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Informationsfahrt Kreistag 2013

Eine beeindruckende und theologisch hintergründige Führung in der Wallfahrtskirche „Zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“ war der Höhepunkt der diesjährigen Informationsfahrt des Kreistages Dillingen und der Bürgermeister. Die Gruppe wurde dabei vom früheren Stadtpfarrer von St. Peter in Dillingen, Monsignore Gottfried Fellner, geführt, der seit 1. September 2012 an der Wieskirche als Kurator wirkt. Mit dem Besuch kam Landrat Leo Schrell der Einladung Fellners nach, die Wieskirche anlässlich der 275igsten Wiederkehr des Tränenwunders vom 14. Juni 1738 zu besuchen. Das Tränenwunder, das damals von der Familie der Wieshofbäuerin Maria Lori beobachtet wurde, wurde zum Ausgangspunkt der Wallfahrt auf die Wies. Die daraufhin zuerst erbaute Wieshofkapelle wurde im Laufe der Jahre zu klein und wurde von 1745 bis 1754 durch den Bau der heutigen Wieskirche ersetzt, die seit 1983 in die Liste der Denkmäler aufgenommen ist, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Die Gruppe staunte über die Einzigartigkeit der Wieskirche, die in der Harmonie aus theologischer Glaubensaussage, künstlerischer Gestaltung, der einmaligen Lichtführung und der Akustik besteht. Letzeres durften die Kreisräte und Bürgermeister bei einem kurzen Orgelkonzert mit Orgelmusik aus dem Pfaffenwinkel erleben.

Vor dem Besuch der Wieskirche wurden die Teilnehmer der Informationsfahrt im Landratsamt in Weilheim vom Landrat des Landkreises Weilheim-Schongau, Dr. Friedrich Zeller, empfangen, der die Eigenarten seines Landkreises vorstellte. So ist der Kreis sehr stark von landschaftsbestimmenden Gewässern wie dem Lech, der Ammer und der Loisach geprägt. Mit großem Interesse verfolgten die Dillinger Kreisräte die Aussagen von Dr. Zeller zur Haushaltslage mit einer Kreisumlage von 56 Punkten und der Gesundheitsversorgung im Landkreis.

Landrat Leo Schrell ging in seinem Grußwort mit Blick auf Gemeinsamkeiten in den Wappen der beiden Kreise auf geschichtliche Verbindungen ein. So unterstand das Gebiet des ehemaligen Landkreises Wertingen im 13. Jh. dem Machtbereich der Hohenstaufen, ehe dieses Gebiet 1268 durch die „Konradinische Schenkung“ an das Haus Wittelsbach fiel, eine Schenkung, die auch im Bereich des heutigen Landkreises Weilheim-Schongau den Wittelsbachern erheblichen Gebietszuwachs brachte.

Die interessante Informationsfahrt, die teilweise durch eine sehenswerte Hochmoorlandschaft des Landkreises Weilheim-Schongau mit Blick auf den Hohen Peißenberg führte, endete bei hochsommerlichen Temperaturen mit einem Grillabend am Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen.
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