Offene Gärten Mecklenburg-Vorpommern, Danke - aber Nein Danke

Zum Glück habe ich noch die Freiheit, eine eigene Meinung zu haben.
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  • Zum Glück habe ich noch die Freiheit, eine eigene Meinung zu haben.
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Immer wieder muss man feststellen,dass Aktionen, wie Kunst offen oder eben die Offenen Gärten in Mecklenburg Vorpommer der Kommerzialisierung zum Opfer fallen.

Ein gutes Beispiel ist die vor ein paar Jahren ins Leben gerufene Aktion Offene Gärten. Was einst gut anfing ist jetzt scheinbar wieder zur Gelddruckmaschine verkommen. Findige Bürger haben die Gärten der Kleingärtner für sich entdeckt, um auf die ein oder andere Weise für sich (aus)zu nutzen.
Hier die Voraussetzungen um erst einmal mit seinem eigenen Garten daran teilnehmen zu können!   
Grundsätzlich hat jeder Garten, jeder Vereinsgarten, gemeinnütziger Garten oder Hotels oder Pensionen eine Teilnehmergebühr zu entrichten. Die Preisspanne liegt hier von 35 € bis hin zu 120 €, dazu kommen diverse gesonderte Gebühren wenn man an mehreren Veranstaltungen mitmachen möchte. 

Ein Witz, denn eigentlich müssten derartige Veranstaltungen doch vom Land unterstützt werden. Ich stelle einer breiten Öffentlichkeit also meinen privaten Garten zur  Verfügung und darf  dafür bezahlen? Zudem ist ein mögliches "Eintrittsgeld" begrenzt. Mehr als 2 € sollten dann nicht sein. Ich vermute einige der findigen Vereinsmitglieder  der Offenen Gärten sind keine organisierten Kleingärtner oder schalten und walten auf ihren eigenen Grundstücken, denn jeder Garten kostet  Geld, sei es die Pacht, der Strom, das Wasser. Die Unterhaltung des Gartenhauses und die Wartung und Unterhaltung der Toilette, inklusive der Abfuhr der Fäkalien.       

Um an der Aktion offene Gärten in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen zu können, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

Es muss eine gärtnerisch gestaltete Grünfläche vorhanden sein.
Die Gartenanlage sollte einem Besuch im Rahmen der landesweiten Aktion Offene Gärten in MV gerecht werden. Eine längere Anfahrt sollte sich lohnen.
Die Anlage muss gepflegt sein.
Die Gartenbesitzer sollten über Pflanzenkenntnisse verfügen.
Bei Teilnehmergärten mit gewerblichem Hintergrund sollte der gärtnerische Aspekt im Vordergrund stehen.
Bei mehrmaliger Kritik von Seiten der Besucher behält sich der Vereinsvorstand vor, Teilnehmer auszuschließen.
Garteninhaber, die mehr als 2 Euro Eintritt verlangen, dürfen an der Aktion nicht teilnehmen.
 Kräftemäßig ist es uns nicht möglich, alle teilnehmenden Gärten vorab auf ihren Besuchswert zu prüfen. Gibt es im Nachhinein zu einigen Teilnehmergärten Kritik, so prüfen die vom Verein benannten Regionverantwortlichen zusammen mit zwei anderen Gartenbesitzern aus der Region die Eignung für eine weitere Teilnahme. Die Entscheidung erfolgt schriftlich und schließt eine Teilnahme in den darauf folgenden Jahren nicht zwingend aus.
Um die Aktion vorbereiten und durchführen zu können, beteiligt sich jede/r Gartenbesitzer/in mit einem finanziellen Beitrag.
Mit diesem Geld wird das Erscheinungsbild der Aktion, eine informative Homepage und alljährlich ein informatives Heft mit Informationen zu den teilnehmenden Gärten erstellt. 

Gartenanmeldung für die "Offenen Gärten" 2022

Ich finde es gelinde gesagt eine Frechheit, sich an der zur Schaustellung und Unterhaltung eines Privatgarten bereichern zu wollen und den Teilnehmern Vorschriften aufzuzwingen, wie man die Besucher der Aktionen zu empfangen hat. Eine weite Anfahrt muss sich natürlich für die Besucher "lohnen"(?)... Darf es dann noch ein roter Teppich sein? 
Und wenn sich einige Besucher dann noch "beschweren", vielleicht hat ja der Kuchen oder Kaffee nicht geschmeckt, es wurden keine Getränke gereicht oder die Toilette war nicht blitzblank, wird man von der Offenen Gärten Gemeinschaft ausgeschlossen.. Da kommen also Leute in meinen Garten und dürfen sich anschließen darüber beim Verein der Offenen Gärten auskotzen, das in meinem Garten nicht alles in Ordnung war? Wir darf ich mir denn die Zukunft der Aktion vorstellen? 
Noch ein paar Offene Gärten und die Besucher bekommen ihr Benzingeld  von den Teilnehmern erstattet. 

Zum Glück kann ich in meinem Garten noch machen was ich will und auch entscheiden wer zu mir kommen darf, ich brauche ich nicht wildfremden Vereinsmitgliedern irgendwelches Geld überweisen, damit diese wiederum wildfremden Mitbürgern meinen Garten anpreisen können, die dann meinen Garten bewerten dürfen. 
Zudem warum solle ich mich bis zum 30.November 2021 für eine Teilnahme entscheiden? 
In Schwerin ist die Stadt gerade dabei viele Kleingartenanlagen abzuwickeln. Man braucht dringend Bauland. In solch einer Situation kann man doch heute noch nicht sagen, ob mein Garten nicht schon abgewickelt wurde. 

Offene Gärten 2022  

 

Bürgerreporter:in:

Norbert Höfs aus Schwerin (MV)

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