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LEADER-Projekt in Gefahr!

Die Rückstandhalde in Wathlingen

Seit 2007 hat unser Verein kontinuierlich daran gearbeitet, die Gleisanlagen der Grubenanschlussbahn der K+S AG zu erhalten. Wir vermitteln seit 2012 Besuchern aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland die Industriegeschichte der Region um Hänigsen, Wathlingen und Nienhagen. Seit 3 Jahren sind wir EU-Projekt der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue.
Nun ist dieses Projekt in seiner Existenz gefährdet, weil einige Kommunalpolitiker auf unseren Gleisen eine Straße bauen wollen, damit Abdeckmaterial zur Kalihalde in Wathlingen über diese Straße mitten durch das FFH-Gebiet Brand gefahren werden kann.

Die Vereinsmitglieder der Kalibahn Niedersachsen Riedel e.V. sind empört! Eine Gruppierung um die CDU Uetze fordert allen Ernstes, dass auf der Gleistrasse eine Straße gebaut wird, über die dann der LKW-Verkehr zur Halde in Wathlingen abgewickelt werden soll. Das wäre das Ende des Projektes "Route IndustrieKULTOUR"!
Jahre haben die Kalibahner gekämpft, um die alten Gleisanlagen zu erhalten.
Viel Zeit, Geld und Mühe wurden in die Ertüchtigung der Strecke und die sonstige Infrastruktur investiert.
Jährlich nutzen etwa 3000 Besucher das Angebot, auf sportive Weise etwas über die Industriegeschichte der Region zu erfahren. Kalibergbau, Ölförderung und auch die Ereignisse im 2. Weltkrieg sind dabei nur die wichtigsten Themen.
Schulklassen informieren sich ebenso wie Firmen oder Vereine und Verbände.
Im Jahr 2016 erhielt der Verein, der sich bis dahin ausschließlich selbst finanziert hat, erstmals Fördermittel aus dem LEADER-Programm der Aller-Fuhse-Aue.
Strenge Auflagen müssen erfüllt werden, da die Gleise teilweise durch das FFH-Gebiet Brand führen.
So darf nur an 3 Tagen in der Woche und auch nur bis 18:00 Uhr gefahren werden, und das mit Fahrraddraisinen.
Das interessiert aber einige Lokalpolitiker um die CDU in Uetze nicht.
Sie fordern, dass auf den Gleisanlagen der Kalibahn demnächst 40 Tonner mit Bauschutt durch das FFH-Gebiet donnern, um Bauschutt zur Überbauung der Kalihalde in Wathlingen anzuliefern.
Das Ende der Kalibahn und, was noch schwerer wiegt, des FFH-Gebietes.
Dabei gibt es andere Lösungen, auf die sich die Bürgermeister von Burgdorf, Uetze, Hänigsen, der Samtgemeinde Wathlingen, Nienhagens und Wathlingen auch verständigt hatten.
Bei der Lösung der CDU-Gruppe, dieser Hinweis sei erlaubt, gibt es keine Garantie, dass die Spediteure ihre LKW auch tatsächlich die Route befahren lassen. Zwingen kann sie dazu nämlich Niemand.
Es steht also die Vermutung im Raum, dass trotz der Zerstörung des FFH-Gebietes und der Kalibahn, die LKW trotzdem durch Hänigsen rollen. Dabei gibt es für Hänigsen eine ganz einfache Lösung.
Sie ist bei den Fotos dargestellt.
Die Kalibahner werden, Seite an Seite mit Umweltverbänden und Bürgern aus Nienhagen und Papenhorst gegen die Nutzung der Gleistrasse als Straße mitten durch deren Naherholungsgebiet kämpfen.
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2 Kommentare
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Holger Finck aus Langenhagen | 18.02.2018 | 18:18  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 18.02.2018 | 18:56  
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