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Lewitznetzwerk e.V- Rettet die Eichen in der Lewitz

   
Mit wem haben wir es eigentlich zu tun?Einem Bundesministerium mit 13 000 Mitarbeitern.Rechts finden Sie die WSA-Lauenburg
 
Kurz vor der Veranstaltung, Frau Dr.Wilms mit Herrn Fiedler von den Grünen
Die heutige Podiumsdiskussionsrunde am Freitagabend in der Burg Neustadt-Glewe, zeigte sich von der fachlichen Besetzung bei den Politikern, leider unterbesetzt , nur Frau Dr. Wilms, Webseite Frau Dr.Wilms die Bundestagsabgeordnete der Grünen, befand sich auf dem Niveau, wie man es von einem Politiker, der zur Runde geladen ist oder anderseits vermutlich aus Profilierungssucht erschienen ist , eigentlich verlangen sollte. Herr Hacker(SPD) Webseite Hans Joachim Hacker zeigte zwar Interesse, aber dieses Interesse galt vermutlich eher einem politischen Interesse, als der Rettung der Bäume. Seiner Argumentation nach, müssten Wege und Mittel gefunden werden, derartige Entscheidungen, im Vorfeld der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um diese schon frühzeitig mit in die Planung einzubeziehen. Grundsätzlich sind derartige Vorschläge für kommende Entscheidungen konstruktiv, helfen aber den betroffenen Eichen in der Lewitz herzlich wenig. Zudem hatte man bei Herrn Hacker eher den Eindruck, keine Meinung vom Volk zu zulassen und sich auf die Seite des WSA zu schlagen, nachdem er nun jemanden aus der ersten Reihe sein Telefon, für Fotoaufnahmen von sich am Podiumstisch überlassen hatte, war die Angelegenheit dann wohl auch abgeschlossen, denn nach mehrmaligen Blick auf die Uhr, merkte man förmlich das die Zeit nicht nur für die Eichen, sondern auch für den Politiker knapp wird. Zudem fängt Herr Hacker seine politische Karriere bei Wikipedia erst im Oktober 1989 an. Um was es Herrn Hacker geht, erzählt er uns dann auch auf seiner Webseite persönlich und kommt relativ schnell zur Sache, es geht um die Unterstützung der Bürger mit seiner Erststimme als Direktkandidat zur Bundestagswahl am 22.September. Man möchte doch noch weitere 4 Jahre dort kompetent weiterschlafen.
Jacqueline Bernhardt(Die Linken) jacqueline-bernhardt die Landtagsabgeordnete der Linken, zeigte sich scheinbar auch nicht so ganz auf der Höhe, was das Thema Lewitzeichen und deren Erhaltung betrifft. Hier hätten sich die Bürger doch mehr Einsatz von Seiten dieser Partei gewünscht, jedenfalls war das Auftreten der Vertreterin der Linken, immer noch kein Grund, meine Stimme dieser Partei bei der kommenden Wahl zu geben. Sicher ist so eine Podiumsdiskussion, keine Wahlveranstaltung, aber man konnte sich am heutigen Abend manchmal dem Eindruck nicht entziehen.
Wer sich mit dem Thema wirklich beschäftigt hatte, zeigte sich in der anfänglich schwierigen Runde, schon nach kurzer Zeit, zum Beispiel war der BUND -für Umwelt und Naturschutz Deutschland, mit Frau Brückmann BUND Mecklenburg Vorpommern voll auf der Höhe der Problematik, sie erklärte an Hand von sachlichen Argumenten, die Hintergründe wie von den Behörden an die Angelegenheit , möglichst unter Ausschluss der Öffentlichkeit, über die Bühne gehen soll. Auch Herr Ralf Ottman Ralf Ottmann , der praktisch in der Lewitz zu Hause ist, zeigte an Hand von Beispielen auf, wie die Bürger außen vor gelassen werden sollen und wie schwer, die Thematik überhaupt für den Laien zu verstehen ist. Leider setzte der Moderator der Veranstaltung Herr Peter Warnecke (Die Linken), Peter Warneckewohl in Form eines