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Menschen wie Paradiesvögel bei den Huli in Papua Neuguinea

Diedorf: haus der kulturen | Das Dorf hat sich versammelt oder genauer : alle Männer sind auf dem Festplatz. Frauen und Kinder haben sich irgendwo im dichten Dchungel drum herum verborgen und blicken auf die Lichtung im Hochland von Papua Neuguinea. Die Männer der Huli haben begonnen, sich mit grellem Gelb wie mit reinsten Blütenpollen die Gesichter zu bemalen. Auch helles grelles Blau macht die Runde. Dies haben die Missionare mitgebracht, die davon ein wenig in die schmutziggelbe Waschbrühe geben, damit ihre weissen Kutten nicht vergilben. So werden sie sich allmählich zu lichtem Grau verändern.
Die frommen Leute hatten auch uns 1986 eingeladen und im Boot und auf der Straße von Lae aus ein Stück mitgenommen.
Die Männer haben sich fast fertig geschminkt. Auf dem Kopf sitzen große Perücken in Form altertümlicher preusischer Dreispitzhüte, hergestellt aus eigenem Haar, das bei den Jugendlichen gesammelt und für schlechte Zeiten als Perücke gesammelt wird. Sanduhrförmige Trommeln fangen an einen Takt vorzugeben, die Männer schwingen mit den Hüften, um die sie sich Büschel von grünen Blättern gebunden haben. Sie tänzeln hierhin und dorthin, so wie die seltenen Paradiesvögel beim Paarungstanz oben in den Bäumen des Hochlandes...
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