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Heute nach zehn:

S i e b e n auf einen Streich!

Die Nachtkerze

Zu später Nacht, im Mondenschein,
fliegt still ein grauer Falter.
Er schwebt ganz munter und allein,
ein leichter Wind, ein kalter,
trägt ihn ins schwarze Nichts hinein.

Doch dann, ganz plötzlich in der Luft,
da hält er flatternd inne,
ein wild geheimnisvoller Duft
betört ihm seine Sinne,
als ob ein Paradies ihn ruft.

Von Oenothera hingerafft,
ist er herabgesunken,
war bald vom süßen Blütensaft
ermüdet und betrunken,
flog auf mit seiner letzten Kraft.

Nachtkerzenzauber war sein Tod,
vom Duft war er besessen.
Die Fledermaus, die ihn bedroht,
sie hat ihn aufgefressen.
Schon dämmert erstes Morgenrot.
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3 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 28.06.2020 | 00:24  
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Ulrich Kruggel aus Dessau | 28.06.2020 | 07:15  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 01.07.2020 | 08:42  
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