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Dorferneuerung fördert auch private Maßnahmen

Zuschüsse für Baumaßnahmen möglich

Für die drei Buttenwiesener Ortsteile Oberthürheim, Pfaffenhofen und Unterthürheim wurden vor kurzem Dorferneuerungsverfahren angeordnet. In Lauterbach läuft dieses Programm für den Bereich der Bahnhofstraße bereits seit mehreren Jahren. Das Hauptziel der Dorferneuerung besteht in einer nachhaltigen Verbesserung der Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Umweltverhältnisse auf dem Land. Durch die Dorferneuerung sollen die Dörfer auf künftige Erfordernisse vorbereitet werden.

Neben dem gemeinschaftlichen und öffentlichen Bereich sind auch private Maßnahmen ein wichtiger Baustein der Dorferneuerung. Gerade die Investitionen privater Bauherren in leerstehende Bausubstanz, markante alte Gebäude und in die Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Häuser verhindern, dass die Ortskerne aussterben.

Aus diesem Grund gewährt das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Fördermittel für Um-, An- und Ausbaumaßnahmen im Wohnbereich ländlich-dörflicher Bausubstanz. Ebenso können Fassadengestaltungen sowie Hofraum- und Vorbereichsgestaltungen bezuschusst werden. Gleiches gilt für Baumaßnahmen im Wirtschaftsteil landwirtschaftlicher, handwerklicher oder anderer dörflicher Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Neubauten erhalten nur im Ausnahmefall eine Förderung zur gestalterischen Anpassung. Wichtig: Die genannten Maßnahmen müssen dorfgerecht sein, d.h. sie müssen den Zielen der Dorferneuerung entsprechen. Hierüber entscheidet im Einzelfall das ALE. Zudem dürfen die Maßnahmen noch nicht begonnen sein.

Der Fördersatz für Maßnahmen zur Erhaltung, Umnutzung und Gestaltung an dörflichen Gebäuden beträgt maximal 30 %, höchstens 30.000 Euro pro Anwesen. Für ortsplanerisch, kulturhistorisch oder denkmalpflegerisch besonders wertvolle Gebäude ist sogar eine erhöhte Förderung von 60 % möglich (maximal 60.000 Euro). Bei besonderen Aufwendungen für energiesparende Maßnahmen kann der Förderhöchstbetrag um bis zu 10.000 Euro erhöht werden. Die Gestaltung von Vorbereichs- und Hofräumen wird bis zu 30 % bezuschusst (höchstens 10.000 Euro). Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich (z.B. Denkmalpflege, Wohnungsbauförderung). Um die Fördermittel nicht nach dem Gießkannenprinzip auf Kleinstmaßnahmen zu verteilen, konzentriert sich die Förderung auf Maßnahmen mit einem Zuwendungsbedarf von über 1.000 Euro.

Bürgermeister Norbert Beutmüller appelliert an alle Gebäudeeigentümer in den vier genannten Ortsteilen, sich diese Fördermittel nicht entgehen zu lassen: „Die Gemeinde wird in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen, um die Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer zu verbessern. Helfen auch Sie durch private Maßnahmen mit, dass die Dorferneuerung ein Erfolg wird.“

Um den Zuschuss zu erhalten, ist als erster Schritt eine Anfrage beim ALE Schwaben in Krumbach erforderlich (Tel. 08292/92-0). Bei einem Ortstermin mit kostenloser Bauberatung geben das ALE oder der beauftragte Dorferneuerungsplaner wichtige Hinweise zu den möglichen Baumaßnahmen. Anschließend kann der Bauherr die Fördermittel beim ALE beantragen. Nach schriftlicher Zustimmung durch das Amt kann mit der Bauausführung begonnen werden. Ein Baubeginn vor der amtlichen Zustimmung ist förderschädlich. Nach Vorlage der Rechnungen durch den Bauherrn und deren Prüfung durch das ALE erfolgt die Auszahlung des Förderbetrags.
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