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„Hat die Region Hannover zu viel Geld, warum kein transparentes Bieterverfahren“?

Burgdorf: FTZ | Das 2.031 Quadratmeter große Grundstück der Feuerwehrtechnische Zentrale am Marris Mühlenweg muss zwingend per Bieterverfahren an den Meistbietenden veräußert werden. FDP Politiker und Immobilienkaufmann Dirk Schwerdtfeger bezeichnet das Versprechen des namentlich nicht genannten Investors, der dort bezahlbaren Wohnraum errichten möchte als vordergründig. „Gerade in der Weststadt seien, Miet- und Kaufpreise von Immobilien wegen Lage und Beliebtheit höher angesiedelt, als an anderen Standorten der Stadt“. Das System der Investoren sei ja nicht neu, wenn zunächst auch um die Form zu wahren, tatsächlich bezahlbarer Wohnraum entstehe, niemand dagegen aber einschreiten könne, wenn die Wohneinheiten nach ein paar Jahren als teure Eigentumswohnungen am Markt angeboten und verkauft würden.

Wesentlich nachhaltiger und sinnvoller ist das Vorhaben der Unternehmensgruppe Führer, (Eigentümer des Alten- und Pflegeheim Helenenhof an der Schillerslager Straße seit 2007) anzusehen, die dort Wohnungen für Mitarbeiter und betreutes Wohnen für Senioren planen. Auch die räumliche Nähe zum bestehenden Alten- und Pflegeheim sei ein wesentlicher Faktor und Synergieeffekt, der es älteren Menschen leicht ermögliche gemeinsame Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Schon jetzt sind altengerechte Wohneinheiten mindestens ebenso große Mangelware, wie bezahlbarer Wohnraum für die Allgemeinheit.

Ich sehe hier auch den Bürgermeister und die Regionsabgeordneten in der Pflicht auf die Region Hannover einzuwirken und die Besonderheiten des Grundstücks in Bezug auf das bestehende Alten- und Pflegeheim hinzuweisen. Schließlich könne die Region Hannover vor diesem Hintergrund nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. In einem transparenten Bieterverfahren, von dem die Region maßgeblich profitiert, kann nicht aufgrund der angeführten Gründe einfach abgewichen werden.

Hintergrund: Die Region Hannover möchte auf ein Bieterverfahren verzichten. Im Bieterverfahren erhält derjenige denn Zuschlag, der das meiste für die Liegenschaft bezahlt. Nicht besetzte Stellen beim Flächen- und Liegenschaftsmanagement und damit verbundenen Kapazitätsengpässe können nicht die Gründe dafür sein, dass die Region auf mehrere tausend Euro beim Verkauf des Grundstücks verzichtet und nebenbei die Unternehmensgruppe Führer vom Verkauf ausschließt.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk Schwerdtfeger
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