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"The PiccaDilly's" faszinierten im Dillinger Stadtsaal

Wann? 02.06.2011 19:00 Uhr

Wo? Stadtsaal am Kolpingplatz, Dillingen a.d.Donau, Adolf-Kolpingplatz 1, 89407 Dillingen an der Donau DEauf Karte anzeigen
(von links) Dirigent Klaus Nürnberger, Jens-Christan Bärenz (E-Bass) und Christian Kempter (Schlagzeug) boten mit den PiccaDilly's ein außergewöhnliches Konzert
Dillingen an der Donau: Stadtsaal am Kolpingplatz, Dillingen a.d.Donau | 33 Damen im dunklen sommerlichen Outfit und 10 bewegliche Herren auf der Bühne des Stadtsaales erfreuten, überzeugten, begeisterten und wurden bald von den Beifallswogen des Publikums getragen. Die PiccaDilly's, die bei ihrem Auftritt nichts dem Zufall überließen, lieferten eine Performance mit Vorzeigecharakter. Eine stimmige Regie tauchte sie in das passende Licht, Begleitband und Chor wurden ideal abgemischt und eine erfrischende Moderation (Angelika Miller und Rainer Hörmann) nahm die Zuhörer im gut besuchten Saal mit auf eine vergnügliche Reise durch die Chormusik. Die PiccaDilly's waren immer schon ein Synonym für impulsives Singen, für jazzige Stücke, für Rhythmus im Blut. Neu diesmal, wie sie den Nerv der (älteren) Besucher trafen, als da plötzlich die Beatles ("All you need is love") abgelöst wurden von "Kein schöner Land" oder Michael Jackson ("Heal the world") von der "Loreley". A-Cappella-Gesang vom Feinsten wie auch in "Sleep" von Eric Withacre, wo der Chor klangfarbenstark vom Wachen zum Träumen kam. Schwebend leicht das "Uti var hage", ein schwedisches Mitsommernachtslied in der Landessprache, in dem Klaus Nürnberger ein tonschönes Solo beisteuerte. Ungewöhnlich, dass die Soli ausschließlich den Männern vorbehalten blieben. Kein Wunder, hatten sie doch in ihrem Organisationschef Rainer Hörmann eine vorzüglichen Interpreten, der seine Mitstreiter ("All night long" zu zweit, "The largest time" zu dritt oder in "Nur für dich" zu fünft) zu Höchstleistungen anspornte. Ganz fulminant beim "Uptown girl", als alle 10 mit Dirigenten am Bühnenrand eine spritzige Show hinlegten, von den Damen im Hintergrund schwungvoll angefeuert.

Klasse, mit welch sprachlicher Leichtigkeit, mit Eleganz und Temperament die "Lautmalereien" nur so dahinsprudelten z.B. bei "Ranalana Ding Dong", bei "Fun, fun, fun" oder "Who put the bomb". Wie elektrisiert spürten die Sängerinnen und Sänger den Originalen in vortrefflichen Arrangements nach. Hier hatte Klaus Nürnberger eine sicheres Händchen, beim Dirigieren selbstredend auch. Selbst der vertrackte Rhythmus im Titelsong "It's my life" gelang exakt, glasklar, mitreißend. Ein Kompliment an Christan Kempter, der mit dem Schlagzeug für rhythmisches Feeling sorgte, an Jens-Christian Bärenz am E-Bass mit funkelnden walking-lines und Eva Horner am Seiler-Flügel mit harmoniegebendem Sound-track. Begeisterter Beifall, dem drei Zugaben folgten.
Das gleiche Konzert wird am 4. Juni in der Alten Synagoge in Binswangen und am 5. Juni im Rittersaal auf Schloss Höchstädt jeweils um 19.00 Uhr wiederholt.
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