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Landrkreis Dillingen a. d. Donau auf dem Weg zur Energieautarkie

Auf dem Weg zur Energieautarkie sieht Landrat Leo Schrell den Landkreis Dillingen a. d. Donau. Bestätigt fühlt sich der Landrat dabei durch die im Kreistag vor wenigen Tagen vorgestellte Potenzialanalyse für die Erzeugung regenerativer Energien. Zu erreichen sei die Autarkie jedoch nur dann, wenn die Erzeugungspotenziale vorrangig im Bereich Photovoltaik, Wind und Biomasse ausgeschöpft werden. So bestehen neben der Windkraft vor allem auch bei der Installation von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen mit rund 600.000 MWh noch große Potenziale. Derzeit sind im Landkreis vom Gesamtpotenzial von 2.500.000 MWh rund 27 Prozent genutzt.

Um auch im Bereich der Wärmeversorgung eine Autarkie zu erreichen, müssen nach Ansicht des Landrats die enormen Einsparpotenziale bei der energetischen Gebäudesanierung genutzt werden. Damit könne ein weiterer wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen, umweltfreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung sowie einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende geleistet werden. So würde allein die Umstellung sämtlicher Heizanlagen auf Brennwerttechnik knapp 100.000 MWh Wärme pro Jahr einsparen.

"Das Ziel, möglichst viel Energie im Bereich der Wärmeversorgung einzusparen, kann nur durch Erhöhung der Sanierungsrate bei der Gebäudesanierung und die Schaffung von Anreizen, beim Austausch von Heizungsanlagen im privaten Bereich Brennwerttechnik einzusetzen, erreicht werden“, ist Schrell sicher. Der Landrat hat sich deshalb in einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange und Gabriele Fograscher sowie den Berichterstatter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, MdB Georg Nüßlein, gewandt. Darin macht Leo Schrell deutlich, dass die Energiewende nach seiner Überzeugung nur gelingen kann, wenn es beim Ausbau der regenerativen Energien keine Tabus gebe, der Netzausbau insbesondere im Niederspannungsbereich forciert und die Entwicklung geeigneter Speichertechnologien endlich angestoßen werde. „Wollen wir gemeinsam ökologisch und ökonomisch nachhaltig handeln, müssen der Bund, die Länder, die Kommunen und die Unternehmen der freien Wirtschaft in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich Initiative ergreifen“, sieht der Landrat andernfalls die Gefahr des Scheiterns der Energiewende.

Aus diesem Grund fordert der Landrat vom Bund, durch eine adäquate Mittelausstattung der vorhandenen Förderprogramme sowie der Fortführung Anreize zum Austausch der Heizungsanlagen und zur energetischen Gebäudesanierung zu schaffen. Gleiches gelte für die Nutzung des Potenzials von Biogasanlagen, die ohne Wärmenutzung am Netz sind, sowie für den Ausbau der Solarthermie und Umweltwärme bei der Bereitstellung von Wärme.

Die Potenzialanalyse steht im Internet unter www.landkreis-dillingen.de zum Download zur Verfügung.
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