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Burgdorfer Motorsportler besichtigten historische Stadt Minden

Burgdorfer Motorsportler vor dem Fahrgastschiff
Die Sommerfahrt des Burgdorfer Motorsport-Club im ADAC sollte diesmal in die Stadt Minden führen. Lange im voraus war die Planung diesbezüglich, durch den Organisator und Pressereferent des BMC, Karl-Heinz Piepenbrink abgeschlossen. Wegen Urlaubszeit und Terminüberschneidung waren vom Club die angedachten 20 Personen jedoch nicht zu bekommen. Da unser Club ja offen für Gäste ist, waren Bekannte des Fahrtleiters hocherfreut dabei sein zu können. Ein Gast bot sogar seine beiden VW Busse für den Transport an. Dieses wurde dankend angenommen.
Um 8:30 war das Treffen in Wettmar angesagt und alle die zu diesem Treffpunkt kommen wollten, waren da. Die beiden Busse kamen auch in diesem Moment angefahren. Jedoch fehlte hier eine angemeldete Person, sie war auch telefonisch nicht zu erreichen, und so fuhren wir nach Langenhagen um noch ein Clubmitglied zusteigen zu lassen. Das Handy klingelte und unser Busfahrer drehte noch einmal um und wir machten noch einmal Bekanntschaft mit dem Ort Wettmar. Da war ja dann auch unsere fehlende Person. Wie sich herausstellte, war eine Fehlabsprache bezüglich des Treffpunktes die Ursache. Na ja, wir waren jetzt zwar nicht mehr im Zeitplan, aber der zweite Bus war ja schon auf dem Weg nach Minden und Clubmitglied Dirk Krüger hatte von mir die Instruktionen des Programmablaufes übermittelt bekommen. Um 10:15 war dann auch der zweite Bus in Minden angekommen. Behände machten wir uns auf den Weg in die nahe gelegene Innenstadt, zum Treffpunkt für die Stadtführung, Wir waren jetzt 22 Personen, die sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen wollten- und trotz extra Einlage - pünktlich …. und einige der Anderen hatten sogar schon ihr Frühstück eingenommen.
Unser Stadtführer zeigte uns 1,5 Std. die Sehenswürdigkeiten der historischen Stadtgeschichte. Minden wurde 798 erstmals schriftlich erwähnt und Karl der Große gründete um 800 das Bistum Minden. Der mehr als 1000-jährige Dom, der im romanischen und gotischer Baustil harmonisch vereint ist, gilt als die schönste Hallenkirche Deutschlands. Ein paar Schritte weiter steht das Rathaus mit der ältesten Rathauslaube Westfalens. Die Führung führte uns durch Mindens Ober- und Unterstadt. In den kopfsteingepflasterten kleinen Gassen mit den schmalen, eng miteinander verbundenen Fachwerkhäusern fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Geschäftsstraßen und Einkaufspassagen wechseln sich ab mit stillen Gassen und großen Plätzen, ganz besonders der große Marktplatz, von hier kann man über die breite „Martini Treppe“ von der Unterstadt die Oberstadt erreichen. Viele der durch Krieg oder Feuersbrunst zerstörten Gebäude wurden von den Mindenern wieder aufgebaut und liebevoll restauriert. Romanik, Gotik, Weserrenaissance, Klassizismus und Historismus prägen das Stadtbild, und verleihen Minden sein unverwechselbares Aussehen. Kleine urige Kneipen und Biergärten laden hier zum Verweilen ein.
Unsere Stadtführung endete an der Schiffsmühle auf der Weser unmittelbar an der Glacisbrücke. Im Jahr 1998 entstand die Idee, die Rekonstruktion einer Schiffmühle aus dem 18. Jahrhundert, wie sie bis ins 19. Jahrhundert auf der Weser in Minden gelegen und gemahlen haben. Es wurde uns hier auch ausführlich erklärt und vorgeführt wie das Getreide zu Mehl wird.
Unser letzter Programmpunkt war eine Kanal – Weser – Rundfahrt. In etwa 3 km Entfernung von unserem Parkplatz entfernt, liegt das Wasserstraßenkreuz. Dies ist eine besondere Sehenswürdigkeit der Region, hier kreuzt der Mittellandkanal die Weser. Um 1914 errichtete man hier die „Schachtschleuse“, die einen Höhenunterschied von über 13 m ausgleicht und die Verbindung zwischen Mittellandkanal und Weser ermöglicht. Nach einer kleinen Pause bestiegen wir unser Fahrgastschiff die „Europa“ und hatten das Glück eine große Sitzgruppe am Bug des Schiffs, für unsere doch recht große Gruppe, besetzen zu dürfen. Kurz nach dem Ablegen fuhren wir in die Schachtschleuse um schon nach ca. 7 min die Weser zu erreichen. Eine Fahrt bis fast zur Wassermühle wurde uns geboten, dann zurück - und über 2 Schleusen wurden wir wieder in die Höhe des Kanals gebracht. Eine 341 Meter lange Kanalbrücke spannt sich über die Weserwiesen und das eigentliche Flussbett. Der Blick von hier oben über Minden bis hin zur Porta Westfalica ist schon etwas Besonderes. Nach ca. 2 Stunden legten wir wieder in der Nähe der Schachtschleuse an. Den ganzen Tag wurden wir von herrlichem Sonnenschein verwöhnt und dieser gab diesem erlebnisreichen Tag noch das gewisse Etwas.
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