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Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes für die Bachmuschel

Einvernehmlich sollen Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Lebensraumes für die Bachmuschel im Nebel-, Kloster-, Brunnen- und dem Pulverbach sowie der Kessel ergriffen werden. Dies ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung, zu der die untere und die höhere Naturschutzbehörde Vertreter der betroffenen Kommunen, Landwirte, das Wasserwirtschaftsamt und den Bund Naturschutz eingeladen hatte.
In kleineren Arbeitskreisen, so die zuständige Abteilungsleiterin am Landratsamt, Regierungsdirektorin Christa Marx, sollen deshalb die Kommunen gemeinsam mit den Fachbehörden und den Landnutzern entsprechende Maßnahmenkonzepte erarbeiten.
Konkret wurde bei der Veranstaltung Bürgermeister Wilhelm Gumpp von der Gemeinde Blindheim. Er schlug vor, das Ziel, den Lebensraum für die Bachmuschel zu erhalten, mit Maßnahmen einer ökologischen Hochwasserrückhaltung entlang den betroffenen Bächen und Flüssen zu verbinden, in denen ein Vorkommen bekannt ist.
Den dringenden Handlungsbedarf unterstrich dabei Dr. Bernhard Gum von der Muschelkoordinationsstelle Bayern bei der TU München. Er wies darauf hin, dass Schwaben ein Schwerpunktgebiet für Bachmuschelvorkommen sei und die Vorkommen im Landkreis Dillingen von europaweiter Bedeutung gewesen seien, zwischenzeitlich die Bestände jedoch in beängstigender Weise abnehmen würden. Ursache hierfür seien nach Aussage von Dr. Gum Gewässerverunreinigungen und Gewässerunterhaltungsmaßnahmen und der stark zunehmende Bisamfraß. Besonders besorgniserregend sei der Rückgang des Muschelbestandes nach Aussage von Dipl.-Biologin Carolin Stoll im Brunnenbach.

Positiv wurde die Ankündigung aufgenommen, dass die Landwirte aus Schwennenbach ein geeignetes Gerät für eine möglichst schonende Grabenräumung anschaffen und künftige Unterhaltsmaßnahmen in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde vornehmen wollen.

Um vor allem für Trockenperioden entsprechend gewappnet zu sein, ist seitens der Unteren Naturschutzbehörde beabsichtigt, die in der Gemarkung Unterliezheim liegenden und im Eigentum des Landkreises befindlichen Weiher für ein Wasserreservoir umzugestalten, um damit ggf. trockenliegende Muschelbestände im Nebelbach bei einer längeren Trockenperiode befeuchten zu können.
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