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Krokodile an der Schmutter: Aussergewöhnliche Tierskulpturen aus der Südsee im Depot des internationalen Maskenmuseums.

Nias, Insel vor Sumatra: Wandpaneele eines Häuptlingshauses mit Man-eater
 
Michael Stöhr - ja! - die Schmutter - nein!: Krokodil am Obervolta, wo wir Weihnachten 2009 wieder sein werden - die echten sind nicht ganz so handzahm
Kaum ein fröhlicher Wanderer durch die Schmutterwiesen bei Diedorf wird es wissen, kaum eine Radlergruppe , die man fragt, kann Auskunft geben: Ja es gibt sie, so wahr ich Michael Stöhr heiße und Museumsleiter im internationalen Maskenmuseum in Diedorf bin: Es gibt Sie! Es gibt sie hier an der Schmutter in Diedorf wirklich: ..........Krokodile!!!!.....

Nicht daß man vor diesen ohnedies behäbigen Panzerechsen beim Baden oder Spazierengehen an der Schmutter allzu große Angst bekommen sollte. Die heimischen Krokodile beissen nicht! Ehrlich! Also einfach Ruhe bewahren!!!

Nun: früher gab es sie nicht. Nicht in unserer Gegend und auch nicht in der Zeit des Miozän vor circa 40.000 Jahren. Da findet man zwar Knochen des Pfeifhasen und der Schildkröte, seltener vom Wollnashorn und Deinotherium.
Das kann ich bestätigen. Denn als junger Schüler des Anna-Gymnasiums trieb mich die Sammelleidenschaft, mit Schürfspaten und Hämmerle und einem riesigen Rucksack bepackt, auf Radlers Sattel von Hirblingen, Täfertingen über Diedorf bis nach Häder. Meist waren es nur Süsswassermuscheln und tertiäre Vorformen von Garten- und Weinbergschnecke( Cepea), verkieselte Baumstammreste oder Blätter, seltener nur war es Knochen oder Zahn, der unserer Schülergruppe aus Sand oder Mergel entgegenleuchtete. Gefunden haben wir sie alle, die Tiere des Tertiär und Quartär, aber der stumpf-spitze Zahn eines Krokodils war nie dabei. Die fand ich erst viel später zu Hauf in Gesteinen Marokkos und erst etwas später dann auch recht nah in der bayerischen Meeresmolasse bei Peissenberg. Dort mitten im schönen Tölzerland konnte ich Reste dieser Urzeitreptilien entdecken. Das Schmuttertal aber blieb mir diese Funde noch schuldig.
Nun Zähne fand ich ja keine, ... aber... jetzt weiss ich es - ich habe sie gerade wieder gesehen - hier gibt es sie wirklich:
....... Krokodile.... im Schmuttertal,
Sie liegen und stehen im Depot des internationalen Maskenmuseums in Diedorf, verstaubt in der Ecke und warten auf eine Ausstellung in platzmäßig besser bestückten Museen oder anderen gesponserten Ausstellungsflächen . Es gibt sie wirklich!
Nahbei den Schmutterwiesen und doch schwer zu finden .
Jedes dieser mehr oder weniger liebenswerten Krokos aus edlem Sandelholz oder tropischem Palmenblatt kann seine Geschichte erzählen. Geschichten von der Entstehung der Welt und dem großen Weltenkrokodil, auf dessen Rücken die ersten Menschen ihre Behausungen bauten, von den gefährlichen Man-eatern, den Leistenkrokodilen, die in der Südsee den Menschen in ihr Reich unter Wasser entführten. Erzählt wird auch vom Bruder Krokodil, der den zu initierenden Jugendlichen am Sepik zur Feier der Mannwerdung nicht nur seine Kraft schenkt, sondern ihnen, deren Rücken mit spitzen Steinklingen geritzt und zu auffälliger Narbenbildung in Form einer Krokodilshaut gereizt wird, auch im Schmerz Schutz und Beistand bietet. Überraschendes zu berichten gibt es auch von den Krokodilsmasken der Sahelzone, in der es heute weder ausreichend Wasser noch Krokodile gibt, die aber betanzt früher als Fachleute und Indikatoren für ausreichend Regen eingesetzt wurden. Nur wenige dieser Geschichten aus weit entfernten Ländern sind von uns schon aufgeschrieben worden. Viele warten noch auf Ihre Veröffentlichung oder werden als persönliche Geschichte bei der Führung durchs Museum und sein Depot erzählt.
Gerne würden sich unsere Krokos auch bei Ihnen in Ihren sonnigen Ausstellungsräumen räkeln und Ihnen bei dieser Gelegenheit wie ein Publikumsmagnet interessierte Besucher sichern. Kostenlos würden wir sie (ausser zu Zuchtzwecken!!) für die Zeit einer Ausstellung in Ihre Obhut übergeben. Gerne dürfen Sie die Ausstellung nach Ihren Wünschen ausrichten, Auf Wunsch liefern wir natürlich ebenfalls kostenlos Text-, und Bildinformationen zur Präsentation der Ausstellung.
Kostenlos und frei von Copyrightbedingungen ist auch die Wiedergabe unserer Texte und Fotos, soweit wir mit: www.maskenmuseum.de erwähnt werden.
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