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Ultimo Brockentour „ in Schnee und Eis! 2018!“

    73. mal zum Brockenplateau , diesmal Ostermontag.

Die Voraussetzungen, gem. Internet Wetter Vorhersage: „ Kaum weiter als 50 m Sicht, dicker Dunst, 95 % Luftfeuchtigkeit und bis zu 4 Grad Minus, bei Wind bis 53 KM/H und Schnee von 1,54 m !
Kurzentschlossen macht ich mich auf den Weg in den Harz und wollte von Schierke aus , an der Kalten Bode entlang. Später Queren (ca. 850 Höhenmeter) zum Oberen Königsberger Weg, den entlang bis zum Kolonnenweg, den Hoch bis zur Bahnlinie und dann den Goetheweg an der Bahn entlang bis zur Brocken Straße. Dann links die Asphalt Brockenstraße hoch bis zum Plateau.(1142m) Ich wusste, das oberhalb 800 m noch eine rel. feste und üppige Schneedecke liegen sollte und stellte mich darauf ein,  das ich nur langsam voran kommen würde und, das das eine anstrengende Tour werden würde. In Schierke 4 Grad Plus Sonnig, bewölkt kaum Wind um 12:10 Uhr als ich startete, nach dem ich im Gasthaus Kurpark wieder meinen Kaffee getrunken hatte.
An der Jugendherberge ( Schierke Nord) bog ich links über die Bode -Brücke, dann rechts den Weg an der Kalten Bode entlang. Hier lag minimal Schnee. Ca. 640 m Höhenmeter. Doch das sollte sich schon nach wenigen 100 m und weiteren 20 Höhenmeter gravierend ändern, denn der Weg war in seiner gesamten Breite mit festgetretenen Schnee belegt, was zu Eisesglätte führte. Das fand ich nun überhaupt nicht toll, denn jeder 2 Schritt war rutschig, zum Glück hatte ich 2 Wanderstäbe mitgenommen und setze sie zur Stabilität auch ein. Ao kam ich einigermaßen zügig voran. Kaum ein Mensch war auf diesem Weg unterwegs. Das ständige ausbalancieren, auf der weiteren Strecke ,strengte schon ziemlich an, doch nach ca. 30 Minuten veränderte sich der Weg dahingehend, das die Oberfläche verharscht war, so das man besser Tritt fassen konnte. Und nach weiteren 20 Minuten wurde der Schnee deutlich mehr, jetzt auf ca. 700 m Höhe lagen teilweise oder besser überwiegend, ca. 60 bis 70 cm Schnee auf dem Weg, das schlimme dabei, an der Oberfläche , bis ca. 8, 9 cm Tiefe war der Schnee „ sulzig“, so das man kontinuierlich einsackte und Ausgleichen musste auch wegrutschen zur Seite passierte, weil man kaum festen Tritt fand und das setzte sich nun , je Höhe ich kam , mit tieferem Schnee ( Verwehungen über den Weg von bis zu 2 m Höhe) und dem Einsinken zum Teil bis zu 30 cm Tiefe , fort und, der Weg wurde richtig beschwerlich . Ich merkte das ich ganz schön viel Zeit verbrauchte.
