch die von der Präventionsfachkraft mitgebrachten „Rauschbrillen“ testen.

Diese Brillen, auch „Drunk-Busters“ genannt, simulieren einen Rauschzustand von 0,8 bzw. 1,3 Promille. Die Eltern durchliefen mit den Brillen einen Parcours, in dem verschiedene Hindernisse bewältigt werden mussten. Die Rauschbrillen fanden großen Anklang und es war für viele der Eltern interessant zu sehen, welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf die Wahrnehmung ausüben kann.
Abschließend bedankte sich Schulleiter Joachim Düsing bei den Eltern für das große Interesse, beim Vortragenden für seinen abendlichen Einsatz, bei Ursula Schliebe für die Organisation der Veranstaltungsreihe und machte schließlich darauf aufmerksam, dass zum Abschluss der Themenwoche Workshops in mehreren Klassen der siebten und achten Jahrgangsstufe der Knabenrealschule durch Stefan Graßl durchgeführt werden.
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