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On Radtour: Havel-Radweg

 
Mühlensee - kurz vor der Havel-Quelle
 
schöner Waldweg durch den lichten Wald ..
  Burgdorf: Spittaplatz | 1. Tag: - Bahn Burgdorf – Waren/ Rad Ankershagen – 51 km

Anreise mit der Bahn bis Waren mit Problemen, da unterwegs Bauarbeiten in Berlin stattfanden und wir 3 x mehr umsteigen als geplant mußten als geplant. Trotzdem pünktlich angekommen und nach einer gemütlichen Kaffeepause in Waren auf Radtour Direkt am Ortsausgang von Waren in den Müritz-Nationalpark auf guten Radwegen bis nach Ankershagen. Nach Abladen der Packtaschen und eine Erfrischung ging es dann noch mit dem Rad zur Havel-Quelle. Ein erst sehr sandiger, dann ein wunderschöner Waldweg führte uns am Mühlensee entlang zur Havel-Quelle. Der Rückweg wurde dann aber auf asphaltierter Landstraße angetreten und führte noch am Heinrich-Schliemann-Museum zurück zur Unterkunft nach Friedrichsfelde. Ein gemütliches Abendessen und dann noch in kleiner Runde ein Radausflug zum Herrenhaus nach Rumpshagen. Dort konnten dann auch die Störche beobachtet werden, die man in der Unterkunft auch per Kamera sah. Die Unterkunft ist ein ehemaliges Gutshaus mit einem schönen Park. Die Nacht war wunderbar still und man konnte nur nächtliche Vogelrufe (u.a. auch von Kranichen) hören.

2. Tag: -Ankershagen – Fürstenberg – 75 km

Nach einem Frühstück stand dann die erste Tagesetappe an. Immer wieder in oder am Rande des Nationalparks radelte die Gruppe in Richtung Kratzburg. Leicht hügelig wurde das Gelände in Richtung Kratzeburg. Die Seen, an denen man fast immer entlangradelt, sind fast alle untereinander verbunden und oft gibt es Möglichkeit, ein Kanu zu leihen und die Seen vom Wasser aus zu erkunden. Die Havel ist dort noch ein kleiner Bach und verschwindet meist hinter Grün. Ein Teil der Strecke führt auch an Straßen entlang. In den Orten oft mit Kopfsteinpflaster verbunden. Jeder Kilometer mehr führt dazu, dass die Havel immer mehr Wasser führt. Das Ziel des heutigen Tages ist Fürstenberg. Dort übernachten wir direkt im Ort und am Wasser. Zum Abendessen haben wir ein paar Tipps. Dafür müssen wir in die Innenstadt. Eine katastrophale Verkehrssituation! Leider führt direkt durch Fürstenberg eine stark befahrene Bundesstraße, auf der ein LKW nach dem anderen durchfährt. Verstehen die Stadtväter nicht, die so etwas zulassen! Trotzdem wir in einem Biergarten etwas von der Straße weg sitzen, ist der Lärm beträchtlich.

3. Tag: - Fürstenberg – Oranienburg – 93 km

Nach einem Frühstück direkt in der Nähe unserer Unterkunft (wieder mit viel zu viel Lärm durch die LKWs) machen wir uns auf die nächste Etappe.
Am ehemaligen KZ Ravensbrück machen wir Halt und schauen uns an, was dort noch an die unsägliche Zeit des Hitlerregimes erinnert.
Weiter geht es meist auf wenig befahrenen Straßen und Wege immer an der Havel oder Seen entlang. Kurz vor dem Ziegelpark Mildenberg führt die Strecke durch die Tongruben, die durch die Ziegelproduktion entstanden sind und die sich inzwischen mit Wasser gefüllt haben. Es entstand eine einzigartige Tonstichlandschaft mit einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt. Sehr sehenswert!
Von Zehdenick geht es dann am Vosskanal entlang. Die „Schnelle“ Havel schlängelt sich kaum sichtbar rechter Hand durch die Landschaft. Ab Liebenwalde erst ein Stück am Malzer-Kanal und dann am Oder-Havel-Kanal entlang. An der Schleuse Lehnitz sind wir dann schon in Oranienburg, da heutige Ziel. Die Unterkunft liegt direkt an der Havel und nur wenige Radminuten vom Schloss Oranienburg entfernt. Zum Abendessen radeln wir noch an den Lehnitzsee und beobachten auf dem See die Hausboote, die man sich mieten kann und die man ohne Bootsführerschein (nur mit einer Einführung) nutzen kann.

4. Tag: - Oranienburg – Werder – 88 km

Nach einem prima Frühstück radeln wir nun durch die immer mehr städtisch werdende Landschaft in Richtung Henningsdorf. In Hohen Neuendorf treffen wir dort auch auf den Berliner Mauer-Radweg. Die Stelen erinnern an die Toten der Grenze der DDR. Auch der Grenzturm liegt direkt am Radweg. Man kann jetzt oft nicht unterscheiden zwischen See und Havel. Bald ist Berlin-Spandau erreicht und leider erreicht uns auch Sturmböen und Regen. Das Kopfsteinpflaster vor der Zitadelle wird nass und das Rad mit dem Gepäck ist kaum zu halten und rutscht weg. Absteigen wäre besser gewesen!
Durch das Wetter halten wir uns nicht lange auf sondern radeln weiter in Richtung Wannsee. Eine Fähre bringt uns zum Wannsee. Dort müssen wir an einer stark befahrene Straße entlang, bis wir in den Berliner Forst abbiegen können. Bei leichten Regen erreichen wir die Glienicker Brücke und radeln nach Potsdam rein. Statt gleich in Richtung Holl. Viertel zu radeln, verirren wir uns – weil wir die stark befahrenen Straßen ivermeiden wollen - im Neuen Garten. Geduld ist gefragt. Das Garmin bringt uns dann doch in Richtung Sanssouci. Da dort nicht alle Wege mit dem Rad befahren werden können, radeln wir am chin. Teehaus zum Neuen Palais. Dort machen wir noch mal kurz Pause, bevor wir uns auf den Weg nach Werder-Glindow machen. Diesmal den kürzesten Weg und an einer stark befahrenen Straße (Das Verhalten der Kfz’ler ist katastrophal). Hupen, drängeln, nicht mit dem Mindestabstand überholen – und das laufend!) Wir sind froh, dass wir die Unterkunft finden. Ohne groß die Zimmer zu belegen, brauchen wir erstmal Entspannung vom Großstadttrubel. Ein Abendessen schließt sich gleich an, so dass wir dann beschwingt und wieder ganz entspannt die Nacht verbringen.