Vertreters der Stadt Neustadt-Glewe, schon zu Anfang der Veranstaltung ein Zeichen, nun sagen wir mal gelinde ausgedrückt, nur sachliche Bürgermeinungen zu zulassen, somit standen die Anwesenden Bürger schon einmal unter dem Generalverdacht nicht sachlich an einer Diskussionsrunde teilnehmen zu können. So mag es auch ein schöner Saal gewesen sein, den Stadt zur Verfügung gestellt hatte, wie Herr Warnecke der Stadtvertreter noch betonen musste, aber man sollte unter dem Eindruck dieser Bemerkung, nicht vergessen, wie sich die Stadt derzeit den Besuchern und Touristen präsentiert. Angefangen bei der Burg, die scheinbar ein kümmerliches Dasein hat und einfach nur schlecht vermarktet wird, bietet die Stadt kaum einen sehenswertes Anblick, teilweise verfallende Häuser und massenweise leerstehende Einzelhandelsgeschäfte. Das der Bürgermeister und die Vertreter der Stadt nun ihr Neubaugebiet unbedingt erhalten wollen, weil es möglicherweise ohne dem Dammschutz in einem Überflutungsgebiet liegt und so vermutlich keine Grundstücke verkauft werden können, muss man doch auch verstehen, wenn die Kassen allerorts leer sind. Also lieber Herr Warnecke als neutraler Moderator und gleichzeitiger Stadtvertreter konnten sie diese Veranstaltung eigentlich nicht moderieren und an ihrem Auftreten spielten Sie allenfalls eine schlecht besetzte Rolle an diesem Abend, so konnte man schnell erkennen, wohin die Reise geht. Na ja, ansonsten bewegt sich im einstmals schönen Neustadt-Glewe lediglich nur das Wasser in den Schleusen. Da Sie im Ausschuss für Wirtschaft, Bau, Tourismus und ländlichen Raum zuständig sind, haben sie scheinbar ein Problem sich für den Bau eines Neubaugebietes oder gegen die Fällung der Eichen zu entscheiden.
Und erlauben Sie mir bitte noch den Hinweis, die Zeiten, wo die Parteimitglieder mit erhobenen Zeigefinger der breiten Masse verkündete, die Partei hat immer Recht, gehören der Vergangenheit an.
Kommen wir aber zur Hauptperson des heutigen Abends, der Vertreterin des WSA Webseite WSA. Von der Dame, einer Frau Kalytta, von der Frau hätte man sich zuerst einmal gewünscht, das Sie ihre Argumente ein wenig lauter vorgebracht hätte, damit auch die letzte Reihe alles versteht. Natürlich hätte man sich eigentlich auch mal ein freundliches Lächeln von der Dame gewünscht, so hinterließ sie eher den Eindruck, es geht um ihr persönliches Schicksal und nicht um die Eichen in der Lewitz. Mit der Bemerkung, das, wenn es nach dem Willen der WSA gehen würde, würden alle Eichen gefällt die im Wege sind, macht man sich ohnehin keine Freunde. Ein wenig sollten die Mitarbeiter, die von einer Behörde zu einer Podiumsveranstaltung „delegiert“ werden schon sensibilisiert sein und derartige unpassende Bemerkungen zu unterlassen. Die Frage was denn nun mit dem Nutzholz aus der Maßnahme passieren würde, brachte die Dame nun doch ein wenig in Verlegenheit, denn sicher bringen mehr als 100 Eichen, die im Rahmen dieses Planstellungsverfahrens, mit Sicherheit gefällt werden, eine Stange Geld. Übrigens finde ich es eine Unverschämtheit, die Bäume schlicht und einfach, als Eigentum der WSA zu betrachten. Dies zeigt uns wieder einmal, dass der Ausverkauf der DDR, die ja angeblich total Pleite war, immer noch nicht beendet ist. Es kann zudem niemals Eigentum der WSA sein, denn diese kann als staatliche Behörde , die Wasserstraße nur im Auftrag der Öffentlichkeit verwalten.
Nach Gutsherrenart werden hier die mündigen Bürger vor vollendete Tatsachen gestellt.

