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Wenn die Katze alt wird

Paule 17-jähriger Kater (Foto: Inge Hundhausen)
 
Flo 13-jährige Katze (Foto: Birgit Kath)
Heutzutage werden Katzen, genau wie wir Menschen, immer älter. Ein Grund dafür ist der Fortschritt der Medizin und der damit verbundenen tierärztlichen Versorgung.

Genau wie alte Menschen benötigen alte Katzen besondere Pflege. Manchmal hört sie ganz oder teilweise auf ihr Fell zu pflegen. Dies in Kombination mit einem schlechter werdenen Stoffwechsel führt häufig zu schlechter werdem Fell, Knoten können schnell im Fell entstehen (nicht nur wenn die Katze langhaarig ist). Der Besitzer muss der Katze helfen sich zu pflegen, wenn diese Probleme auftreten. Das heißt regelmäßig bürsten und kämmen. Besonders zu Fellwechselzeiten.

Auch die Krallenpflege wird im Alter eine Aufgabe für den Katzenhalter, denn das Krallenwetzen und die Krallenpflege durch die Katze selbst wird weniger. Das heißt Sie müssen die Hülsen von den Krallen entfernen und gegebenenfalls etwas einkürzen.

Im Alter ist die Katze weniger aktiv und tendiert dazu mehr zu schlafen.

Alternde Katzen haben oftmals ein Problem mit dem Wärmehaushalt. So bevorzugen sie warme Plätze an denen sie sich ausruhen und schlafen können.

Lärm und Hektik in ihrer Umgebung wollen sie meist nicht mehr. Deswegen freud sich eine alte Katze auch nicht mehr über eine Vergesellschaftung mit einem Kitten. Das bereitet ihnen sehr viel Stress und kann deren Alterungsprozess beschleunigen.

Die Art wie eine Katze altert variiert. Veränderungen kommen schrittweise. Das Alter ist deutlich am Gesicht der Katze zu erkennen. Die Augenfarbe der Katze verblasst, Muskelvolumen und -kraft ändern sich. Bewegungen werden steifer und langsamer, sprünge weniger hoch und weit, manchmal haben die Katzen Probleme rechtzeitig zur Toilette zu kommen. Auf Kratzbäume kommen sie zunehmenst schwerer. Auch andere höher gelegene Liegeplätze stellen oftmals ein Problem für sie da. Ein Stuhl oder eine Katzenleiter können eine tolle Kletterhilfe sein.

Wenn die Katze langsamer in ihren Bewegungen und die Blase schwächer wird, könnte eine weitere Katzentoilette, z.B. etwas näher am Schlafplatz eine große Erleicherung darstellen.

Ermöglichen Sie der Katze öfter zu fressen, weil Katzen häufig, über den Tag verteilt kleine Portionen fressen.

Die Sinne werden bei Katzen genau wie bei uns Menschen schlechter. Das heißt sie sehen, hören und riechen schlechter. Dadurch fällt es ihnen immer schwerer sich in ihrer Umgebung zu orientieren. Manche Katzen werden schreckhafter und gehen Hektik und Lärm aus dem Weg.

Häufig vorkommende gesundheitliche Probleme bei älteren Katzen :

Nieren:
Die Nieren sind eines der gefährdesten Organe der Katze. Nierenerkrankungen können mittels einer Blutprobe nachgewiesen und diagnostiziert werden. Zu den typischen Symptomen gehören: Gewichtsverlust, vermehrtes Trinken und ein stark nach Ammoniak riechender Urin. Später kann das Zahnfleisch angegriffen werden, da die Katze Ammoniak ausatmet, was zu einer Schädigung des Zahnfleisches führen kann. Eine Katze mit Nierenproblemen sollte eine Nierendiät bekommen. Wenn die Nieren schlecht arbeiten, ist es sinnvoll auch den Blutdruck überprüfen, da Nierenschäden zu Bluthochdruck führen können. Erhöhter nicht behandelter Blutdruck kann zur Erblindung oder sogar zu lebensbedrohlichen Herzproblemen führen. Schäden an den Nieren sind nicht zu heilen, aber wenn man die ersten Anzeichen rechtzeitig erkennt, kann man sie behandeln. Mit der richtigen Diät und Behandlung kann die Katze noch einige Jahre ein angenehmes Leben führen.

Zähne:
Frisst die Katze weniger, liegt das häufig an schmerzenden Zähnen und Zahnfleisch. Ursachen sind z.B. Karies und Paradontose. Die Bakterien in dem entzündeten Zahnfleisch sind, wenn Sie in den Blutkreislauf kommen, gefährlich für Herz und die Nieren. Genau wie bei uns werden die Zähne auch bei Katzen im Alter immer weniger. Das ist aber in der Regel kein Problem für die Tiere.

Eine jährliche tierärztliche Kontrolle der Katze ist im Alter sehr wichtig.
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