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Rundgang durch die Altstadt und entlang der Stadtmauer von Dinkelsbühl, Ostteil

Liebe Stadtwächter, gewährt mir bitte Einlass in die Altstadt von Dinkelsbühl und ins "Haus der Geschichte"
 
Stadtmodell der historischen Altstadt einschließlich ihrer Stadtmauern von Dinkelsbühl; zu sehen im alten Rathaus.
Dinkelsbühl: Stadtrundgang | Bei unserem östlichen Abschnitt des Stadtrundgangs erreichten wir zu früh das südöstlich gelegene Nördlinger Tor.

Denn das „Museum 3. Dimension“ in der neben dem Tor befindlichen ehemaligen Stadtmühle öffnet erst 11 Uhr seine Pforten. Soviel schon vorweggenommen; das Museum ist für Erwachsene, Jugendliche, aber auch für Familien mit Kinder, gleichermaßen geeignet.  Auf vier Etagen kann man Holographie, 3D-Fotografie, 3D-Anaglyphen, Magic Eyes, Vexierbilder und andere optische Täuschungen bestaunen; weltweit einmalig, spielerisch und unkompliziert Es ist schon erstaunlich, wie leicht sich das Gehirn hinters Licht führen lässt.
Obwohl sich bei so einem Schmuddelwetter, ein Museumsbesuch geradezu aufdrängte, blieben wir später 11 Uhr trotzdem die einzigen Besucher.

Da sich der Regen verstärkte waren es keine guten Bedingungen zum Warten. Also vorher noch eine Runde drehen.
Stadtmühglengraben und Wörnitz zeigte schon leichtes Hochwasser. Wir liefen außerhalb der Stadtmauer über die Wörnitzinsel nordwärts, denn mich interessierte der Bäuerlinsturm. Schließlich ist er mit seinem charakteristischen Fachwerkgeschoss und dem steil abgewalmten Satteldach (16. Jahrhundert) das Wahrzeichen der Stadt Dinkelsbühl.

Im starken Regen nur schemenhaft zu erkennen taucht als nächsten  der Henkersturm und der Dreigangsturms mit der kleinen Bastei auf.
Ab diesem Wachturm, einem schlanken unverputzter Rundturm aus Haustein mit Kegeldach verläuft die Mauer der Stadterweiterung vorbei am Wörnitztor bis zur Spitalanlage identisch mit der staufische Stadtmauer der, ersten Befestigung von Dinkelsbühl.

Sehr gut kann man übrigens das Stadtmodel im „Haus der Geschichte“ sehen.

Am Wörnitztor, mit seinen Buckelquadern aus der Stauferzeit das älteste der vier Stadttore (frühes 13. Jahrhundert), gelangten wir wieder in die Altstadt. Nur hier und bei der Stadtmühle sind noch Reste des ehemaligen Wehrganges erhalten und begehbar (nicht so wie in Nördlingen, wo der Wehrgang noch komplett erhalten und überdacht begehbar ist).

Hier betreten wir den Altrathausplatz einer der schönsten Plätze in Dinkelsbühl.
Er wird eingerahmt vom Quaderbau des Alten Rathauses. Mit dem Areal des Karmelitenklosters eine der Keimzellen der Stadt (das hier untergebrachte Museum "Haus der Geschichte Dinkelsbühl – von Krieg und Frieden" besuchen wir am noch am Ende meines Artikels).
In der Platzmitte steht der Löwenbrunnen. Inmitten einer achteckige Brunneneinfassung aus Eisengussplatten mit Wappenornament steht eine steinerne Brunnensäule mit Löwe 16. Jahrhundert (Erweiterung 1715).

Etwas eingezwängt in Fachwerkhäuser steht das Münsters St. Georg.
So wie beim Nachtwächterspaziergang und der Stadtführung (an der wir am Sonntagnachmittag als einzige Gäste teilnahmen) wollen wir nun ab dem Eingang des Münster St. Georg einen kurzen Rundgang durch den geschichtsträchtigen nordöstlichen Teil der Altstadt unternehmen.
St. Georg ist eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands mit romanischem Turmportal.
Witterungsbedingt war es für Innenaufnahmen leider zu dunkel; mit Ausnahme einiger ge-blitzter Aufnahmen von der Miniatur-Altstadt Krippe
Hier stand nämlich noch auf 60 Quadratmetern eine detailreiche, erleuchtete Miniatur-Nachbildung über das das weihnachtliche Treiben in der Altstadt von Dinkelsbühl.

Auf das Maßwerk am südlichen oberen Chorfensters, das sogenannte "Brezenfenster" wird wohl jeder Tourist aufmerksam gemacht. Es ist eine Stiftung der Bäckerzunft – und welche Zunft hat die anderen Chorfenster gestiftet?
Vor dem Südchor der Kirche steht auch ein Denkmal eines der berühmtesten Söhne der Stadt – nämlich von Christoph von Schmid – dem Verfasser des berühmten Weihnachtsliedes “Ihr Kinderlein kommet”. Im Museum nebenan ist ihm ein ganzer Raum gewidmet.

Bevor wir den Rundgang fortsetzen noch ein Blick auf ein Wandbild vor dem „Café am Münster Dinkelsbühl“. Es bezieht sich auf eine Sage der „Kinderlore“ zur Rettung der Stadt während des 30-jährigen Krieges.
Doch wer mehr zum seit Jahrhunderten gefeierten Fest der „Kinderzeche“ erfahren will lese bitte hier nach:
Kinderzeche in Dinkelsbühl
Eintrittskarten und Hotelplätze für diese Festwoche sollen schon für die nächsten Jahre aus-gebucht sein…!

Natürlich sind wir noch entlang der Nördlinger Straße zum Museum 3. Dimension gegangen und haben das „Haus der Geschichte besucht“.
Statt weiterer ermüdender Bemerkungen lasse ich für diejenigen die es noch interessiert ein paar Fotos sprechen.
Doch für einen Besuch der garantiert gleichfalls reizvollen Nebenstraßen im Süd-Westteil der Altstadt reichte die Zeit einfach nicht aus.
Soviel ist gewiss, wir kommen wieder, möglichst mit mehr Zeit im Gepäck.
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3 Kommentare
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Thomas Ruszkowski aus Essen | 25.01.2019 | 11:42  
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Günther Gramer aus Duisburg | 25.01.2019 | 12:59  
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Werner Szramka aus Lehrte | 25.01.2019 | 16:11  
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