Deshalb am 27. März SPD wählen (2.2) Aufwertung vorhandener Wohngebiete

Die Attraktivität des Wohnens in vorhandenem Gebäudebestand –seien es ältere Baugebiete oder die historischen Ortskerne- kann im wesentlichen durch drei unterschiedliche Ansätze erhöht werden. Zunächst durch die gezielte Förderung geeigneter Maßnahmen der privaten Bauherren (z.B. für den Ausbau vorhandener Scheunen, Dach- und Fassadenbegrünungen, Freilegung von Fachwerk u.ä.), daneben durch gezielte städtebauliche Eingriffe der Stadt selbst und das Anstoßen oder Betreiben kultureller Projekte im weitesten Sinne.

Die gezielte Förderung privater Baumaßnahmen hat sich dabei nicht nur auf die –naturgemäß limitierten- finanziellen Mittel der Stadt zu beschränken. Zwar sind diese Mittel im Rahmen der haushaltsmäßig bestehenden Möglichkeiten angemessen zu erhöhen, um wirklich einen Anstoß zur Durchführung der wertverbessernden Maßnahmen zu geben und nicht nur Mitnahmeeffekte zu erzielen. Andererseits ist aber seitens der Stadt selbst alles daran zu setzen, als Kommune in geeignete Förderprogramme des Bundes oder Landes aufgenommen zu werden. Die Bürger sind ebenso konsequent über Möglichkeiten der Förderung durch den Bund, das Land Hessen oder sonstige öffentliche Einrichtungen zu informieren. Zu diesem Zweck wird die SPD Linden auf ihrer Homepage eine entsprechende Zusammenstellung in Betracht kommender Förderprogramme erstellen. Bei Förderung der Baumaßnahmen ist allerdings darauf zu achten, dass einerseits Eigennutzung durch die Bauherren im Vordergrund steht und keine Renditeziele verfolgt werden, und andererseits möglichst solche baulichen Veränderungen bezuschusst werden, die künftigen Bedarfsänderungen (z.B. seniorengerechte Wohnungen) angepasst werden können.

Eine weitere Belebung und nachhaltige Stärkung städtischen Wohnens in vorhandenen Wohnquartieren ist durch gestalterische Aufwertung seitens der Stadt selbst herbeizuführen. Dazu gehören neben einfachen Maßnahmen (z.B. weitere Anpflanzung von Straßenbäumen, optisch ansprechende Beleuchtung, ansprechende Gestaltung von Spielplätzen u.ä.) auch weitergehende Verbesserungen der innerstädtischen Erholungsmöglichkeiten bis hin zu attraktiven Freiräumen. Dies kann durch Einbindung der historischen Ortskerne und vorhandener Plätze (Stadtzentrum, Platz am Heimatmuseum, Grünanlage Johannes-Heß-Straße, Ludwigsplatz) und durch Entstehen neuer Plätze in vorhandenen Baulücken oder im Rahmen eines Neubaugebietes geschehen. Langfristiges Ziel soll dabei die Schaffung eines möglichst durchgehenden Grünzugs im Stadtgebiet sein, kurz- und mittelfristig kann die Wohnqualität in einzelnen Bereichen bereits erhöht werden. Dabei hat sich die Überplanung und Neugestaltung vorhandener Grünanlagen unter Beteiligung der Bürger daran auszurichten, für die Einwohner Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten und Bereiche der Begegnung zu schaffen, die auch zu längerem Aufenthalt anregen (z.B. durch größere Baumbestände, ansprechende Sitzmöglichkeiten, Teichanlagen, Spielmöglichkeiten wie etwa Freiluftschach oder Boule u.ä.). In diesem Zusammenhang ist auch die Anlage eines Boule-Platzes (Grünanlage Johannes-Heß-Straße) und einer Eisbahn (südlich des Bouleclubgeländes) zu überdenken.

Die Aufwertung vorhandener Wohnquartiere kann dabei nur gelingen, wenn die Stadt zugleich ein Minimum an so genannter Grundversorgung in den Ortsteilen gewährleistet bzw. darauf hinwirkt. Gerade der zunehmende Anteil älterer Personen, die nicht ausreichend mobil sind, macht das Vorhalten der zur Grundversorgung gehörenden Einrichtungen notwendig und dient im Ergebnis dazu, die betroffenen Gebiete lebendig und attraktiv zu gestalten.

Darüber hinaus lebt die Wohnqualität einer Stadt auch vom kulturellen Angebot, das den Interessen sämtlichen Einwohner Rechnung tragen muss. Über die regelmäßig bereits stattfindenden Festlichkeiten gleicher Prägung hinaus (Stadtfest, Vereinsjubiläen u.ä.) sollten daher auch kulturelle Veranstaltungen anderer Art angestoßen werden (z.B. Kleinkunst, Konzerte, Kunsttage u.ä.). Als geeignete Orte für derartige Veranstaltungen sind wiederum die historischen Ortskerne zu bevorzugen, andererseits könnte auch das Stadtzentrum hierdurch eine Belebung erfahren, wobei allerdings der Schutz der Anwohner vor unzumutbaren Belastungen im Auge zu behalten ist.

Erwünschte Folge einer derartigen Verbesserung des Wohnumfeldes wird das Schließen vorhandener Baulücken sein. Dennoch sollte die Stadt den Ausbau leer stehender Gebäude und die vorrangige Bebauung innerstädtischer Baulücken dadurch fördern, dass unnötige städtebauliche Restriktionen unterbleiben und ein Baulückenkataster für bauwillige Bürger vorgehalten wird.
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