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Windstützpunkt - Übergabe des Förderbescheides

Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber hat die beiden Landkreise Dillingen und Günzburg zum Windstützpunkt ernannt. Bei der Übergabe des Förderbescheides in der Berufsschule Lauingen (Donau) von links nach rechts: Stellvertretende Landrätin Cilli Ruf, Landrat Leo Schrell, Umweltminister Dr. Marcel Huber, MdL Georg Winter, MdL Prof. Dr. Georg Barfuß, Bürgermeister Wolfgang Schenk.
„Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir die Menschen auf dem Weg der Umsetzung mitnehmen und für regenerative Energien sensibilisieren.“ Dies betonte Landrat Leo Schrell bei der Übergabe des Förderbescheides zur Errichtung eines Windstützpunktes bei der Berufsschule Lauingen (Donau) durch den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Marcel Huber.

Zielsetzung des gemeinsamen Windstützpunktes der beiden Landkreise Dillingen und Günzburg ist nach Aussage des Landrats, Impulse für die regionale Windenergienutzung zu geben, die Bürgerbeteiligung zu fördern und die Akzeptanz für die Windkraft als effiziente Technologie im Besonderen und für regenerative Energien im Allgemeinen zu stärken.

Der Windstützpunkt wird als Bestandteil des „Schwäbischen Informationszentrums für regenerative Energien“ in den bisherigen Räumen der Verwaltung der Berufsschule errichtet. Die Investition und der laufende Betrieb wird vom Bayerischen Umweltministerium mit einmalig bis zu 150.000 Euro gefördert.

„Dank der Förderung können wir voraussichtlich bis Mitte des Jahres das Informationszentrum schaffen“, dankte der Landrat Staatsminister Dr. Marcel Huber für die Entscheidung, den Windstützpunkt an der Berufsschule Lauingen (Donau) zu fördern. Gleichzeitig dankte der Landrat dem Vorsitzenden des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen, MdL Georg Winter, sowie MdL Prof. Dr. Georg Barfuß für ihre Initiativen, den Ausbau der regenerativen Energien seitens des Freistaates Bayern durch gezielte Förderprojekte nachhaltig zu unterstützen.

Bei der Übergabe des Förderbescheides betonte der Landrat, dass der Standort Lauingen ein geeignetes Umfeld und damit optimale Voraussetzungen für den Betrieb des Stützpunktes biete. So seien geeignete Räumlichkeiten vorhanden. Zudem werden an der Schule junge Menschen zum Teil aus dem gesamten Süddeutschen Raum in umwelttechnischen Berufen ausgebildet. „Dies ist eine ideale Kombination, um den Menschen die Vorteile wie Effizienz und regionale Wertschöpfung regenerativer Energien näherbringen zu können“, zeigte sich Schrell überzeugt. Daneben seien in der näheren Region bereits größere Freiflächenvotovoltaik-, Biogas-, Wasserkraft- und Windkraftanlagen in Betrieb, anhand derer der praktische Einsatz und Nutzen regenerativer Energien vermittelt werden können. Die objektive Information und Aufklärung der Bevölkerung über die Wirkung, Effizienz und Nachhaltigkeit regenerativer Energien, vor allem auch der Windkraft, hält Landrat Leo Schrell für unumgänglich. Dies werde daran deutlich, dass es in der Region rund 76.000 Unterschriften gegen die Errichtung des Zwischenlagers beim Kernkraftwerk Gundremmingen gegeben habe, er aber dennoch regelmäßig Widerstände und Bedenken in der Bevölkerung gegen den Ausbau regenerativer Energien registriere.

Deshalb soll als Kernbereich des Windstützpunktes zunächst ein Informationszentrum errichtet werden, in dem die Bevölkerung anhand von Führungen, Vorträgen, Ausstellungen und Beratungsgesprächen zu den Möglichkeiten des Einsatzes regenerativer Energien bei der Strom- und Wärmeerzeugung informiert werden kann. Der Fokus soll nach Ansicht des Landrats dabei auf eine frühestmögliche Umweltbildung gelegt werden. Deshalb soll das Informationszentrum vorrangig auch für Schulklassen zugänglich sein. Daneben ist eine Kooperation mit den Bildungseinrichtungen in der Region, wie der Akademie für Lehrfortbildung und Personalführung, dem Bildungszentrum in Lauingen und dem Technologiezentrum Westbayern in Nördlingen geplant. „Dies ist die Besonderheit zu den bisher genehmigten Windstützpunkten in Bayern und unterstreicht den Anspruch des Landkreises als Bildungsregion“, zeigte sich Leo Schrell vom Konzept überzeugt.

Neben dem Informationszentrum sieht das Konzept für den Betrieb des Windstützpunktes in einem weiteren Schritt die Errichtung eines Lehrpfades vor, dessen Standort noch nicht endgültig festgelegt ist. Daneben soll die Kooperation mit Einrichtungen der Technologie und Forschung einen Schwerpunkt bilden.

Die Stellvertretende Landrätin des Landkreise Günzburg, Cilli Ruf, betonte, dass den Landkreis Günzburg das Konzept für den gemeinsamen Windstützpunkt überzeugt habe und signalisierte die Bereitschaft, entsprechende Kooperationsprojekte zu unterstützen, um auch im Landkreis Günzburg die Bevölkerung für den Ausbau regenerativer Energien wie der Windkraft zu sensibilisieren.

Mit Blick auf die vielfältigen Aktivitäten des Landkreises auf dem Gebiet des Einsatzes regenerativer Energien sieht Landrat Leo Schrell den Landkreis Dillingen in einer Vorreiterrolle. So werde bereits jetzt im Landkreis mehr Strom auf Basis regenerativer Energien erzeugt als insgesamt verbraucht werde. Dennoch zeige die von eza! im vergangenen Jahr erstellte Potenzialanalyse noch ein großes Potenzial für den Ausbau regenerativer Energien im Landkreis, vor allem auch bei der Windkraft, auf. Damit sei unweigerlich auch Konfliktpotenzial verbunden. „Um dieses zu reduzieren, ist Aufklärung notwendig und dabei wird der Windstützpunkt sehr hilfreich und wertvoll sein“, betonte Schrell.
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