Naturschutzgebiete werden hier systematisch und mit voller Absicht vernichtet, dazu werden Horrorszenarien konstruiert, die mit einer riesigen Flutwelle von 4 Meter Höhe die durch die Lewitz fegt und alles Leben vernichtet. Selbst der Bürgermeister von Neustadt mag allzu gerne dieses Märchen von der perfekten Welle glauben, sieht er doch sonst sein allzu geliebtes Neubaugebiet den Kanal runter gehen. Natürlich wurde nun auch noch von der Dame erwähnt, dass doch die Protestplakate an den falschen Bäumen angebracht wurden und viele der Bäume die mit den Transparenten „geschmückt“ sind, nicht oder sagen wir doch mal lieber, noch nicht gefällt werden. Zudem passt der Text der Plakate auch nicht zur Problematik, denn der Text müsste lauten, „Hier erwartet die Wasserwanderer in Kürze eine 4 Meter hohe Flutwelle“. Mir stellt sich ohnehin die Frage, warum überhaupt die Notwendigkeit der Dammerhöhung unbedingt sein muss, denn eine Erhöhung des Wasserstandes kann nicht der Zweck dieser Maßnahme sein und nur dann könnte eine Dammerhöhung gerechtfertigt sein. Würde nun der Wasserstand erhöht werden, würde zwar die Möglichkeit bestehen, dass die Schifffahrt mit größerem Tiefgang in den Kanälen betrieben werden könnte, es würde sich aber geleichzeitig die Durchfahrtshöhe der Brücken verringern. Unter diesen Gesichtspunkten ist ein Schutz der Dämme sinnlos, da eine Erhöhung des Wasserstandes nicht möglich ist. Viele der Kanäle haben ohnehin jetzt schon einen sehr geringen Wasserstand und bieten somit ausreichend Spielraum, mit der derzeitigen Höhe des Wasserstandes, um ein unvorhersehbares Ereignis, wie ein Hochwasser, abzufangen. Jedes Jahr im Herbst werden ohnehin aus den zahlreichen und nicht gerade kleinen Fischteichen Unmengen von Wasser angelassen, ohne es es zu Überschwemmungen,Flutwellen oder Deichbrüchen kommt.
Weiterhin sollten die Tiere in der Lewitz nicht vergessen werden, die jetzt schon Probleme haben , ihre alten Routen, auch durch die Kanäle zu passieren. Eine Erhöhung der Dämme, würde zwar noch einen Einstieg ermöglichen, aber viele der Tiere, würden wie jetzt schon teilweise, eine qualvollen Tod im Wasser sterben, teilweise werden ganze Wildschweinrotten an die Schleusen gespült. Eine Erhöhung der Dämme würde zu noch mehr Elend unter den ohnehin kaum noch vorhandenen Tieren in der Lewitz führen. Man baut hier praktisch regelrecht Fallen für die Tiere, die keine Chance haben, die Gefahr zu erkennen und nicht mehr aus Wasser zu kommen.
So nutzt es nichts, derartige Projekte, irgendwo still und heimlich „Bekanntzugeben“ , sie zwischen Texten im Amtsboten zu verstecken oder im Keller der Behörden und Ämter, angeblich für jedermann zugänglich zu machen um später zu behaupten, es hat sich doch niemand mit Einwänden gemeldet. Derartige Planfeststellungsverfahren, werden übrigens genauso schnell durchgewunken wie die Diätenerhöhungen der Politiker, nämlich still und leise.
Dass die Fällung beschlossene Sache ist, dürfte jeden Bürger ohnehin klar geworden sein, nur will man es sich im Wahljahr, nicht mit den Wählern verderben und gibt sich als das aus was man in Wirklichkeit nicht ist, als Volksvertreter. Denn der größte Teil dieser Podiumsrunde wird von den Bürgern bezahlt, die sich an diesem Tag auf den Weg in die Burg gemacht haben.
Die Bürger sollten schon darauf achten, was mit dem Erlös dieser Bäume geschieht, denn bei schätzungsweise 130 Eichen, die der sinnlosen Aktion geopfert werden sollen, kann mit einen Gewinn von 1 300 000 € gerechnet werden. Keinesfalls sind diese Eichen das Eigentum einer staatlichen Behörde und schon gar nicht Eigentum des W(ir) S(ägen) A(b) Lauenburg. Eigentlich sind diese Bäume und das sagen wir nicht ohne Stolz, immer noch unser Volkseigentum
und nur allzu gerne möchte man uns, mit samt der Wurzel aus dem heimatlichen Boden ziehen.

Kontakt : Webseite

Wenn die Klügeren nachgeben, regieren die Dummköpfe die Welt.

Der Artikel stellt lediglich meine persönliche Meinung dar und muss nicht zwangsläufig mit der Meinung des Vereins Lewitznetzwerk e.V.übereinstimmen.

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