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Umgehung Buttenwiesen: Einigkeit im Gemeinderat über „bestmögliche Trassenführung“

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Skizze der vom Gemeinderat favorisierten Trasse der Umgehungsstraße von Lauterbach, Buttenwiesen und Frauenstetten (blaue Markierung) (Bild: Walter Schwenk).
Klausurtagung des Gemeinderats Buttenwiesen über Umgehungsstraße

Bürgermeister Norbert Beutmüller und die Buttenwiesener Gemeinderäte sind sich mit großer Mehrheit einig: „Unser Vorschlag ist für Buttenwiesen die bestmögliche Trassenführung“.

In einer zweitägigen Klausurtagung verständigten sich die Lokalpolitiker mit großer Geschlossenheit auf eine Diskussionstrasse für eine Gesamtumfahrung von Buttenwiesen. Sie dient als Grundlage für Gespräche mit Behörden und Entscheidungsträgern.

Zudem sprach sich das Gremium für die kommunale Sonderbaulast aus, wenn der Freistaat Bayern als verantwortlicher Baulastträger einen Fördersatz von mindestens 80 % zusagt und die von der Gemeinde favorisierte Trasse zur Ausführung kommt. Dies bedeutet, dass die Gemeinde die Federführung für Planung und Bauausführung übernimmt und 20 % der Kosten selbst trägt. In der Summe könnten dadurch auf Buttenwiesen Kosten in Höhe von circa 4 Millionen Euro zukommen.

Der vom Gemeinderat favorisierte Trassenverlauf umfährt Lauterbach nordwestlich (Zusamtrasse) und geht östlich an Buttenwiesen vorbei (Waldtrasse). Für Frauenstetten freundeten sich die Räte zunehmend mit der von Bürgermeister Beutmüller ins Gespräch gebrachten westlichen Umgehung an.

Die Klausurtagung begann im Sitzungssaal des Buttenwiesener Rathauses. Bürgervertreter aus den drei betroffenen Ortsteilen berichteten dem Ratsgremium über die Verkehrsbelastung in ihren Heimatdörfern und trugen ihre Anliegen vor. Durch Frauenstetten fahren täglich fast 7500 Fahrzeuge.

Die Klausurtagung selbst fand in der Bayerischen Verwaltungsschule in Holzhausen am Ammersee statt. Bürgermeister Beutmüller informierte die Gemeinderäte zunächst über den aktuellen Sachstand.

Seit 1996 wurde das Thema Umgehungsstraße in zahlreichen Gemeinderatssitzungen, Gesprächen mit den Fachbehörden und Gutachten behandelt. „Wir haben alles Machbare getan, um die Umfahrung auf den Weg zu bringen“, fasst Beutmüller die Bemühungen der Gemeinde zusammen. Im derzeit gültigen Ausbauplan ist jedoch nur die Umgehung Lauterbach mit Prioritätsstufe 1 berücksichtigt. Buttenwiesen und Frauenstetten sind in der Reserve.

Intensiv diskutierten die Gemeinderäte die verschiedenen Trassenvarianten. Zahlreiche Aspekte wurden hierbei erörtert: Reduzierung des Gesundheitsrisikos für die Anwohner (Lärmbelästigung), Ortskernentwicklung, Bedürfnisse der Wirtschaft, Naturschutz.

Unter allen Varianten kristallisierte sich schließlich die Diskussionstrasse als vorteilhaftester Streckenverlauf heraus. Gefallen fand vor allem die Tatsache, dass bei dieser Variante die Orte Wortelstetten, Hinterried und Frauenstetten auf der gleichen Straßenseite liegen und nicht getrennt werden. Auch für den Schwerlastverkehr wäre sie die beste Lösung. Für die Anwohner in den betroffenen Ortsteilen würde die Lebensqualität deutlich steigen.

Die Gemeinderäte waren sich bewusst, dass auch die favorisierte Trassenführung Konfliktpotenzial besitzt. Dies gilt allerdings, so die einhellige Meinung, auch für die anderen Alternativen. Das Ratgremium betonte seine Konsensbereitschaft, um ein optimales Ergebnis zu realisieren und die verbleibende Zeit des jetzt gültigen Straßenausbauplans (bis Ende 2010) zu nutzen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 22.12.2009
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