5. Tag: - Werder – Milow – 98 km


Nach einem Super-Frühstücksbuffet startete die Gruppe dann wieder mit frischem Schwung zur nächsten Etappe. Leider sollte es heute immer mal wieder mehr oder weniger nieseln.
Leider war es auch sehr viel kälter geworden und auch der Wind kam aus Westen und recht stürmisch mit Boen. Zwischen Havel und Seen konnte man weiterhin kaum unterscheiden. Auch heute begleiten uns wieder alte Ziegeleien und die entsprechenden Landschaften. In Brandenburg (wieder oft Holperplaster und rücksichtslose Kfz’ler) besuchen wir den Dom. Dann geht es am Breitlingsee und Mösersche See in Richtung Schloss Plau sowie Schlosspark. Eine kurze Pause im Schlosspark mit Aussicht auf den Plauer See. Danach geht es leider an einer stark befahrenen Straße und rücksichtslosen Kfz’lern weiter! Nach der Fähre Pritzerbe (im Regen) ist es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft in Milow. Mit einem schönen Abendessen beschliessen wir den Abend und genießen eine sehr ruhige und schöne Unterkunft direkt an der Havel

6. Tag: - Milow – Havelberg – 67 km

Das Frühstück genießen wir noch, aber der Tag fängt wieder mit Regen an und wird uns auch den ganzen Tag mehr oder weniger begleiten. Deshalb lassen wir Rathenow aus und radeln direkt unsere Etappe nach Plan. Hinter Steckelsdorf beginnt der große Truppenübungsplatz Klietz.
Ein Mitradler sieht einen jungen Wolf aber bevor die anderen Radler kommen ist er schon wieder im Wald verschwunden. Schade!
Und tatsächlich gibt es hier ein Wolfsrudel. (Wolfssichtung bei Rathenow – Truppenübungsgebiet/Wolfsrudel) https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1666308/
In Schollene halten wir zu Mittag an und essen einer kleinen Gaststätte (Linde) ein lecker Bauernomelett. Danach war das Wetter wieder ein wenig besser und bis Garz (Achteckige Fachwerkkirche). Der Regen setzt wieder ein und wir radeln durch wunderbare Niederungen mit vielen Kopfweiden und können leider kaum genießen.
Wir standen vor der Tür und bekamen eine Absage, da wir ein falsches Datum gebucht hatten. Jetzt heiß es suchen. Für 5 Personen schon ein Problem. Aber es fand sich in der Altstadt eine ganz neu eingerichtete Ferienwohnung mit allen ausgestattet, was man so benötigt. Abendessen dann auch in der Altstadt, da wir keine große Lust mehr hatten, groß zu suchen.

7. Tag: Havelberg – Stendal/ Rückfahrt Bahn Burgdorf – 55 km

Die Planung musste umgestellt werden: Die Rückfahrt der Bahn war statt von Wittenberge von Wittenberg gebucht. Total verkehrt! Nach Rücksprache wurde dann neu geplant: Radtour bis Stendal an der Elbe entlang, dann in den Zug bis Wolfsburg, umsteigen bis Lehrte und mit dem Rad nach Burgdorf.
Da die Radstrecke bis zur Havelmündung nicht zu befahren ist (bis Ende 2019 angeblich noch Bauarbeiten - obwohl man nichts von Bauarbeiten sieht) und man die ganze Strecke nur an der Straße lang fährt, war es jetzt nicht so schlimm, dass die Änderung war anderes vorsah.
Also nach dem Frühstück gleich nebenan bei der Bäckerei wieder bei leichtem Regen an der Elbe entlang bis zur Fähre Sandau. Dort auf die andere Elbseite und weiter in Richtung Stendal. Eine Strecke sollte direkt an der B188 entlang nach Stendal führen. Aber das Garmin bot uns Nebenstrecken an, die sehr gut zu radeln waren, so dass wir fast 2 Stunden früher dort ankamen und auch einen Zug eher nehmen konnten.

Fazit: 520 km, wunderschöner Radweg, der oft an den Oder-Neiße-Radweg erinnert
Leider ist das radeln außerhalb der Radwege in den Städten ätzend!
bikeline: Havel-Radweg
Wetter die ersten Tage prima, dann leider kälter und Regen
Radqualität: Meist sehr gute Wege, oft allerdings Kopfsteinpflaster in den Orten
Ausschilderung: sehr gut
Übernachtungen: gut bis sehr gut
Mängel: Kfz’ler rücksichtslos! Manchmal sehr unfreundliche Begegnungen!
Trotz Fehlplanung des einen Tages rückblickend gutes Ergebnis, da wir sonst viel mehr Probleme bekommen hätten, da die Bahn auf vielen Strecken Bauarbeiten durchführt und der SEV (Schienenersatzverkehr durch Busse) leider keine Räder mitnimmt!
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1 Kommentar
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 03.07.2018 | 11:16  
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