Wegen Justus Frantz und der „Philharmonie der Nationen“ - wird Stolberg bald von Chinesen überflutet?

Schon das Stadttor von Stolberg versprüht Mittelalter-Flair. (Foto: siepmannH / pixelio.de) (Foto: siepmannH / pixelio.de)
Stolberg – ein idyllisches Städtchen im Harz, geprägt von Fachwerkhäusern, umgeben von Wald. Das Stolberger Schloss wird ab 2012 zum Probe-Ort für die „Philharmonie der Nationen“ von Dirigent Justus Frantz. Und der Star vor dem Orchester leiert an, dass bald auch Chinesen kommen. Nicht nur Touristen, sondern vielmehr Investoren.

Bald könnte es mit der Mittelalter-Idylle in Stolberg vorbei sein. Denn wenn Geschäftsleute aus der chinesischen Wirtschaft in den Standort im Südharz investieren, prägen in wenigen Jahren womöglich Fabriken das Stadtbild. Maiyue Cheng, Vizepräsident des IT-Unternehmens Cisco, ist nach Angaben der BILD-Zeitung einer der potenziellen Investoren. Und Xiaoyong Hu, der sich ebenfalls schon in Stolberg umgeschaut hat, pflegt beste Beziehungen zu hochrangigen Politikern aus China - beispielsweise zu Präsident Hu Jintao. Ihn reizt an Stolberg vor allem die Mischung aus Natur, Geschichte, Kunst und Musik. Deshalb will der ehemalige Klavierschüler von Frantz der größten Tageszeitung Deutschlands zufolge auch ein Elite-Musikinternat für reiche chinesische Kinder in Stolberg eröffnen.

Puffereffekte sind erwünscht. Sowohl, was wirtschaftliche Interessen betrifft, als auch den Tourismus in Stolberg. Denn neben Buchenwäldern rings herum hat die Stadt eben noch ein Schloss, Mittelalter-Flair mit Fachwerkhäusern und das Museum „Alte Münze“ – eine komplett erhaltene Münzwerkstadt - zu bieten. Kommen deswegen bald die Chinesen in Scharen nach Stolberg im Südharz?
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