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Jim Knopf wird fünfzig Jahre alt

Vor fünfzig Jahren erblickte Jim Knopf das Licht der Welt, indem das Buch von Michael Ende erschien und Jim seinen Kopf aus einer Schachtel streckte. Neben dem generationenübergreifenden Buch ist vor allem die Aufführung der Augsburger Puppenkiste in den Köpfen seiner Freunde. Es gibt die Geschichte als Buch, als zweiundfünfzigteilige Zeichentrickserie, als Marionettenspiel und fand sogar Eingang in die Hitparade als stimmungsvolles Lied. Die Zeichentrickserie erlebte Michael Ende nicht mehr, aber er hat bestimmt nicht daran gedacht, als er 1960 die Abenteuer des kleinen Negerjungen als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer zu Papier brachte. Sicher auch nicht an den zwei Jahre später erscheinenden Fortsetzungsband Jim Knopf und die Wilde 13. Beide Bücher wurden seither viele zigtausendmal verkauft und gehören zu den erfolgreichsten und beliebtesten Kindernbüchern. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland, ob Europa, Amerika oder Asien. Man nennt ihn in den Niederlanden Knoop, im englischen Sprachraum Button, in Frankreich Bouton, in Polen Kuba Guzik, oder als italienischer Jim Bottone, in Ungarn Gombos Jim und viele andere Namen mehr. Überall ist die Geschichte des kleinen Krauskopfes bekannt. Jim kam mit der Post als Falschlieferung in einem Paket nach Lummerland, statt nach Kummerland. Eine Insel mit zwei Bergen, einem König, einem Fotografen, einer Kauffrau und natürlich Lukas der Lokomotivführer mit seiner Lok Emma. Frau Waas, die Besitzerin des Kolonialwarenladens zieht den Jungen auf, der von Lukas den Namen Jim erhält. Und weil dieser Junge ein Loch in der Hose hat, das sich nicht Flicken lässt, näht Frau Waas einen Knopf an. Und so kam Jim zu seinem Nachnamen. Für einen Jungen gibt es auf der Insel nicht viel zu entdecken. So freundet er sich mit Lukas an und will auch einmal Lokomotivführer werden. Doch als Jim groß wird, ist die Insel zu klein geworden. Alle Bewohner können dort nicht leben. Aus diesem Grund baut Lukas seine Emma zu einem Schiff um und verlässt die Insel, heimlich an Bord, Jim. Unterwegs treffen sie auf die unterschiedlichsten Personen. Etwa den Scheinriesen Herrn Turtur, der von weitem aussieht wie ein Riese, in der Nähe aber ein ganz normaler Mensch ist. Oder Nepomuk, den Halbdrachen, weil seine Mama ein Nilpferd war oder Ping Pong, das zweiunddreissigste Kind des Chinesen Schu Fu Lu Pi Plu.
Seither hat sich Jim nicht mehr verändert. Ich habe die Bücher bestimmt ein halbes Dutzen Mal gelesen. Und Jim ist kein Tag älter geworden. Es begann alles damit, dass ein Illustrator einen Text für ein Bilderbuch von dem damals noch unbekannten Autor erbat. Es wird erzählt, Michael Ende habe erklärt, dass die Geschichte beim Schreiben entstand. Er hatte kein Konzept, aber ein leeres Blatt Papier, dass es zu füllen galt. Die Geschichte entstand während sie zu Papier gebracht wurde. Doch bevor das erste Buch gedruckt wurde, sagten viele Verlage, denen das Manuskript vorgelegt wurde, ab. vielleicht war es zu umfangreich. Der Thienemannverlag entschloss sich daraus zwei Bücher zu machen. 1961 erhielt Michael Ende den deutschen Kinderbuchpreis. 1962 erschien Jim Knopf und die wilde 13. Als in den 1970er Jahren der hessische Rundfunk die Aufführung der Augsburger Puppenkiste ausstrahlte, wurde das Buch richtig bekannt.
Bis heute wurden mehr als vier Millionen Bücher weltweit verkauft. Laut dem Thienemann Verlag, in dem das Buch bis heute erscheint, erschien Jim Knopf in dreiunddreißig Sprachen.

