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On Radtour: Stadtführung mit dem ADFC Wennigsen in und rund um Burgdorf

Die Wennigser Gruppe kurz vor Abfahrt der S-Bahn....
 
... und im Hintergrund verabschieden sich die Burgdorfer
Burgdorf: Spittaplatz | Der ADFC OG Wennigsen wollte Burgdorf kennenlernen und fragte an, ob der die Ortsgruppe Burgdorf eine Radtour anbietet.

Nach Festlegung des Termines und Klärung der Details radelten die Burgdorfer zum Anderter Biergarten um die Wennigser dort abzuholen.

Als wir dort ankamen, hatten sie es sich im Biergarten gemütlich gemacht. Der schöne Biergarten an der Bahn ist schön eingerichtet und eine Augenweide.

Nach der Vorstellung untereinander radelte die 11köpfige Gruppe mit Gegenwind über Ahlten, Kolshorn nach Heessel. In Heessel besichtigten die Teilnehmer die mittelalterliche Burganlage.

Danach radelte die Gruppe weiter durch den Stadtpark zum Schloß, Spittaplatz durch die Altstadt. Zu den einzelnen Haltepunkten zählten zusätzlich die "klingenden Laternen", die KulturWerkStadt sowie das Stadtmuseum und am Brandende die ältestens Häuser Burgdorfs.

Eine Kaffeepause in einem Kaffee war auch eingeplant und führte zum gemütlichen Plausch untereinander.

Danach führte die Radtour weiter am Burgdorfer Bahnhof vorbei zur Sorgenser Mühle nach Otze. Dort schaute die Gruppe sich die alte Kirche mit dem 650 Jahre alten Holzturm und das Fachwerkensemble an, bevor die Wennigser in Zug stiegen um Richtung Heimat zu gelangen.

Fazit: ca. 53 km, schönes Radelwetter, supernette Teilnehmer
(nachfolgend eine Zusammenstellung der Sehenswürdigkeiten):

Heeßel:
Die Burg Heeßel ist der Burgstall einer von Wällen umgebenen, frühmittelalterlichen Befestigungsanlage nahe dem Burgdorfer Ortsteil Heeßel in Niedersachsen. Der Nutzungszeitraum erstreckte sich vom 8. bis ins 13. Jahrhundert, wobei die Burg zeitweise Sitz des Burgdorfer Geschlechtes derer von Depenau gewesen sein soll. Heute sind von der Anlage noch ausgedehnte Erdwälle und der Burghügel vorhanden.

Burgdorf
Der historische Mittelpunkt der Stadt Schloss Burgdorf
Das Schloss (schönster Fachwerkbau) als historischer Mittelpunkt der Stadt zählt zu den schönsten Fachwerkbauten und steht an der Stelle, an der sich im 13. Jahrhundert das alte 'castrum burgtorfe' befand. Diese Wehranlage wurde im Laufe der Zeit dreimal zerstört und wieder aufgebaut. Der jetzige Bau entstand 1643 und wurde in den Jahren 1979-1981 renoviert.
Der Name der jetzigen Stadt Burgdorf wird erstmalig in der Lehensbeschreibung des Bischofs Otto I. von Hildesheim (1261 bis 1279) erwähnt.1433 baut Landesherr Herzog Otto von der Heide das Schloss aus und versieht den Ort mit Wall, Graben und drei Toren. Burgdorf wird in den Folgejahren weiter ausgebaut, dabei aber auch durch kriegerische Ereignisse und Brände mehrmals zerstört. Bis zur Einebnung und Abtragung früherer Befestigungsanlagen um 1802 wahrt Burgdorf sein altes Stadtbild. Während seiner Zeit im Besitz welfischer Herzöge, diente das Schloss als Jagdschloss und Konferenzort dieser welfischen Herzöge. Seit 1705 ist es allerdings ausschließlich Verwaltungssitz und gehört seit 1976 zum Besitz des Landkreises Hannovers.
Historische Altstadt - landschaftlich reizvolles Umland - gute Verkehrsanbindung
Burgdorfs Stadtbild wird geprägt durch die historische Altstadt mit ihrer kleinteiligen Bebauung. Fachwerkgebäude, die zum Teil einzeln, zum Teil als Ensemble denkmalgeschützt sind, sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.
Der Stadtkern selbst ist konzentrisch um seine Mitte gewachsen. Als frühere Kreisstadt und traditioneller Handels- und Dienstleistungsstandort reicht der Einzugsbereich Burgdorfs weit über die Stadtgrenzen hinaus. Das in der Stadtmitte gelegene Schloss bildet die historische Keimzelle der Stadt und den Übergang zwischen der Altstadt und dem Stadtpark, einem typischen Landschaftspark des 20. Jahrhunderts.
In interessantem Kontrast zur Stadt steht ihr von Feldern, Moor und Wald geprägtes Umland mit den zugehörigen neun Ortschaften Beinhorn, Dachtmissen, Heeßel, Hülptingsen, Otze, Ramlingen-Ehlershausen, Schillerslage, Sorgensen und Weferlingsen. Diese sind in Teilen noch stark landwirtschaftlich geprägt und begehrte Wohnorte in der Region Hannover.

