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Bridger in Wolfenbüttel

im Schloss
Gemeinschaftserleben, Kultur und Bridgespielen sollten die 3 Pfeiler einer 3tägigen Fahrt des "Bridge-Treff Großburgwedel" sein.
Der Vorstand hatte als Ziel die Musikakademie in Wolfenbüttel ausgesucht. Von hier aus konnte man fußläufig die Sehenswürdigkeiten der Stadt erreichen, war nett untergebracht und hatte einen Seminarraum zur Verfügung gestellt bekommen, in dem man abends gemütlich beisammen sein konnte zum Klönen, Singen und natürlich zum Bridgespielen.
Der 2. Vorsitzende Richard Schmidt-Fellner und Johannes Wübbels hatten zuvor vor Ort ein Programm zusammengestellt, bei dem die Geschichtsträchtigkeit der Stadt Wolfenbüttel jedem Teilnehmer klar wurde. Bei einem Stadtrundgang erfuhr man vieles über die 400 Jahre, in denen die Welfen in Wolfenbüttel ihren Regierungssitz hatten. An den schönen Häusern der Altstadt konnte man erkennen, dass es auch den Bürgern in dieser Zeit recht gut ging. Große Persönlichkeiten wie Lessing, der hier seinen Roman " Nathan der Weise" schrieb, Leibnitz, der hier Bibliothekar war , oder der Hofkapellmeister und Komponist Praetorius, der hier lebte, haben viele sehenswerte und interessante Spuren hinterlassen.
Beeindruckend war auch der Besuch der weltberühmten Bibliothek. Man konnte nur staunen, was hier für Kostbarkeiten der alten Buchdruckerkunst zu finden sind.
Als besonderen Höhepunkt der Veranstaltung aber erlebten die Teilnehmer die Schlossführung. Der hochwohlgeborene Monsieur de la Marche - der Tanzmeister des Fürsten - führte die Gruppe im Originalkostüm durch die fürstlichen Gemächer. Er war entsetzt, dass die Damen vorwiegend in "Beinkleidern" erschienen und die Herren nicht "barbiert" waren. Dennoch ließ er sich herab, beim "Antichambrieren" im Vorzimmer zum Throngemach allen Anwesenden die nötigen "Referencen" beizubringen. Der Hofknicks der Damen und die stilgerechte Verbeugung der Herren waren schnell gelernt, so dass alle den Festsaal betreten durften und manches über die damaligen Feierlichkeiten und Lebensweisen erfuhren.
Mit vielen schönen Erinnerungen trennte sich die Gruppe am 3. Tag wieder voneinander, um in ihren Alltag zurückzukehren.
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