Michael Ende

Michael Andreas Helmuth Ende, ein Meister phantastischer Geschichten, wurde am 12. Oktober 1929 in Garmisch-Partenkirchen geboren, wäre mithin in diesem Jahr 81 Jahre alt geworden. Sein Vater Edgar Ende (1901 - 1965) war ein bekannter surrealistischer Maler, dessen Bilderkunst in der Zeit des 1.000jährigen Reiches als entartet galt. Daher erhielt Edgar Ende ab 1936 ein Berufsverbot, ausgesprochen durch die Reichskulturkammer. Seine Mutter Luise, geborene Bartholomä (1892 - 1973) war eine liebevolle Frau, die ihn gern umsorgte. Im zarten Alter von zwei Jahren zog die Familie nach München-Pasing, wo sie es durch des Vaters Berufsverbot nicht sehr einfach hatten. Mutter Luise war Heilgymnastikerin und Masseurin und versorgte die Familie. Michael ist kein begeisteter Schüler, wie viele andere Kinder seines Alters ebenfalls. Mit 12 Jahren erlebt er seinen ersten Bombenangriff. 1945, kurz vor Kriegsende, Michael war gerade 16 Jahre alt, erhielt er die Einberufung zur Waffen-SS, der er jedoch nicht nachkam. Aus der Landverschickung flieht er zu seiner Mutter nach München, schliesst sich der ‚Freiheitsaktion Bayern’ an, während sein Vater weiterhin in amerikanischer Kriegsgefangenschaft ist. 1946 besucht Michael bereits wieder das Gymnasium in München, wechselt jedoch bald nach Stuttgart in eine freie Waldorfschule. Sein eigentliches Gebiet war jedoch die Literatur. Seine ersten Gedichte schrieb er 1943. Für Rundfunk und Kabarett schrieb er Texte. 1947 wird ‚Der Gaukler’ in der Esslinger Zeitung veröffentlicht. Ein Jahr später besteht er die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule Otto Falckenberg. Während seines zweijährigen Stipendiums lernt er moderne und klassische Schauspieltheorien. Ihm folgt ein Engagement an der Schleswig-Holsteiner Landesbühne in Rendsburg.
1952 lernt er die Schauspielerin Ingeborg Hoffmann kennen und lieben. Sie hegt eigentlich den Wunsch nach einer gescheiterten Ehe in die Staaten auszuwandern, doch bleibt sie wegen ihm in Deutschland. Es ist auch das Jahr, in dem er beginnt hauptberuflich für verschiedene Kabaretts Sketche und Lieder zu schreiben. Im Jahr darauf trennen sich Michaels Eltern. Er kümmert sich sehr intensiv um seine Mutter, die allen Lebensmut verlor und sogar versuchte Selbstmord zu begehen. Er selbst arbeitet ab 1954 für den Bayerischen Rundfunk als Filmkritiker. Leider reicht das Geld nicht zum Leben. 1955 schreibt er für das Kaberett ‚Die kleinen Fische’ einen Sketch zum 150sten Todestag von Friedrich Schiller. Mit diesem Sketch, indem ein Schiller-Denkmal befragt wird, antwortet eben jenes mit Zitaten aus Schiller-Werken. Dieses Gespräch macht ihn bekannt und in der Folgezeit arbeitete er mehr und mehr in diesem Bereich. Andererseits befasste er sich intensiv mit der Kunstauffassung von Bertold Brecht. Diese Arbeit zeigt ihm aber auch, dass er und Beertold Brecht unterschiedlicher Meinung zu Theater und Literatur sind. In einer Diskussionsrunde mit Joseph Beuys meinte er:
„Ich will meinen Leser zunächst unterhalten. Ich will ihn zu einer Art gemeinsamen Spiel einladen, und wenn er sich auf das Spiel einlässt, wird er dabei einiges Erleben, was ihn vielleicht innerlich reicher macht.“
1956 lebt Michael Ende für einige Monate im italienischen Palermo. Hier beeindruckt ihn vor allem die gelebte Tradition der Geschichtenerzähler. Als ihn ein alter Schulkamerad um einen Text für ein Kinderbuch bittet, beginnt Michael zu schreiben. Doch aus dem kurzen Text wird etwas langes, das schliesslich in zwei Bücher aufgeteilt. So entsteht sein erstes Kinderbuch, jenes im Anfang erwähnte ‚Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer’. Mit diesem Buch gelang ihm sein schriftstellerischer Durchbruch. Er tingelte mit seinem Manuscript von Verlag zu Verlag, bis er in Stuttgart beim Thienemann Verlag einen Erfolg verbuchen konnte. Im folgenden Jahr erhielt Michael Ende den Jugendliteraturpreis für diese Geschichte. Einem grossen Publikum wurde ‚Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer’ bekannt, als die Augsburger Puppenkiste sich diesem Themas annahm und auch später die Fortsetzung ‚Jim Knopf und die Wilde 13’ erschien.
