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Weißes „S“ auf blauem Grund – Symbol einer attraktiven Zukunft: Augsburger-Regional-S-Bahn

Gemeinsam im S-Bahn-Schild vereint: Viele Bürgermeister sowie in der hinteren Reihe von r. n. l.: Otto Völk - Bürgermeister Diedorf, MdL Max Strehle, Hansjörg Durz - Bürgermeister Neusäß, Martin Sailer - Landrat, Christoph Wolf - Diedorfer Erklärung
 
Über 25.000 Unterschriften für diese Petition
Die Region München hat , die Region Nürnberg hat sie, nur die Region Augsburg hat sie nicht: Eine leistungsfähige und attraktive S-Bahn. Dabei sind gerade im drittgrößten Verdichtungsraum Bayerns die Voraussetzungen für einen schienengebundenen Nahverkehr optimal: Es besteht jetzt bereits ein spinnenförmiges Schienennetz in acht verschiedene Richtungen. Die bestehenden Gleise müssten nur mehr von S-Bahn-Zügen genutzt werden.
Um die Regional-S-Bahn für den Großraum Augsburg aufs Gleis zu setzen, veranstaltete im Oktober 1996 die Diedorfer Ortsverband des BUND Naturschutz eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Braucht der Landkreis Augsburg eine S-Bahn?“ Auf dem Podium saßen hochkarätige Vertreter aller 4 politischen Richtungen: Der CSU-Bezirkstagsvizepräsident Albert Spitzner, der SPD-Landtagsabgeordnete Harald Güller, der Grünen-Landtagsabgeordnete Raimund Kamm sowie als Vertreter der Freien Wähler Diedorfs Erster Bürgermeister Otto Völk. „Ja, wir brauchen die Augsburger S-Bahn“, war die parteiübergreifende Überzeugung – und gemeinsam wurde im November 1996 in einer „Diedorfer Erklärung“ eine S-Bahn für die Region Augsburg gefordert. Dies war der Auftakt vieler Veranstaltungen, Treffen, Aktionen. Aus München kam wegen einer S-Bahn für die Region Augsburg zwar der damalige Wirtschaftsminister Erwin Huber nach Diedorf und schrieb ins Goldene Buch „Ich lasse Züge fahren“, doch es geschah – außer vielen Versprechungen – nicht viel.
Im Januar 2008 reichte es den jahrelang vertrösteten Bürgermeistern und Gemeinderäten im Westen von Augsburg. Am 24.1.2008 veranstalteten sie eine riesige gemeinsame Stadt-, Markt- und Gemeinderatssitzung von 16 betroffenen Kommunen in der Gessertshausener Schwarzachhalle. Dort wurde eine gemeinsame, mächtige Petition in Richtung Bayerischer Landtag beschlossen. Im Frühjahr 2008 war es so weit, gemeinsam fuhren die Bürgermeister nach München und übergaben dem damaligen Landtagspräsidenten Alois Glück über 25.000 Unterschriften aus dem Augsburger Land. Das hatte offensichtlich gewirkt, denn bereits für den Fahrplan 2009/10 wurde eine sprunghafte Verbesserung für den regionalen SÖPNV (schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr) umgesetzt: Im 15-Minuten-Takt nach Augsburg sowie alle 30 Minuten nach München, ohne umzusteigen. Nach anfänglichen Kinderkrankheiten mit dem Fuggerexpress gibt es seit dem Fahrplan vom 13.12.2009 moderne S-Bahn-Fahrzeuge. Die Fahrgastzahlen sind seither sprunghaft angestiegen.
Was jetzt noch fehlt sind ein eigenes 3. Gleis von Neusäß nach Westheim sowie nach Meitingen und die Reaktivierung der Staudenbahn. Um die Augsburger-Regional-S-Bahn (die Bahn spricht derzeit immer noch von S-Bahn-ähnlichem-Regionalverkehr) nach vorne zu bringen, wurde im September 2010 im Diedorfer Bahnhof ein eigenes Symbol für die S-Bahn der Öffentlichkeit vorgestellt: Ein großes weißes „S“ auf blauem Grund, verbunden mit dem Emblem des „AVV“. Dieses Symbol soll schon von weitem signalisieren: Hier geht es zur umweltfreundlichen und modernen S-Bahn!
Neben Landrat Martin Sailer, MdL Max Strehle, sowie Vertretern der Stadt Augsburg, dem Landkreis Aichach-Friedberg sowie dem AVV (Augsburger Verkehrs Verbund) waren viele Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte in den Diedorfer Bahnhof gekommen, um die Bedeutung eines gemeinsamen Symboles zu unterstreichen. Wichtig für Neusäß war vor allem der Hinweis von Otto Völk: „In Vogelsang treffen tag- täglich 40.000 Fahrzeuge auf die Bahnlinie. München hätte bei solch einer Situation an dieser Schnittstelle schon längst eine S-Bahn-Station errichtet, so Herr König, der Verkehrschef der Stadt München!“ Hoffentlich wird diese Station zeitnah wieder eingerichtet, neben dem 3. Gleis nach Westheim. Das S-Bahn-Schild gäbe es schon.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 24.09.2010
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