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Ehrenamtliches Engagement: Unterthürheimer sanieren Friedhofskapelle

Die südliche Kapelle im Unterthürheimer Friedhof erstrahlt nach der Sanierung in neuem Glanz. Die Figur des „Gegeißelten Heilands“ wurde vom bekannten Künstler Otto Kobel geschaffen.
 
Die Sanierung der Friedhofskapelle war eine Gemeinschaftsleistung vieler freiwilliger Helfer. Hauptorganisator Karl Mordstein freut sich über das ehrenamtliche Engagement der Helfer: „Nie habe ich eine Absage erhalten. Jeder hat bereitwillig geholfen.“ Die Helfer von links nach rechts: Johann Mordstein, Josef Liebl, Fritz Hillenbrand, Karl Almer, Johann Deißer, Karl Mordstein, Otmar Burkard, Franz Lappler, Fritz Ganz, Walter Schmid und Gerhard Lerch.
Vom Sorgenkind zum Glanzstück

Ehrenamtliches Engagement: Unterthürheimer sanieren Friedhofskapelle
Besucher des Unterthürheimer Friedhofs können sich seit einiger Zeit an einem prächtigen Anblick erfreuen: Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten glänzt die südliche Friedhofskapelle in frischen Farben. In ehrenamtlicher Eigenleistung beteiligten sich zahlreiche Freiwillige aus Unterthürheim und Umgebung tatkräftig an der Renovierung der kleinen Kapelle. Hauptorganisator der Arbeiten war Karl Mordstein aus Unterthürheim.

Vor der Sanierung bereitete die südliche Friedhofskapelle große Sorgen: Das Mauerwerk war feucht, der Putz bröckelte ab und das Dach war undicht. Schnell wurde den freiwilligen Arbeitern klar, dass es mit einem neuen Farbanstrich nicht getan war, sondern eine grundlegende Sanierung erforderlich ist. In über 400 Arbeitsstunden wurde der alte Putz abgeschlagen, das Mauerwerk trockengelegt und ein neuer wasserabweisender Spezialputz aufgetragen, der die Kapelle für die nächsten Jahrzehnte vor Feuchtigkeit schützt.

Besonders willkommen war hierbei das berufliche Fachwissen von Johann Deißer, der für die vielfältigen Feuchtigkeitsprobleme immer eine fachgerechte Lösung parat hatte.

Die örtliche Zimmerei Karl Mayr richtete unentgeltlich einen neuen Dachstuhl auf und verlegte die neuen Dachplatten, die von der Firma Creaton aus Wertingen gespendet wurden. Die Spenglereiarbeiten wurden von der Unterthürheimer Firma Johann Buchart gesponsert.

Abgerundet wurde die Sanierung durch einen neuen Boden aus Natursteinplatten, einer neue Treppe und der farblichen Auffrischung der Figur des „Gegeißelten Heilands“ im Innern der Kapelle. Auch das prächtige Absperrgitter wurde neu gestrichen.

Dank zahlreicher Spenden mussten sich Karl Mordstein und sein Team nicht auf eine bloße Sanierung beschränken, sondern konnten auch Geld in die Verschönerung der Kapelle investieren: Auf dem Dach wurde ein schmiedeisernes Kreuz angebracht. Zudem wird das Giebeldreieck nun von dem Christussymbol IHS geziert (gemalt von Kirchenmaler Wolfgang Lorenz aus Blindheim).

Durch diese Maßnahmen harmoniert die Friedhofskapelle nun besonders schön mit der gegenüberliegenden Kriegergedächtniskapelle, die vor einigen Jahren von der Soldatenkameradschaft Unterthürheim renoviert worden war. Das Spendengeld wird außerdem für die Anschaffung von Pflanzenschmuck verwendet.

Es stammt u.a. von einem Spendenkonto, das auf Wunsch der vor fast zwei Jahren verstorbenen Anna Mordstein, der Ehefrau des Hauptorganisators Karl Mordstein, eingerichtet wurde. Sie hatte sich jahrelang liebevoll um die Kapelle gekümmert und in ihrem letzten Willen darum gebeten, für die Sanierung zu spenden.

Auch die Raiffeisenbank Unteres Zusamtal unterstützte die Arbeiten: Während der Renovierung fand der „Gegeißelte Heiland“ in der Geschäftsstelle Unterthürheim „Asyl“. In der dort aufgestellten Spendenbox leisteten viele Bankkunden ihren finanziellen Beitrag zur gelungenen Sanierung.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 18.08.2012
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