Michael Ende ist inzwischen finanziell unabhängig, kündigt seinen Rundfunkjob und schreibt Theaterstücke. Am 7. August 1964 heiraten er und Ingeborg Hoffmann in Rom. 1966 erfüllt er sich den Traum vom eigenen Schloss. Vier schwere Jahre lang gibt er sein ganzes Geld aus, nur um zum Schluss ein unbewohnbarese Schloss aus dem Jahr 1415 wieder zu verkaufen. 1970 zog Michael Ende, von Deutschland enttäuscht, mit seiner Frau Ingeborg nach Italien. In seiner ‚Villa Einhorn’ nähe Genzano, südlich von Rom, lebte und arbeitete er. Hier entstanden ‚Momo’, ‚Die unendliche Geschichte’, Das Traumfresserchen’ und andere mehr. Für ‚Momo’ erhielt er ebenfalls den Deutschen Jugendliteraturpreis. ‚Momo’ wurde verfilmt, wie auch die später erschienene Erzählung ‚Die unendliche Geschichte’. Diese war es schliesslich auch, die ihn berühmt machte. Dabei war er mit der Verfilmung gar nicht einverstanden. Bernd Eichingers Produktion, mit Regisseur Roland Emmerich, der später in seinen Filmen New York mehr als einmal in Schutt und Asche legte, entsprach nicht dem, was sich Michael Ende für seinen Film vorstellte. Im Nachhinein bezeichnete er den Film mit nicht gerade freundlichen Eigenschaften. Der Film, von der Neuen Constantin Filmgesellschaft hergestellt, ist für ihn der schlimmste Kitsch. Als Entschädigung gewissermassen ist die Uraufführung ‚bairischen Mär mit Musik’, ‚Der Goggolori’ im Jahr 1985 ein grosser Erfolg. Sie entstand in der jahrelangen Zusammenarbeit mit dem Komponisten Wilfried Hiller. Diese Oper wird zur meistgespielten deutschen Oper nach dem zweiten Weltkrieg. Einen Monat nach der Uraufführung seiner Oper stirbt seine Frau Ingeborg an einer Lungenembolie. Der Tod seiner Frau und Vertrauten, der Gesprächspartnerin in künstlerischen Fragen, erschüttert ihn sehr stark. Die Folge ist, dass Michael mit seinem Hab und Gut zurück nach Deutschland reist. Noch im gleichen Jahr trifft er seine japanische Übersetzerin Mariko Sato wieder. Vier Jahre später heiratet das Paar. Ein Jahr vorher jedoch hatte ihn ein finanzieller Tiefschlag getroffen. Er erfuhr, dass sein Steurberater ihn betrog und mit Schulden in Millionenhöhe sitzen liess. Freunde und der Thienemann Verlag halfen ihm aus dieser Misere. Vor der Öffentlichkeit konnte dieses Malheur lange Zeit geheim gehalten werden. In den folgenden Jahren veröffentlicht er weitere Bücher und Theaterstücke. Seine Bücher erreichten inzwischen eine Gesamtauflage von 15 Millionen und liegen heute, 2004, sicher bei knapp 25 Millionen. In seinem ganzen Leben haben ihn die sogenannten Kritiker immer gemieden. Michael Ende meinte einmal sehr treffend: „Man darf von jeder Tür in den literarischen Salon treten: aus der Gefängnistür, aus der Irrenhaustür oder aus der Bordelltür. Nur aus einer Tür darf man nicht kommen, aus der Kinderzimmertür.“
Im Juni 1994 wird Michael Ende in einem Münchner Krankenhaus am Magen operiert. Trotz frühzeitiger Untersuchungen, konnte der Magenkrebs nicht erkannt und später trotz Chemoterapie nicht geheilt werden.
