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Treffen zum Informationsaustausch für den richtigen Umgang mit Krankheitserregern

Zum bereits zweiten Informationsaustausch zum richtigen Umgang mit multiresistenten Krankheitserregern in Kliniken und Praxen trafen sich auf Einladung des Gesundheitsamtes Dillingen ca. 50 Vertreter der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens im Landkreis Dillingen.

Neben den Chefärzten der einzelnen Abteilungen an den beiden Krankenhäusern der Kreisklinik Dillingen-Wertingen gGmbH und den operierenden Belegärzten waren auch niedergelassene Fach- und Hausärzte sowie Führungskräfte der Senioren- und Behinderteneinrichtungen bzw. der ambulanten Pflege- und Krankentransportdienste im Landkreis anwesend.

Nachrichten von Hygieneskandalen haben die Öffentlichkeit in den letzten Monaten aufgeschreckt und auf die Notwendigkeit der Einhaltung von Hygienestandards hingewiesen. Krankheitserreger werden u.a. durch zu sorglosen Umgang mit Antibiotika zunehmend gegen diese wichtigen Medikamente resistent und breiten sich besonders auf Intensivstationen aus. Deshalb sind von den Erregern vor allem die Menschen betroffen, die bereits durch schwere Vorerkrankungen geschwächt sind.

Die Teilnehmer des zweiten Informationsaustausches verständigten sich deshalb auf die Einhaltung einvernehmlich festgelegter hygienischer Standards.
Zwei Arbeitsgruppen erarbeiteten dazu Maßnahmenpläne, mit denen speziell die Weiterverbreitung des häufigen MRSA-Erregers verhindert werden soll. Die konsequente Händedesinfektion wurde dabei als besonders wichtig angesehen. Mit einem für den Landkreis entwickelten MRSA-Ausweis kann die betroffene Person erstmals in eigener Verantwortung die medizinischen Einrichtungen über ihre Infektion informieren und damit Risiken für sich selbst und andere kranke Menschen reduzieren.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes Dillingen, Dr. Uta Kastner, hatte die Veranstaltung federführend koordiniert. Sie dankte namens von Landrat Leo Schrell für die erfolgreiche und fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Kooperation sei vorbildlich in Schwaben und ein wichtiges Instrument zur Vorbeugung und Eindämmung der Weiterverbreitung multiresistenter Erreger, betonte Kastner.
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