Deshalb am 27. März SPD wählen (2.4) Gewerbeansiedlung

Hinsichtlich des Bedarfs an Gewerbeflächen ist absehbar, dass diesem zumindest mittelfristig allein durch Arrondierung der vorhandenen Gewerbegebiete nicht genügt werden kann und die Stadt daher ansiedlungswilligen Betrieben und damit dem Entstehen neuer Arbeitsplätze nicht mehr gerecht werden kann. Denn im Gewerbegebiet Lückebach stehen freie Flächen kaum noch zur Verfügung, selbst Lückebach-West ist durch -grundsätzlich nicht wünschenswerte- Freizeitbetriebe ausgelastet. Als ergänzende Flächen kommen daher derzeit nur die sogenannte Optionsfläche der Fa. COS und gegebenenfalls das Gelände nördlich des Sportplatzes in Großen-Linden (Parkplatz Fa. COS) in Betracht. Darüber hinaus ist, auch zur Lärmminderung im Hinblick auf die Main-Weser-Bahn, an die Ausweisung eines Mischgebietes am westlichen Rand des Baugebietes „Nördlich Breiter Weg“ zu denken (sogenannte Riegelbebauung). Dabei sind in diesem Bereich allerdings wegen der Nähe zum Wohngebiet nur emissionsarme Dienstleistungsbetriebe planungsrechtlich zuzulassen. Von weiteren Gewerbeansiedlungen in unmittelbarer Nähe zur bebauten Wohnlage ist dagegen Abstand zu nehmen, da mit jedem neuen Gewerbegebiet neue verkehrliche Belastungen einhergehen, die der Wohnqualität in der Stadt insgesamt nicht zuträglich sind.

Priorität bei der weiteren Gewerbeansiedlung muss deshalb das Gewerbegebiet/Industriegebiet „Pfaffenpfad“ an der Gemarkungsgrenze zu Gießen-Lützellinden haben, das zudem über den Autobahnanschluss (A 45) verkehrlich problemlos zu erschließen ist und die Möglichkeit zum Bau einer Entlastungsstraße (Nord-Süd-Richtung) parallel zum Verlauf des Giessener Rings ermöglicht. Damit könnte eine verkehrliche Entlastung des Ortsteils Großen-Linden (Frankfurter Straße, Hüttenberger Straße) erreicht werden. Das Gewerbegebiet „Pfaffenpfad“ ist dabei als interkommunales Projekt zusammen mit den Gemeinden des Teilraums Süd des Landkreises Gießen (Fernwald, Pohlheim, Langgöns) und der Gemeinde Hüttenberg zu realisieren, um diesen Teilraum wirtschaftlich zu stärken. Im Gegenzug kann sich die Stadt Linden in entsprechender Weise an Gewerbegebieten der übrigen Teilraumgemeinden beteiligen, soweit Bedarf nach Gewerbeflächen besteht, der weder im Gebiet „Pfaffenpfad“ noch durch eigene Flächen der Stadt gedeckt werden kann.
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