Inzwischen wurden die Werke von Michael Ende als Zeichentrickfilme verarbeitet, als Hörbücher und als Kino-Filme. Mit seinen Büchern zählt er heute zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern, der zwar ein vielseitiger Autor war, dennoch meist als Jugenbuchautor gehandelt wird. Seine Bücher wurden mittlerweile in vierzig Sprachen übersetzt. Für sein schriftstellerisches Werk erhielt er viele Deutsche und Internationale Preise und Auszeichnungen. Dabei stieg die Gesamtauflage seiner Bücher auf über 25 Millionen Exemplare an. Die Themen die er in seinen Erzählungen behandelte, galten immer dem Finden des eigenen Standpunktes. Ob Jim (siehe Einleitungstext) oder Momo oder Bastian. Sie waren immer nach der Suche nach ihrem eigenen Lebensmittelpunkt, ihrer Stellung in der Gesellschaft. In meist bildhafter und um so einfühlsamerer Sprache beschrieb er die vielen Lebensmöglichkeiten und die Grenzen der eigenen Verantwortung. Seine Helden waren immer Figuren, die irgendwo am Rande der Zivilisation lebten. Die Beziehungen zwischen ihnen und ihrer Umwelt waren dem deutschen Autoren wichtige Ausgangspunkte um Erfahrungen in der Welt zu sammeln. Dabei wurde das ‚Haben wollen’, der Materialismus ein wenig überbetont, um ihn im Anschluss daran ein wenig zu verteufeln. Ihm verdankt es mancher Leser, über sich selbst nachzudenken. Dafür wurde die Lust am Leben, an der Einfachheit der Welt, wieder zu einem Ziel. Michaels Liebe galt dem geschriebenen Wort. In Form spannender Bücher, lustiger Geschichten, Singspielen und anderen mehr, in denen fabelhafte Wesen ungeahnte Abenteuer erlebten. Seine Welt war das Wort. Er war ein wortgewandter Lautmaler, dessen Zeichnungen in Form von Worten und Beschreibungen in unser Herzen Einzug hielten. In unserer technisierten, Computer beherrschten Zeit ist ein Träumer wie Michael Ende der Hüter des verloren gegangenen Reiches Phantasien.
Michael Ende starb am 28. August 1995 nach langer schwerer Krankheit in Stuttgart. Im Jahre 1998 wurde in der Internationalen Jugendbibliothek in der Blutenburg, in München, ihm zu Ehren ein Michael Ende Museum eingerichtet.



Lummerland ist eine ganz kleine Monarchie, mit dem König Alfons der Viertel-vor-Zwölften als Landesherrn. Es ist eine Insel mit zwei Bergen, regen Eisenbahnverkehr und einem Tunnel. Leider ist es eine aussterbende Monarchie, denn der König ist ohne Weib und Kind. Dafür hat er vier Untertanen. Das ist zum Einen der Lokomotivführer Lukas, der mit seinem Schnauferl Emma ständig um die Insel fährt. Dann gibt es Frau Waas, die ganz plötzlich Mutterfreuden entgegensieht, bekommt sie doch ein Baby. Doch das kommt mit der Post und ist zudem von schwarzer Hautfarbe. Dann gibt es noch Herrn Ärmel, dessen wundervolle Rolle darin besteht, nur Untertan zu sein.