Nach ca. 3 KM traf ich auf eine Mutter, die 2 Kleine Kinder bei sich hatte und als ich unmittelbar vor ihnen war, sprach mich die Frau an und fragte ob ich mich hier auskennen würde. Ich antwortet, Ja ein bisschen schon. Sie sagte, das sie auf diesem Weg zum Brocken waren, doch der Weg würde ca. 1km hinter ihr, gesperrt und sie wäre umgekehrt, wollte aber trotzdem zum Brocken und, wo sie jetzt Langgehen könnte. Da ich mich auskannte gab ich ihr Auskunft, Die Kinder 3 und 5 . Ich war schon erstaunt was Mütter kleinsten Kindern zumutet, denn sie waren jetzt sicherlich schon 1 Std. unterwegs, bis sie später die Brockenstraße erreichen würde, vergingen nochmal 20 – 25 minuten und dann Hoch zum Brocken nochmal 1 Stunde. Uff !! Die Armen Kleinen Kinder! Nun ich wandte mich dem weiteren Weg zu, der in seiner Beschwerlichkeit nicht nachlies , sondern etwas später , als ich dort hinkam, wo der Weg per Rotweißen Plastikband gesperrt schien, wurde es nicht nur Steiler sondern es lagen nun auch einige Bäume quer über dem Weg. Das Einsinken im Schnee war jetzt manchmal schon 40 cm und alles das machte diese Tour richtig schwer. Nun, ich kämpfe mich durch und war dann an der Holzbrücke über die Kalte Bode, zur Querung zum Oberen Königsberger weg mit gut 55 Minuten Verspätung angekommen.
Eine Überraschung war auf der Brücke. Der Schnee hatte sich auf dem Holz aufgeschichtet ca. 80 cm Hoch und war festgetreten worden, in der Mitte war eine Unterbrechung von gut 60 cm wo ich hätte herüber hüpfen müssen , doch ich meinte , wenn ich das Versuche ,könnte ich auf der anderen Seite wegrutschen, seitlich herunter fallen und in die Kalte Bode Stürzen, diese Sturz aus ca. 2- ½ m Höhe wäre sicher nicht Toll und Nass würde ich auch noch. Also versuchte ich seitwärst vorbei zu kommen, war nicht einfach doch ich kam schließlich über den Holzsteg( ca. 7 m lang) auf den Pfad und schließlich auf den Oberen Königsberger Weg. Dem ich dann , links folgte. Wer nun gedacht hat das es hier Leichter zum Wandern wäre, der wurde getäuscht, hier war der Schnee ebenfalls wieder „ Sulzig!“ Und jeder Schritt war deshalb beschwerlich, weil man ständig wegrutsche und kaum einen Abdruck hatte. Ohne die Wanderstäbe wäre ich wohl ganz schön behindert gewesen. Nach weiteren 20 Minuten gelangte ich an den Kolonnenweg, der rechts , hoch zur Bahnlinie führte und ich hörte die Brockenbahn schon den Berg hoch Dampfen und Stampfen. Ich hatte die Mitte dieses Weges passiert, da fuhr sie, Oben auch schon vorbei Richtung Brocken. Nun um die Sache abzukürzen;
ich folgte oben dem Goetheweg an der Bahnlinie entlang auch hier „ Sulziger Schnee!“ sehr unangenehm zu wandern , man kam kaum voran. Ich machte langsam um Kraft zu sparen denn es waren immer noch, nach nun schon 9 KM immer noch 2-1/2 ! Und die letzten 700 m waren auch noch einmal rel. Steil ( 17 %). Als ich Oben an den Brockensteinen angekommen war , blies mir ein Kalter Wind in den Rücken, die Temperaturen gegenüber 30 Höhenmeter Tiefer waren hier gut und gerne 5  Grad Kälter . Ich hielt mich also auch deshalb nur kurz dort auf und wechselte dann rüber ins Brockenhaus in die Hexenklause . An der EDV -Tafel über Wetterdaten, sah ich , das 5 Grad Minus, im Wind, hier Oben waren, ansonsten 2 Grad Plus !
Den Weg den ich Heute gewandert war, würde ich, bei diesen Bedingungen, Niemanden Empfehlen, zu beschwerlich und rel. hohe Verletzungsgefahr. Nun, das es so kam wusste ich nur bedingt , das es so Schlimm war gab mir zu Denken!
Für den Aufstieg auf diesem Weg brauche ich , normal 2:10 Std. Heute im Schnee brauchte ich 3:20 Minuten !
Nun die Fotos.
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2 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 02.04.2018 | 22:49  
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Hans Alfred Jürgen Rudert aus Burgdorf | 03.04.2018 | 10:54  
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