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Funkamateure helfen im Not- und Katastropheneinsatz

Am 18. April ist Weltamateurfunktag. Unter dem Motto „Amateurfunk: Ihre Ressource in der Not- und Katastrophenkommunikation“ widmen sich Funkamateure und Amateurfunkverbände weltweit diesem wichtigen Thema.

Seit etwa 100 Jahren leisten Funkamateure Hilfe in Not- und Katastrophenfällen. Wenn wie jetzt nach dem Erdbeben in den Abruzzen Telefon- und Handynetze durch unvorhersehbare Katastrophen versagen, sichern Funkamateure mit ihrem Wissen, ihrer Technik und ihrem Engagement die Kommunikation für Betroffene und für Hilfsorganisationen.
Dutzende von italienischen Funkamateuren helfen zurzeit mit, die Kommunikation ins Katastrophengebiet und innerhalb der betroffenen Region aufrechtzuerhalten. Verschiedene Frequenzen wurden in Italien als Notrufkanäle deklariert, die derzeit von europäischen Funkamateuren freigehalten werden, um den Notfunk nicht zu stören. Seit jeher haben es Funkamateure als ihre Verpflichtung angesehen, in Notfällen ihr Wissen und ihre Technik im Einsatz für das allgemeine Wohl zur Nachrichtenübermittlung zu nutzen.
Auch während der Flutkatastrophe in New Orleans 2006 oder während des Tsunami in Südostasien 2004 – Funkamateure stellten ihre Ausrüstung und ihre Fähigkeiten zur Verfügung, um in diesen Ausnahmesituationen die Kommunikation zu retten. Der Amateurfunk unterstützt aber nicht nur Hilfsorganisationen bei Rettungsmaßnahmen, sondern ist praktische Nachbarschaftshilfe für den Notfall. So konnten Menschen in Südostasien wenige Tage nach dem Unglück über den Amateurfunk Kontakt zu Familienangehörigen aufnehmen.
Besonders in Gebieten mit lückenhafter Versorgung ist der Amateurfunk oft die einzige Verbindung zwischen Rettern und Betroffenen. Aber auch, wenn in dicht besiedelten Regionen Telefonnetze durch unvorhersehbare Ereignisse ausfallen, dann nutzen Funkamateure ein weltumspannendes Netz, das auch im Notfall funktioniert. Sie verfügen auf lokaler, nationaler und globaler Ebene über eine große Zahl flexibler, unabhängiger Stationen sowie über gut ausgebildete Fachleute, die wissen, wie mit geringen Mitteln und unter schwierigen Umständen der Funkkontakt aufrechtzuerhalten ist.
Bei zahlreichen Notfunkübungen und Einsätzen haben Funkamateure vor Ort unter Beweis gestellt, dass sie jederzeit in der Lage sind, die Behörden effektiv zu unterstützen. Auch die Funkamateure aus Pfaffenhofen haben mit ihren Geräten die Möglichkeit, im Notfall schnell Hilfe zu leisten. Daher wurden dem Landratsamt Pfaffenhofen aufgrund einer Vereinbarung der bayerischen Amateurfunk-Distrikte mit dem Bayerischen Innenministerium bereits Funkamateure benannt die Bedarf kurzfristig zusätzlich erforderliche Funkverbindungen für Behörden und Organisationen organisieren und zuverlässig betreiben können.

Ansprechpartner im Ortsverband Pfaffenhofen a.d.Ilm:
Frieda Werner, DL4RDM, Vorsitzende des Ortsverbandes Pfaffenhofen a.d.Ilm im DARC e. V., Tel.: 08752/1228, E-Mail: frieda.werner@t-online.de

Kurzinformation: Der Ortsverband Pfaffenhofen a.d.Ilm hat derzeit 75 Mitglieder. Unser Ortsverband ist einer von insgesamt 1.061 Ortsverbänden des Deutschen Amateur-Radio-Club e. V., der rund 45.000 Funkamateure vereint. Informationen zum DARC unter www.darc.de oder telefonisch unter 0561/ 94988-90. Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e. V. ist die drittgrößte Amateurfunkvereinigung weltweit und ein wichtiges Mitglied in der International Amateurradio Union (IARU). Informationen zum DARC im Internet unter www.darc.de oder Tel. (05 61) 94 98 80.
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3 Kommentare
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Miek Michielsen aus Geisenfeld | 22.06.2009 | 14:19  
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Ronald Bachfischer aus Rohrbach | 22.06.2009 | 14:38  
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Miek Michielsen aus Geisenfeld | 22.06.2009 | 14:43  
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