Doch zurück zu Jim. Eines Tages kommt der Postbote, ganz profan im Postboot über das Meer und bringt Frau Waas ein Päckchen. Niemand auf der Insel kennt den Absender und der Empfänger ist leider auch nicht so einfach zu entziffern. Und als das Päckchen geöffnet wird, findet sich dort ein kleines schwarzes Negerlein. Weil er ein Neger ist und alle Neger Jim heissen, nennt man ihn also auch gleich so und weil er einen Nachnamen benötigt, heisst er so, wie sein hervorstechendstes Merkmal, ein riesiger Knopf an seiner Hose. Jim wird der beste Freund von Lukas, weil er der einzige Mensch ist, der im Looping spucken kann. Und weil ihm die Eisenbahn so viel Spass macht, wird er mit der Zeit Lehrling auf der Lummerländer Eisenbahnstrecke. Damit steht sein Ziel schon fest. Lokomotivführer werden.
Eines Tages zerbricht sich aber der Herr König seinen Kopf. Was wird geschehen, wenn Jim erwachsen wird? Die Insel Lummerland ist klein, es passt kein weiteres Haus darauf. Muss die Eisenbahn stillgelegt werden? Und wass macht der König mit 50prozentiger Arbeitslosigkeit, wenn er zwei arbeitslose Lokomotivführer hat? Diese Denkerei hat zur Nachwirkung die tollen Abenteuer der beiden Freunde Jim und Lukas. Sie machen ihre Lokomotive Emma seetüchtig und schippern mit ihr über das weite Meer, direkt nach China. Hier erfahren sie bei der Ankunft am Ufer, dass die schöne Prinzessin Li Si entführt wurde. Die zwei Abenteurer machen sich auf den Weg zur Hauptstadt Ping, um den Kaiser von China ihre Aufwartung zu machen. Als selbsternannte Botschafter des Inselreiches Lummerland, dass durch ihre Abreise fast 50 Prozent ihrer Bewohner verlor. Mit dem Segen des Kaisers machen sie sich auf, durchqueren das Tal der Dämmerung im Gebirge, das die Krone der Welt genannt wird, durchqueren die Wüste um dort auf den Scheinriesen Herrn Tur Tur zu treffen, den sie einen Job als Leuchtturmwärter auf Lummerland verschaffen. Mit seiner Hilfe gelangen sie zum ‚Mund des Todes’ wo sie sich die Hilfe des Halbdrachen Nepomuk sichern können. Sie gelangen in die Drachenstadt Kummerland, in der nur reinrassige Drachen wohnen dürfen, wo sie Li Si befreien, die von der Wilden 13 entführt wurde. Dazu müssen sie jedoch das Gebirge mit dem Namen Krone der Welt durchqueren. Wie auch andere Kinder landete sie beim Drachen Frau Mahlzahn, die sich wiederum als Lehrerin aufführt. Jim Knopf und sein väterlicher Freund können unter Mitwirkung der Kinder den Drachen bändigen und ihn nach China entführen, wo er im Zoo gehalten wird.

Ich kannte Jim Knopf zuerst nur aus den Aufführungen der Augsburger Puppenkiste, zumindest kann ich mich an diese besonders erinnern, bevor ich die Bücher lesen konnte. Zuerst stand bei mir Karl May und anderes auf der Liste. Heute sind die beiden Bücher um den Mohren Jim Klassiker der Kinderliteratur. Und wie es mit solchen Büchern immer geschieht, versucht der erwachsene Leser die Bücher zu verstehen und mit einer eigenen Meinung zu versehen. Heute kann man Michael Ende nicht mehr fragen, ob er die chinesische Grossfamilie mit den Kindern, Kindeskindern etc überspitzt darstellen wollte oder ob er mit einfachen Mitteln das Problem einer Fata Morgana erklären wollte, ob der Humor gewollt oder zufällig entstand... Lukas ist in vielen Dingen für Jim ein Vorbild. Wie für viele andere Jungen der Vater immer eine Vorbildfunktion einnimmt. Dem konnte sich Michael Ende sicher nicht entziehen, als er seinen Vater, den Maler Edgar Ende, immer mal wieder in Lukas durchscheinen lässt.
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