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Die Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preis

Die Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an die Geigen-Virtuosin Anne-Sophie Mutter wird am Samstag, 11. Juli 2009, im Goldenen Saal in Dillingen stattfinden. Auf diesen Tag einigten sich der Stiftungsvorsitzende, Landrat Leo Schrell, und der Vorsitzende des Kuratoriums, Bischof Dr. Walter Mixa, mit der Künstlerin, die auch im Jahre 2009 nur wenige freie Termine anbieten konnte.

Bei einem dicht gedrängten Terminkalender des Weltstars war es nicht ganz einfach, einen geeigneten Tag für die Preisverleihung in Dillingen zu finden. Das ist keineswegs erstaunlich, wenn man den Tourneeplan für das Jahr 2009 sieht, der Anne-Sophie Mutter in zahlreiche bedeutende Konzertsäle dieser Welt führt. Nach mehreren Konzerten in New York, San Francisco, Montreal, London, Paris, Wien, Oslo und acht Auftritten in großen deutschen Städten schließt das erste Halbjahr mit der Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises in Dillingen. Wie ihr Büro in den letzten Tagen mitteilte, wird Frau Mutter mit einem eigenen Orchester von Stipendiaten oder einer international besetzten Kam-mermusikformation selbst die musikalische Gestaltung des Festaktes im Goldenen Saal übernehmen. Ungeklärt ist bislang, ob die Künstlerin dem Wunsch der Stiftung entsprechen und bei der Preisverleihung selbst als Interpretin auftreten wird. „Neben der ohnehin hohen Ehre ihres Besuchs“, so betont Landrat Leo Schrell, „wäre das in der Geschichte der Stadt und des Landkreises ein nicht mehr zu überbietender Höhepunkt künstlerischen Wirkens“. Der Landrat erinnert sich dabei an die Laudatio des Musikkritikers Joachim Kaiser auf Anne-Sophie Mutter, der feststellte, dass sie „derart schlackenlos rein spielt, bei Lagenwechseln nie auch nur ein hundertstel Millimeter korrigieren muss, sodass allein ihr Ton sinnliches Glück für jede dafür empfängliche Seele schafft“. Plötzlich wüssten wir wieder, warum die Geige nicht nur Königin, sondern Himmelskönigin unter den Instrumenten sei. Ein anderer Musikkritiker, so der Landrat, umschreibt die Perfektion der Künstlerin: „Ich hätte kaum mehr geglaubt, dass die Deutschen ein solches Wunder-Geschöpf absoluter Stimmig-keit überhaupt noch hervorbringen können. So viel Glut, Stilsicherheit und Freiheit ereignet sich an gesegneten Abenden in Anne-Sophie Mutters Kunst.“ „Anne-Sophie Mutter selbst hält es mit ihrem berühmten Vorgänger Richard Strauß, wenn sie mit Blick auf das Risiko schlechter Ausbildung beim Erlernen des Geigenspiels feststellt: „Wenn Jugend mit 12 Jahren bestimmte Dinge nicht gelernt, sich aber gewisse Fehler angewöhnt hat – dann ist das Rennen gelaufen.“ Wie ihre bisherige Musikkarriere zeigt, ist bei Anne-Sophie Mutter das Rennen wunderbar gelaufen.

Die Ankündigung über die Verleihung des Europäischen St.-Ulrichs-Preises an Anne-Sophie Mutter hat in der Bevölkerung des Landkreises eine ungewöhnlich positive Resonanz ausgelöst. Bereits am Tag der Pressemeldung haben sich Bürgerinnen und Bürger fernmündlich und schriftlich gemeldet und sich nach den Möglichkeiten für eine Teilnahme an dem Festakt erkundigt. „Im Augenblick steht der genaue Ablauf der Preisverleihung noch nicht fest“, vertröstet der Landrat. In allernächster Zeit erwarte er die Zusage einer kompetenten und honorigen Persönlichkeit, die von der Stiftung um die Übernahme der Laudatio gebeten worden sei.
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