Das Gebäude der KulturWerkStadt ist die ehemalige Synagoge, die bis 1939 als solche genutzt wurde.
1938 verhinderte der Burgdorfer Feuerwehrkommandant Adolf Michelssen, dass die Synagoge in der Reichspogromnacht am 09. November niedergebrannt wurde.
Am 17. Februar 1939 kaufte die Stadt Burgdorf das Gebäude und nutzte es bis 1959. Danach erfolgte eine Nutzung als Geschäftshaus.  Stolpersteine vor dem Haus
Rathaus I (4 Rathäuser) und Stadtmuseum
Bauwerke

• Das Burgdorfer Stadtbild ist durch zum Teil bedeutende historische Fachwerkbauten geprägt, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts aufwändig und originalgetreu restauriert wurden, darunter vor allem das Schloss Burgdorf von 1643, das an der Stelle des bereits im 13. Jahrhundert erwähnten castrum burgtorfe steht.
• 1805 entstand das bemerkenswerte, ursprünglich klassizistische Rathaus, das 1950 ein Satteldach und 1996 ein Glockenspiel erhielt. Das Gebäude des Stadtmuseums stammt aus dem Jahr 1658.
• Dieses wie einige andere Häuser Am Brandende hatte der große Stadtbrand von 1809 verschont.
• Von Grund auf neu gebaut werden musste dagegen die St.-Pankratius-Kirche, die 1814 in klassizistischen Formen vollendet war.
• Auf dem Magdalenenfriedhof mit Kapelle von 1868 befindet sich das Grab des Komponisten und Dichters Philipp Spitta.

Burgdorfer Konservenfabrik: Einst Deutschlands größte Konservenfabrik
Der Unternehmer Ludwig Warnecke gründete 1892 die Burgdorfer Konservenfabrik. Sie produzierte Spargel-, Erbsen-, Bohnen-, Karotten- und Pilzkonserven. In den 1930er Jahren war sie die größte Konservenfabrik Deutschlands. Das Stammwerk lag im Bereich Garten-, Wallgarten- und Heinrichstraße. Ein Zweigwerk gab es in Hannover-Würfel. Ein betriebseigenes landwirtschaftliches Gut in Burgdorf lieferte Gemüse von 1800 Morgen. Zwischen 600 bis 700 landwirtschaftliche Betriebe steuerten weiteres Gemüse bei. In Saisonzeiten waren bis zu 1000 Arbeitskräfte in der Konservenfabrik beschäftigt. Der wirtschaftliche Untergang der Konservenfabrik begann mit ihrer Übernahme durch den Langnese-Iglo Konzern am 1. Januar 1970. Dieser schloss das Werk aus Rentabilitätsgründen schon nach zwei Jahren und stellte die Produktion am 31. Dezember 1971 ein. 360 Arbeitsplätze gingen verloren.

Otze:
Kapelle/Fachwerkensemble/Kartoffelmarkt
Die Kapelle mit dem hölzernen Glockenturm wurde um 1350 erbaut. Im Jahre 1461 wurde die Glocke für Otze gegossen. An der Nordseite befindet sich eine schwere alte Eichentür. Der Turm ist über 650 Jahre alt (neue Erkenntnisse aus 2017) damit der ältesten Holzturm Norddeutschlands und möglicherweise auch einen der ältesten in Europa - „das ist ein echter Hammer“,
Die teils im gotischen Stil errichtete Kapelle ist innen mit Malereien und Schnitzwerken reich verziert und enthält u. a. einen geschnitzten spätgotischen Flügelaltar.
Fachwerkensemble:

Das Ensemble besteht aus Speicher, Backhaus, Toilettenhäuschen und Altenteilerhaus. Während Letzteres der AG Dorf gehörte, waren die drei anderen Gebäude Eigentum der Stadt Burgdorf.

(Auszüge aus Wikipedia, Stadtchronik Burgdorf. www.burgdorf.de)
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