Deshalb am 27. März SPD wählen (1.11) Integration von Migrantinnen und Migranten als kommunale Aufgabe

Vor dem Hintergrund unserer jüngsten Geschichte, vor allem der Öffnung der Grenzen und des Zusammenwachsens in Europa, ist Deutschland faktisch als Einwanderungsland zu betrachten. Wir Sozialdemokraten sehen eine große Chance in der Zuwanderung von Menschen, die mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen eine Bereicherung für unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik darstellen. Für uns ist deshalb Integration eine wichtigste Zukunftsaufgabe bei der Gestaltung unserer Städte und Gemeinden. Hierzu gehört selbstverständlich auch das kommunale Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger.

Gesellschaftliche Integration setzt zweierlei voraus: einmal die wechselseitige Akzeptanz, den Respekt und die Toleranz zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, zum anderen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung in allen Bereichen der Gesellschaft. Der zentrale Ansatzpunkt einer gelungenen Integrationspolitik ist die kommunale Ebene. Wichtige Handlungsfelder der Kommunalpolitik sind: Bildung, Wohnen, Soziales, Kultur, Sport, Gleichstellung und andere mehr. Sie müssen aufeinander abgestimmt sein, denn Integration ist eine Querschnittsaufgabe: Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen ihren Niederschlag finden.

Die Stadtentwicklung und die sozialen und kulturellen Angebote in Linden wollen wir gemeinsam mit Migranten so gestalten. Eine umfassende politische Beteiligung von Migranten muss auf allen kommunalpolitischen Ebenen gewährleistet werden. Wir unterstützen die Arbeit des Ausländerbeirates. Wir halten eine angemessene Beteiligung von Migranten in allen kommunalen Beratungsgremien (den Kommissionen und den Beiräten) für zwingend geboten.

Wir treten ein für die rasche Verwirklichung von interkulturellen Erziehungskonzepten in Kindergärten und Schulen.

Das Weltbild und der Umgang mit Fremden werden maßgeblich in Kindheit und Jugend geprägt. Integrationsfördernde Maßnahmen in dieser Entwicklungsphase sind daher besonders wichtig. Bildung und Aufklärung über Kulturen und Religionen sind ein wesentlicher Schlüssel um Vorurteile abzubauen und Integration zu fördern.

Frauen mit Migrationshintergrund sind oftmals von doppelter Diskriminierung (als Frau und als Migrantin) betroffen. Daher ist es nötig, die Situation dieser Frauen zu verbessern, um die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten. Deshalb treten wir ein für eine frühzeitige, qualifizierte Berufsberatung von jungen Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund sowie die Förderung durch Aus- und Weiterbildung. Wir möchten Beratungsstellen speziell für Frauen mit Migrationshintergrund, die von Gewalt betroffen sind, unterstützen. Sie müssen dem Bedarf entsprechend speziell finanziell ausgestattet werden. Unser Ziel ist die Sensibilisierung der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten für die spezielle Situation von Migrantinnen.

Wir treten ein für die Förderung von differenzierten Angeboten zum Spracherwerb für Frauen.

Vereine und Selbstorganisationen von Migranten sind gleichberechtigt zu unterstützen. Der Austausch zwischen unterschiedlichen Vereinen sowie gemeinsame die Integration fördernde Kooperationsprojekte von deutschen und Migrantenvereinen haben unsere besondere Unterstützung. Wir werden die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen, bei ihrem Bemühen, Mitglieder mit Migrationshintergrund zu werben.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 22.02.2011 | 22:06  
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