Mein Schülerpraktikum bei der HAZ / NP und deren Heimatzeitungen in Hannover

Wann? 16.04.2012 bis 27.04.2012

Wo? Anzeiger für Burgdorf, 31303 Burgdorf DEAuf Google Maps anzeigen
Burgdorf: Anzeiger für Burgdorf | Wollten Sie früher auch Lehrerin, Ärztin oder sogar Prinzessin werden? Diese Wunschvorstellung hatten vermutlich die meisten Mädchen in ihrer Grundschulzeit. Diese Zeit ist für mich allerdings vorbei. Inzwischen bin ich 14 Jahre alt, besuche die 9. Klasse einer Realschule und habe bestenfalls im Sommer 2013 meinen erweiterten Realschulabschluss. Wie es danach weiter geht und in welchem Beruf ich später arbeiten möchte weiß ich noch nicht.
Sicher ist, ich möchte weder Lehrerin noch Prinzessin werden. Um uns Schülern diese Berufswahl ein wenig zu erleichtern, sind zwei Schülerpraktika in der 9. Klasse vorgesehen. Mein zweites und letztes Schülerpraktikum absolvierte ich vom 16. April 2012 bis zum 20. April 2012 als Medienkauffrau bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse (Mediengruppe Madsack) in Hannover. Vom 23. bis 27. April hatte ich die Möglichkeit in die Bereiche der Heimatzeitungen der Mediengrupppe Madsack zu schauen, diese sind für die lokale Berichterstattung für die Region Hannover zuständig. Weiterhin bringen die Heimatzeitungen viele Sonderprudukte und Magazine heraus. Ein neues Marketingfeld sind die Online Angebote zum Beispiel Apps oder Webseiten.
Um dieses Praktikum soll es nun auch in diesem Beitrag gehen.
Die gesamte Woche in dem Betrieb war ausgesprochen informativ und spannend. Jeden Tag hatte ich die Möglichkeit in verschiedene Bereiche und Abteilungen hineinzuschnuppern, mich mit Auszubildenen auszutauschen und eine Menge darüber zu erfahren, wie letztendlich die Hannoversche Allgemeine Zeitung und zum Teil auch die Neue Presse entsteht. Wenn Sie morgens am Frühstückstisch Ihre Zeitung lesen, können sie sich bestimmt
nicht vorstellen was alles passiert, bis die Zeitung tatsächlich bei Ihnen zu Hause landet. Vor meinem Praktikum konnte ich das auch nicht. Jetzt ist es umso spannender eine Zeitung zu lesen, da man weiß, wie viel Arbeit und vorallem wie viele Menschen dahinter stecken. In erster Linie geht es darum, die Zeitung zu finanzieren. Dies geschieht überwiegend durch die Anzeigen die geschaltet werden, zum Beispiel Stellenangebote, Immobilien, Privatanzeigen, Automarkt oder Veranstaltungen. Von großer Bedeutung ist selbstverständlich auch die Redaktion, die Berichte schreibt und sammelt. Es ereignet sich ein großer Unfall, es gibt ein unerwartetes Ereignis oder es brennt. Die Aufgabe der Redakteure ist es in solchen Fällen, die Geschehnisse in die Zeitung zu bringen. Bis Sie jedoch die Zeitung lesen können, gibt es noch drei Schritte. Die Anzeigen und Texte müssen zusammengefügt werden. Am Vormittag wird besprochen wie viele Textseiten von der Redaktion benötigt werden, wie viele Seiten die Anzeigenabteilung braucht und welche Farben benutzt werden. Bis ca. 18:00 Uhr ist die Planung der Zeitung abgeschlossen. Für die Drucker beginnt nun Ihre Spätschicht, sie arbeiten die ganze Nacht durch um die verschiedenen Zeitungen zu drucken. In der Druckerei in Hannover entstehen schließlich nicht nur die HAZ und NP, sondern auch eine Vielzahl anderer Tages-und Wochenzeitungen, wie zum Beispiel die Bild für den Norddeutschen Raum, werden dort gedruckt. Inzwischen ist es nicht mehr weit bis Sie Ihre Zeitung im Briefkasten haben und die aktuellen Narichten lesen können. Die beladenen Transporter stehen bereit und machen sich auf den Weg um die Zeitungen an den, mit den Zustellern besprochenen Punkten, auszuliefern. Die Zusteller müssen jetzt nur noch mit den Zeitungen zu Ihnen nach Hause kommen, Ihren Briefkasten damit bestücken und danach können Sie sich endlich über die neusten Ereignisse informieren.
Hätten Sie das gedacht? So viele Schritte und Personen stecken hinter einer Zeitung. Ich schätze mal, dass ist ein viel spannenderer Alltag als der von einer Lehrerin.
Ob der Beruf Medien Kauffrau jedoch etwas für mich ist, kann ich noch nicht beurteilen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe ziemlich viel Neues dazu gelernt, dafür bin ich wirklich dankbar. Mal sehen wie ich mich entscheide, vielleicht lesen Sie in ein paar Jahren eine Zeitung, an der auch ich mitgearbeitet habe.
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2 Kommentare
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U. W. aus Burgdorf | 23.04.2012 | 18:47  
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Günther Eims aus Sehnde | 24.04.2012 | 21:24  
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