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Landrat Stefan Rößle fordert Stationierung eines weiteren Rettungshubschraubers in Nordschwaben

Landrat Stefan Rößle forderte in einem Schreiben den Vorsitzenden des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralamierung Augsburg (ZRF), Herrn Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl auf, dafür Sorge zu tragen, dass die bestehenden Defizite in der Notfallversorgung im Landkreis Donau-Ries beseitigt werden.

Bekanntlich hat sich Ministerpräsident Horst Seehofer für den Standort Augsburg und gegen eine Stationierung des neuen Rettungshubschraubers in Donauwörth ausgesprochen. Die Ausgangslage war eigentlich eindeutig durch ein Fachgutachten belegt: Unser Landkreis Donau-Ries ist vor allem im westlichen Teil unterversorgt. In diesem Gutachten wurde auch der Standort Donauwörth als optimaler Luftrettungsstandort bezeichnet. Der Kreistag des Landkreises Donau-Ries hat deshalb in seiner Sitzung am 20. Juli 2010 in Oettingen einstimmig eine Resolution verfasst, in der nochmals die Dringlichkeit einer Entscheidungslösung zum Wohle der Menschen und zum Abbau der Benachteiligung bzw. Unterversorgung im Donau-Ries appeliert wurde.

Die Kreispolitiker waren sich einig, dass die Stationierung des neuen Rettungshubschraubers keine Frage des Prestiges sein darf, sondern sie muss sich am Bedarf der Menschen in der Region orientieren.

Daher fordert Landrat Stefan Rößle in seinem Schreiben, dass der Landkreis Donau-Ries als Mitglied im ZRF ebenso einen Anspruch auf eine optimale Versorgungsstruktur hat wie die ürbrigen Verbandsmitglieder. Eine Benachteiligung bzw. Unterversorgung im Landkreis Donau-Ries wird nicht hingenommen. Landrat Stefan Rößle hat deshalb über den ZRF einen weiteren Rettungshubschrauber zur Absicherung der Notfallversorgung in Nordschwaben beantragt.

Zur Information:
Mitglieder im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) welcher seinen Sitz in Augsburg hat sind:
  • die Stadt Augsburg sowie die Landkreise Aichach-Friedberg, Augsburg, Donau-Ries und Dillingen.
  • Vorsitzender des Zweckverbandes ist der Augsburger OB Dr. Kurt Gribl.


Aufgaben des ZRF sind:
  • Gemäß § 4 seiner Satzung hat der ZRF die Aufgabe, den Rettungsdienst entsprechend den Bestimmungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG) und den zu seiner Ausführung erlassenen Vorschriften im Verbandsgebiet wahrzunehmen, eine Integrierte Leitstelle (ILS) zu errichten sowie ab dem Zeitpunkt der Funktiontüchtigkeit der ILS (diese befindet sich in Trägerschaft der Stadt Augsburg, Amt für Brand- und Katastrophenschutz) die Alarmierung der Feuerwehren mit zu übernehmen. Exemplarisch ist hier die Notfallrettung, der Krankentransport und der Rettungsdienst zu nennen.
  • Bei dem Zweckverband handelt es sich um eine gemeinnützige Einrichtung ohne Gewinnerzielungsabsicht.
  • Aufgrund des Sitzes des ZRF in Augsburg übernimmt die Stadt Augsburg für die übrigen Kreisverwaltungsbehörden die Aufgabe der Rettungsdienstbehörde und vollzieht die einschlägigen Rechtsvorschriften.


Verbandsräte aus dem Landkreis Donau-Ries sind:
  • Landrat Stefan Rößle, Kreisrat Dr. Robert Fischer, Kreisrat Jürgen Landgraf
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