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Dänemark: Die Steilküste von Lønstrup bis Løkken (Teil 1)

Steilküste (Lønstrup Klint) bei Mårup
Lønstrup (Dänemark): Lønstrup Klint | Die etwa 15 Kilometer lange Steilküste zwischen Lønstrup und Løkken, Lønstrup Klint genannt, ist durch Landhebung nach der letzten Eiszeit entstanden. Die hier abgelagerten Schichten aus Mergel und Sand sind vom Strand her sehr gut zu erkennen und spiegeln die Erdgeschichte des Landes wieder. Jährlich werden hier etwa 1,5 Meter weggespült, die Küstenlinie ist im ständigen Wandel.

Etwas südlich von Lønstrup liegt die Gemeinde Mårup. Die alte Kirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und stand bis 2005 unter Denkmalschutz. Da der Rand der Steilküste inzwischen gefährlich nahe heran gerückt ist, wurden die Einrichtung und das Dach demontiert und eingelagert, um später an anderer Stelle neu aufgebaut zu werden. Bei der Kirche steht ein Anker von der 1808 vor Lønstrup gesunkenen englischen Fregatte 'The Crescent". Blickt man Richtung Süden, kann man die Rubjerg Knude und den Leuchtturm sehen.

Der 23 Meter hohe Leuchtturm Rubjerg Knude nahm den Betrieb am 27. Dezember 1900 auf. Beim Bau lag er 200 Meter von der Küste entfernt, und in seiner Nähe gab es keine nennenswerten Dünen. Mit der Zeit rückte die Steilküste immer näher, und der Wind wehte große Sandmengen heran, der sich im Bereich des Leuchtturm ablagerte, den Brunnen und den Gemüsegarten zerstörte. Um den Versandungsprozess zu verlangsamen, steckte man Kiefernzweige in den Sand und bepflanzte die Steilküste - mit dem Ergebnis, dass die Düne noch schneller wuchs. Schließlich lag der Sand so hoch, dass das Leuchtfeuer vom Meer aus nicht mehr zu sehen war. 1968 gab man auf; der Leuchtturm wurde abgeschaltet. Eine spätere Funktion als Flugsandmuseum musste der Leuchtturm auch wieder aufgeben, weil die Räume im Sand versanken.

Die Steilküste hat eine Höhe von ca. 50 Metern und bei Rubjeg Knude türmt sich der Flugsand noch einmal fast auf die gleiche Höhe. Inzwischen lässt man der Natur freien Lauf, und die Düne kann sich ungehindert fortbewegen. Seit etwa 2006 gibt die Düne den Leuchtturm sukzessive wieder frei, und man nimmt an, dass er in einigen Jahrzehnten ins Meer sürzen wird.....
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2 Kommentare
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Georg Schmidt aus Diemelstadt | 08.06.2012 | 02:34  
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Marc Lippold aus Wendeburg | 23.06.2012 | 21:23  
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