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Konzert mit Johannes und Paulina Monno in Ewersbach: Jetzt werden andere Saiten aufgezogen! Aha-Erlebnisreise durch das faszinierende Universum klassischer Gitarrenkunst

Wenn der Vater mit Töchterchen: Johannes und Paulina Monno gewähren am 12. Oktober akustische „Einblicke“ in das faszinierende Universum klassischer Gitarrenkunst.
Dietzhölztal: Johanneskapelle | Dietzhölztal-Ewersbach - Da mag der Durchschnitts-Talentierte ein halbes Leben auf der Sechsaitigen herum geschrammelt haben, um am Ende , bemüht zwar, aber mit Stolz geschwellten Fingerkuppen das ein oder andere halbwegs klangreine Versatzstück hervor zu quetschen. Und dann so etwas! Nach dem Besuch eines Konzerts von Johannes Monno kommt die Klampfe in den Schredder! Denn: Jemals auch nur ansatzweise an die kreative Virtuosität dieses Haigerer Ausnahme-Gitarristen heran reichen zu können, liegt jenseits aller Vorstellungskraft. Wenn jeder Uni-Lehrer in seinem Job so brillant wäre wie dieser Mann, wir hätten kein Bildungsproblem. Monno ist Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und zählt nebenbei zu den profiliertesten „Zupfgeigen-Artisten“ der Republik. Und am kommenden Samstag (12. Oktober) zieht er auf Einladung des Konzert- und Kulturkreises Eschenburg-Dietzhölztal im letzteren ganz neue Saiten auf - an einem Ort, der, welch Zufall, seinen Namen trägt: der Johanneskapelle im Ortsteil Ewersbach (Hauptstrasse 53).
Das ist zwar jetzt nicht gerade die größte Spielstätte im Revier, dürfte aber vom Ambiente her einen nachgerade optimalen-idealen Rahmen für das, was kommt, darstellen. Und Eschenburgs Bürgermeister und Kulturkreisvorsitzender Götz Konrad verspricht dem Publikum eine „monnotone“ Soirée. Denn: Der „Prof“ kommt nämlich nicht alleine, sondern bringt sein Töchterchen mit. Paulina, Jahrgang 1998, kann und möchte die väterlichen Gene beim Zaubern auf der „Gitte“ nicht verleugnen. Was ein guter Lehrer doch ausmacht….! Es gibt also Monno im Doppelpack. Natürlich „unplugged“. Das wird spannend.
Brillante Klangkunst ohne Treibstoff von E.ON
Gegen praktizierende, klassisch ausgebildete Meister-Gitarristen dieses Kalibers darf man die Mehrzahl der vergötzten Rock-Heroes mit ihren hoch gerüsteten Stratocasters, Gibsons oder Les Pauls getrost in die Tonne kloppen. Ohne Strom und ohne ein ganzes Arsenal elektronischer Effekte klingen die ihrer Sound-Aura beraubten Bühnen-Titanen oft ziemlich ernüchternd. Aber wo RWE, E.ON oder Vattenfall nicht den Treibstoff liefern, trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann wird es interessant. Puristen werden ja nicht müde zu propagieren, dass sich die Stärke der Gitarre als Instrument erst und ausschließlich in ihrer akustischen, unverfremdeten Variante zeigt – sofern der „Bediener“ etwas drauf hat. Alles andere sei Blendwerk für die Gehörmuscheln. Da mag was dran sein. Im Ewerbacher Johannes-„Dom“ wird sich die Stichhaftigkeit dieser These überprüfen lassen.
Vergessen wir mal AC/DC, Pink Floyd , Erich Klapperton oder die Toten Blusen, ähm, nee, Hosen. Monno & Monno haben sich für ihr Gastspiel im Dietzhölztal sowohl bei klassischen, als auch zeitgenössischen Meistern bedient, deren unsterblichen, mitunter auch unbekannteren Kompositionen teils gar nicht für die Sechsaitigen konzipiert waren, sondern erst entsprechend transponiert werden mussten. Da geistert er olle „Johnny“ Sebastian Creek ebenso durch die abendliche Partitur wie der Spanier Fernando Sor oder der Neapolitano Ferdinando Carulli. Letztere beiden muss Otto-Normal-Zuhörer jetzt nicht unbedingt kennen, haben dann aber möglicherweise bisher Entscheidendes verpasst.
Wir begegnen Máximo Diego Pujol, einem der herausragendsten lateinamerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, dem Kubaner Leo Brouwer, an dessen dessen brillanten Werke sich auch künftige Guitar-Virtuosen messen lassen müssen, oder dem jazzig angehauchten Überflieger Paulo Bellinati.
Der Eintritt für das Konzert beträgt 10 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen derer fünfe. Mehr über Johannes Monno unter www.johannesmonno.de
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