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Erfolgreiche Buttenwiesener Energieaktivitäten: Solar, Wasser und Biomasse erzeugen fast 40 % des Stroms

Das Bürgersolardach der Volksschule Pfaffenhofen erzeugt umwelt- und klimafreundlich Strom – nur ein Beispiel von vielen aus dem Gemeindegebiet Buttenwiesen.
2,6 Millionen Euro Einspeisevergütung ausbezahlt

17 – 28 – 38. Diese Zahlenkolonne bringt den Vormarsch regenerativer Energien in der Gemeinde Buttenwiesen auf einen Nenner. 2006 betrug der Anteil von Biomasse, Solar und Wasserkraft an der Produktion des im Gemeindegebiet verbrauchten Stroms rund 17 %, 2007 konnte der Anteil auf 28 % erhöht werden. Das vergangene Jahr setzte diese Entwicklung fort: Erneuerbare Energien erzeugten 38 % des Buttenwiesener Stroms (Steigerung um 37 % im Vergleich zum Vorjahr).

Der Gesamtstromverbrauch von 26,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) entsprach 2008 in etwa der Zahl des vorangegangen Jahres (26,3 Millionen kWh).

Am leistungsfähigsten sind die vier Biomasse-Anlagen: Sie produzierten mit 7,3 Millionen kWh ca. 24 % der Gesamtsstrommenge – 37 % mehr als im Vorjahr.

Auch Photovoltaik nahm eine fulminante Entwicklung: Die 142 Anlagen erzeugten 3,2 Millionen kWh (12,1 %) – um 39 % mehr als 2007, als die damaligen 107 Photovoltaik-Anlagen auf insgesamt 2,3 Millionen kWh (8,7 %) kamen. Hier wirkte sich vor allem die Erweiterung des Solarparks am Maierhof positiv aus.

Einen kleinen Beitrag leisten auch die drei Wasserkraftwerke: Sie hatten 2008 einen Anteil von 1,9 % (ca. 470 000 kWh) an der Gesamtstrommenge (2007: 354 000 kWh; 1,5 %).

Bürgermeister Norbert Beutmüller zeigt sich von diesen Zahlen beeindruckt: „Das vor einigen Jahren proklamierte Ziel, innerhalb weniger Jahre auf dem Stromsektor energieautark zu werden, ist keine realitätsferne Zukunftsvision, sondern nimmt Schritt für Schritt Gestalt an. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Nach seinen Worten ist der Endpunkt bei der Nutzung regenerativer Energien in Buttenwiesen noch lange nicht erreicht. Beutmüller appelliert an die Gewerbetreibenden und Hausbesitzer im Gemeindegebiet: „Geben Sie Vollgas bei den erneuerbaren Energien! Investitionen auf diesem Gebiet lohnen sich wirtschaftlich und schonen das Klima.“

Er verweist zudem auf einen weiteren wichtigen Aspekt: „Im vergangenen Jahr wurden über 2,6 Millionen Euro Einspeisevergütung ausbezahlt. Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Das Geld bleibt hier bei uns und fließt nicht in fremde Kanäle.“

Von dieser Entwicklung profitiert auch die Versorgungssicherheit: Je mehr Energie vor Ort erzeugt wird, desto geringer ist die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten, die ihre dominierende Stellung oft als politisches Druckmittel ausnutzen.

Der leicht erhöhte Stromverbrauch beweist, dass es beim Energiesparen noch große Reserven gibt. Auch hier hat die Gemeinde Buttenwiesen bereits einen Markstein gesetzt: Mit dem Stromsparpreis werden die Bürgerinnen und Bürger animiert, Energie zu sparen. Alle Informationen hierzu gibt es im Rathaus und unter www.buttenwiesen.de. Mit diesen beiden Standbeinen – erneuerbare Energien und Energiesparen – ist man im Unteren Zusamtal zuversichtlich, die ehrgeizigen Ziele erreichen zu können.
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